Donnerstag, 5. März 2026

HamburgKI-Textassistent LLMoin startet Betrieb

[10.12.2024] Hamburg führt mit Unterstützung von Dataport den KI-Textassistenten LLMoin in der Verwaltung ein. Das Tool hilft bei Textaufgaben wie Recherchen oder Zusammenfassungen, erfüllt hohe Datenschutzanforderungen und kann von anderen Kommunen nachgenutzt werden.

Die Hamburger Verwaltung setzt auf generative Künstliche Intelligenz, um effizienter zu werden. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht das Projekt LLMoin – ein speziell für die Bedürfnisse der Verwaltung entwickelter Textassistent, der zwar Ähnlichkeiten mit ChatGPT aufweist, jedoch in den Bereichen Datenschutz, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit gezielt für den behördlichen Einsatz konzipiert wurde. Nach einer gut einjährigen Testphase hat Anfang Dezember die schrittweise Einführung in den ersten Behörden begonnen. Der Roll-out in der Hamburger Verwaltung soll bis Mitte 2025 abgeschlossen werden. Hamburg zählt nach eigenen Angaben zu den ersten Städten, die ein solches KI-Tool für den öffentlichen Sektor entwickelt haben. „Large Language Models werden Verwaltungsprozesse effizienter machen, wovon nicht nur die Beschäftigten profitieren, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger“, sagt der CDO der Freien und Hansestadt Hamburg, Christian Pfromm.

Maßgeschneidert für die Verwaltung

Das Tool LLMoin wird verwaltungsintern für Textverarbeitungsaufgaben eingesetzt, etwa das Zusammenfassen umfangreicher Dokumente, das Verfassen von Reden sowie die Recherche in großen Textmengen. Dank seiner benutzerfreundlichen Gestaltung, die zahlreiche Hilfestellungen bietet, soll LLMoin von allen Mitarbeitenden niedrigschwellig genutzt werden können. So führt etwa ein intuitiver Nutzerdialog zu den gewünschten Ergebnissen. Durch umfassende Schulungsunterlagen und regelmäßige Nutzung von LLMoin sollen die Beschäftigten fundierte Kompetenzen im Umgang mit LLMs entwickeln – und das technologische Verständnis innerhalb der Verwaltung erweitern.

KI trifft keine Verwaltungsentscheidungen

In den Bereichen Datenschutz, Sicherheit und den erlaubten Anwendungsszenarien unterscheide sich LLMoin deutlich von kommerziellen Lösungen wie ChatGPT, betont das Amt für IT und Digitalisierung der Stadt Hamburg. So wird bei LLMoin durch entsprechende Nutzungsbedingungen und die Ausbildung der Mitarbeitenden sichergestellt, dass das Tool keinen Einfluss auf behördliche Entscheidungen hat und dass keine sensiblen Daten verarbeitet werden. Beispielsweise ist der Einsatz bei Entscheidungen über Sozialleistungen oder für die Evaluation von juristischen Argumenten untersagt. Diese bleiben weiterhin in der Verantwortung der Mitarbeitenden – LLMoin funktioniert ausschließlich als Assistenzsystem. LLMoin basiert auf den aktuellen GPT-Modellen, die über den Microsoft-Cloud-Service Azure bereitgestellt werden. Dabei verlassen die Daten den Europäischen Datenschutzraum aber nicht und werden nicht gespeichert. Stattdessen werden Daten unmittelbar nach der Verarbeitung gelöscht. Übermittelte Daten werden auch nicht zum weiteren Modelltraining verwendet.

Nachnutzung möglich

Weitere Kommunen, Bundesländer sowie öffentliche Einrichtungen und Unternehmen können von dieser Lösung profitieren. Die breite Nutzung von LLMoin würde Skaleneffekte schaffen und Synergien bei zukünftigen Weiterentwicklungen ermöglichen. Durch den Vertrieb über den öffentlichen IT-Dienstleister Dataport ist eine einfache Anpassung und schnelle Betriebsbereitschaft gewährleistet. Über das technische Produkt hinaus kann Hamburg umfangreiche Best Practices teilen. Für weitere Informationen zur Nachnutzung oder um Testaccounts für LLMoin zu erhalten, steht Dataport zur Verfügung.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Eine Person arbeitet an einem Laptop über dessen Tastatur Dokumente schweben.

Kreis Dahme-Spreewald: Intelligenter Verwaltungsassistent im Test

[05.03.2026] Der Kreis Dahme-Spreewald testet in der Ausländerbehörde den intelligente Verwaltungsassistenten iva.AT, der digitale Anträge auf Aufenthaltstitel bereits beim Ausfüllen prüft und unmittelbar auf fehlende oder unpassende Unterlagen hinweist. Es handelt sich um ein Pilotprojekt im Rahmen des Programms Aufenthalt Digital. mehr...

Paar sitzt im Bett, sie hält einen Strauß weißer Rosen in den Händen, er tippt etwas in einen Laptop.

Wiesbaden: KI hilft bei Onlineanmeldung der Eheschließung

[03.03.2026] Bei der Onlineanmeldung zur Eheschließung setzt Wiesbaden nun auch Künstliche Intelligenz (KI) ein. Diese generiert direkt nach der Anmeldung eine individuelle Übersicht der benötigten Dokumente für das Traupaar und strukturiert die online eingereichten Unterlagen automatisch für die Sachbearbeitung. mehr...

mit punkten durchzogenes Gehirn vor Laptop-Bildschirm

Online-Anträge: Leipzig setzt auf KI

[03.03.2026] Die Antragstellung im Bereich Aufenthaltstitel wird in Leipzig durch Künstliche Intelligenz unterstützt. Damit sollen Unterlagen möglichst vollständig und korrekt bei der Ausländerbehörde eingereicht werden. Die Nutzung der KI ist freiwillig. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, im Hintergrund sind Aussteller des eGo-Saar und von Gerda BürKI zu sehen.
bericht

Gersheim: Mehr Service mit Gerda

[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Hagenow: KI für Kommunikation und Wachstum

[27.02.2026] Ein KI-gestütztes Redaktionssystem und ein Business-Chatbot unterstützen ab sofort die externe Kommunikation der Stadt Hagenow. Mit dem Redaktionssystem können verschiedene Online-Inhalte schneller erstellt werden, während der Chatbot im Bereich der Wirtschaftsförderung zum Einsatz kommt. Entstanden sind beide Projekte in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Go Reply und der Google Cloud. mehr...

Frau in einem hellen Büro starrt mit genervtem Gesichtsausdruck auf einen Computerbildschirm

Bremen: KI-Assistenz für Behördendienste

[25.02.2026] Der Bremer Senat stellt 500.000 Euro für einen KI-Assistenten im Serviceportal bereit. Die Anwendung soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen künftig verlässlich durch Verwaltungsleistungen führen und den Zugang zu digitalen Angeboten gezielt erleichtern. mehr...

KI_Werkstatt_LL_Bildschirm und Tastatur auf Tisch

IT-Verbund Landsberg: KI-Werkstatt eröffnet

[25.02.2026] Um konkrete Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung zu entwickeln, hat der IT-Verbund Landsberg eine KI-Werkstatt ins Leben gerufen. mehr...

Screenshot von Chatbot Lio, der als Löwe dargestellt wird.

Braunschweig: Chatbot Lio unterstützt Besucher

[23.02.2026] Mit Chatbot Lio will die Stadtverwaltung Braunschweig den Zugang zu ihren Dienstleistungen erleichtern. Der digitale Assistent steht rund um die Uhr auf der kommunalen Website zur Verfügung und kann ohne Registrierung genutzt werden. Der persönliche Kontakt bleibt dennoch ein zentraler Bestandteil des städtischen Serviceangebots. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander und präsentieren den Förderbescheid für den Heidekreis.

Heidekreis: Niedersachsen fördert KI-Strategie

[18.02.2026] Der Heidekreis will eine Strategie für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung entwickeln und diese später mit anderen Kommunen teilen. Er lässt sich dabei vom Kompetenzaufbau bis hin zur Umsetzung wissenschaftlich begleiten und erhält dafür eine Förderung von rund 40.500 Euro aus dem Programm Zukunftsregionen in Niedersachsen. mehr...

Screenshot der Hanauer Startseite mit zentral platziertem Suchfeld des Chatbots HUgo.

Hanau: HUgo weiß die Antwort

[18.02.2026] Mit Chatbot HUgo ergänzt die Stadt Hanau ihr Informationsangebot auf der kommunalen Website. Der digitale Assistent kennt sich mit Behördenöffnungszeiten, Zuständigkeiten und Servicethemen aus. Für die Antworten fasst er Inhalte des Stadtportals zusammen. mehr...

Der Chatbot der Hansestadt Stade hat das Aussehen eines Kapitäns.

Stade: Käpt’n Knut soll noch besser werden

[13.02.2026] Seit Januar unterstützt Chatbot Käpt’n Knut in der Hansestadt Stade den Kundenservice seitens der Verwaltung. Im ersten Monat haben knapp 900 Personen den Chatbot genutzt und fast 2.000 Nachrichten ausgetauscht. Erste Tests zur Entgegennahme von Anrufen durch Käpt’n Knut laufen bereits. mehr...

Kommunale Services mit KI-Komponenten verbessern.

ÖFIT: Nachnutzung generativer KI-Systeme

[13.02.2026] Eine ÖFIT-Untersuchung zeigt: Die Nachnutzung bestehender generativer KI-Systeme in Bund, Ländern und Kommunen ist möglich, die Schaffung einer Plattform für alle Akteure aber schwierig. Stattdessen empfiehlt die Studie eine gemeinsame Referenzarchitektur, basierend auf den Nutzerbedarfen. mehr...

Roboterhand tippt auf einem Computerkeyboard

Dataport/IBM: KI-gestützter Transkriptionsservice

[12.02.2026] Ob in der Justiz, im Amt oder im Bildungsbereich: In der öffentlichen Verwaltung wird viel besprochen, manuell transkribiert und dokumentiert. Das bindet Ressourcen. Dataport stellt eine KI-Lösung vor, die diese Arbeit erleichtert – und die speziell für den öffentlichen Sektor ausgelegt ist. mehr...

Eine Frau sitzt mit Headset über einer PC-Tastatur, im Vordergrund sind die Umrisse eines die künstliche Intelligenz symbolisierenden Gehirns zu sehen.

Kreis Viersen: Sprach-KI nimmt Anrufe entgegen

[09.02.2026] Eine digitale Sprachassistentin beantwortet jetzt beim Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) die Anrufe der Bürgerinnen und Bürger. Die Künstliche Intelligenz greift dazu auf einen endlichen Wissensspeicher zurück und lernt ständig dazu. mehr...

Montage: Schreibtisch, Laptops, Hände von Jacketttragenden Männern, Überlagerung mit diversen IT-Icons

Künstliche Intelligenz: KI-Marktplatz MaKI startet

[04.02.2026] Mit dem bundesweiten KI-Marktplatz MaKI startet eine zentrale Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in der Verwaltung. Der MaKI schafft erstmals einen ebenenübergreifenden Überblick über KI-Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen und erleichtert deren gemeinsame Nutzung. mehr...