Mittwoch, 14. Oktober 2026

Tobit.SoftwareKI-Serverlösung für KAAW-Kommunen

[14.01.2026] Gemeinsam erleichtern das Unternehmen Tobit.Software und die Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West (KAAW) Kommunen in den Kreisen Borken und Steinfurt die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz: Die Verwaltungen erhalten Zugang zum SideKick Server, der verschiedene KI-Sprachmodelle vereint und hohe datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllt.
Eine Person tippt auf einer Tastatur.

Rechtliche und technische Fragen rund um den Einsatz des SideKick Servers in den Kommunen haben die Kooperationspartner vorab geklärt.

(Bildquelle: peshkova/123rf.com)

Komplexe Auswahlverfahren, umfangreiche DSGVO-Prüfungen und fehlende technische Grundlagen bremsen die Nutzung Künstlicher Intelligenz in Kommunen. Das wollen der nordrhein-westfälische IT-Dienstleister KAAW (Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West) und Tobit.Software ändern. Wie der Softwarehersteller mitteilt, erhalten deshalb ab Januar 2026 52 KAAW-Mitgliedskommunen in den Kreisen Borken und Steinfurt Zugang zur Plattform SideKick Server, die Tobit.Software anbietet (wir berichteten).

Die Plattform vereint verschiedene KI-Sprachmodelle in einer zentralen Anwendung und erfüllt laut Tobit.Software hohe datenschutzrechtliche Anforderungen. Sensible Informationen werden automatisch anonymisiert, bevor sie ein KI-Modell erreichen. Personenbezogene Daten verbleiben innerhalb der Verwaltung.

Mitarbeitende können mithilfe der Plattform spezialisierte KI-Agenten für konkrete Aufgaben erstellen. Dazu zählt beispielsweise das Zusammenfassen von Dokumenten, das Durchsuchen von Archiven oder die Vorbereitung von Beschlussvorlagen. Auch können sie mit bestehenden Fachverfahren arbeiten. Der konsequente No-Code-Ansatz ermögliche es, viele Anwendungen eigenständig in der Verwaltung umzusetzen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Stabile, praxistaugliche Infrastruktur

Der nun geschaffene Zugang zu dem KI-Server basiert auf einer gemeinsamen Initiative von Tobit.Software und KAAW. Im Schulterschluss seien vorab technische und rechtliche Fragestellungen zum SideKick Server gemeinschaftlich geklärt worden, sodass sich die Kommunen direkt auf den produktiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz konzentrieren können. Sie profitieren dabei von abgestimmten rechtlichen Grundlagen, erprobter Technik und einer gemeinsamen Umsetzungsstrategie. Bundesweit setzen laut Tobit.Software rund 20 Kommunen den SideKick Server ein.

„Das Interesse an KI in den Kommunen ist riesig, verpufft aber oft in isolierten Pilotprojekten und individuellen Insellösungen, die weder sicher noch skalierbar sind“, sagt Ludwig Groten, Geschäftsführer bei Tobit.Software. „Die Zusammenarbeit mit der KAAW zeigt, wie es besser geht: Durch Kooperation entsteht eine stabile, praxistaugliche Infrastruktur, die Verwaltungen entlastet und gleichzeitig handlungsfähig macht.“

Für die KAAW-Mitglieder stehen nun gemeinsame Workshops und Showcases auf dem Programm, in denen konkrete Anwendungsfälle vorgestellt und Erfahrungen geteilt werden, kündigt Tobit.Software an. „Entscheidend ist nicht die Theorie, sondern der gemeinsame Blick in die Praxis“, erklärt Johannes Wolf, Leiter des Smart-City-Teams der KAAW. „Kooperation bedeutet für uns: voneinander lernen, Ressourcen bündeln und digitale Lösungen gemeinsam erfolgreich machen.“





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