Montag, 13. April 2026

PortaleKundenwünsche entwickeln

[30.11.2016] Für individuelle Content-Management-Systeme setzt Anbieter pirobase imperia auf ein Add-on-Konzept. Kommunen können so durch Verkäufe einen Teil ihres Entwicklungsaufwands für eigene Funktionen und Erweiterungen des CMS refinanzieren.
Add-on-Marktplatz erleichtert Individualität.

Add-on-Marktplatz erleichtert Individualität.

(Bildquelle: pirobase imperia gmbh)

Bereits seit der Anfangszeit des Internets ist das Content-Management-System imperia CMS für große Städte und öffentliche Einrichtungen im Einsatz. Einer der ersten Nutzer war im Jahr 1995 die Stadt Köln, die bis heute intensiver Anwender ist. Seitdem sind viele kleinere und große Städte hinzugekommen und seit den 2000er-Jahren ist das CMS auch in Österreich sowie der Schweiz im Einsatz. imperia ist eines der performantesten Content-Management-Systeme und bietet durch das Staging deutlich mehr Datensicherheit als ein Live-System. Live-Komponenten lassen sich dennoch optional in das Portal integrieren. Dabei unterstützt imperia CMS öffentliche Verwaltungen mit einem grafischen Workflow-Editor, über den sich auch von außen kommende Bürgeranfragen, Mängel und formlose Anträge über den Workflow in der Verwaltung steuern und bearbeiten lassen.

Entwicklungsaufwand refinanzieren

Städte und Verwaltungen haben in ihren Portalen häufig individuelle Ausprägungen und Anforderungen. In der Vergangenheit mussten diese oft von Agenturen als Individualprogrammierungen im Rahmen der Projektumsetzung mit imperia CMS entwickelt werden. Dabei war immer wieder die Entwicklung ähnlicher Erweiterungen und Funktionen bei verschiedenen Anwendern zu beobachten, was für diese unnötige Kosten verursachte. Aufgrund dieser Erfahrungen hat das Software-Haus pirobase imperia im vergangenen Jahr ein Add-on-Programm entwickelt. Sowohl Partneragenturen als auch Städte können ihre selbst entwickelten Erweiterungen in den Add-on-Marktplatz einbringen und so einen Teil ihres Entwicklungsaufwands durch Verkäufe an andere Verwaltungen refinanzieren. Auch die kaufenden Städte können erhebliche Beträge gegenüber der Eigenentwicklung einsparen. Ein weiterer Vorteil ist die mögliche Übernahme der technischen Betreuung des Add-ons und des Supports durch pirobase imperia. Damit entfällt für die abgebende Stadt die eigene Weiterentwicklung des Add-ons für jedes zukünftige Release des Content-Management-Systems. Für die bestellende Stadt werden CMS und Add-ons aus einer Hand gepflegt und hinsichtlich der Anwenderunterstützung betreut. Städte und Software-Häuser, die über Erweiterungen für imperia CMS verfügen oder solche entwickeln möchten, können sich immer an pirobase imperia wenden. Der Software-Entwickler bietet ein spezielles Partnerprogramm für seinen Add-on-Marktplatz an.

Gute Zusammenarbeit zwischen CMS-Anbieter und -Anwendern

Beispiele für diese funktionierende Zusammenarbeit zwischen CMS-Anbieter und -Anwendern gibt es eine Menge. Der kommunale IT-Dienstleister civitec entwickelte beispielsweise eine Portierung des bereits vorhandenen Bürgerservice-Moduls auf die aktuelle imperia-Version. Heute wird das Modul auch anderen Kunden zur Nutzung angeboten. Das betrifft nicht nur verschiedene kommunale Anbieter, sondern auch Städte wie Nürnberg. Das Bürgerservice-Portal erstellt einen schlüsselfertigen Bürgerservice mit allen Komponenten und Verlinkungen und bietet optional eine Zuständigkeitsfinder-Schnittstelle zum TSA-System. Darüber werden auch Dienste der Behördenrufnummer 115 und die Anbindung des Leistungskatalogs der öffentlichen Verwaltung (LeiKa) realisiert. Nürnberg ist außerdem auf dem Weg, selbst Add-on-Anbieter zu werden. Entstanden sind verschiedene Erweiterungen zur Social-Media-Einbindung und der Ausspielung von hochaktuellem Content, die anderen Städten zur Verfügung gestellt werden können.
Ebenso wird die Veranstaltungsplattform active-City SPECTACULUM für die Verwendung in der imperia-Version 10.3 als imperia SPECTACULUM verfügbar gemacht. Die Stadt Wolfsburg nutzt SPECTACULUM seit Beginn dieses Jahres, in der Stadt Hanau wird die Lösung ebenfalls zum Einsatz kommen. Weitere Add-ons sind das Digital Asset Management (DAM) von Pixelboxx. Es fügt sich in imperia ein und erweitert das interne imperia-Media-Asset-Management, wenn sehr große Medienmengen zu managen sind. Auch das Add-on „Datenschutzkonformes Social Media Plugin“ von I-D Design aus Weimar, das für das Landesportal Thüringens in Kooperation entwickelt wurde, steht demnächst für alle Nutzer zur Verfügung.
Die Suchmaschine Intergator ist in Kombination mit imperia CMS bereits bei vielen Web-Auftritten in Sachsen und Thüringen im Einsatz, beispielsweise bei der Stadt Erfurt. Intergator bietet den Anwendern mit einer facettierten Ergebnisliste Zugriff auf Informationen aller möglichen Quellen, integriert diese in die vorhandene imperia-Suche und ermöglicht so Enterprise-Content-Portale im Internet und Intranet.

imperia legt Schwerpunkt auf Public Sector

Der Fokus für imperia wurde nun eindeutig auf den Public Sector gerichtet. So werden künftig vermehrt schlüsselfertige Schnittstellen zu Fachverfahren und Drittherstellern im kommunalen Umfeld angeboten. Für die strategische Portalplanung, das externe Projekt-Management, E-Government, die Schnittstellen und die Barrierefreiheit gibt es inzwischen auch eine kommunale Consulting-Lösung. Dazu wurde personell fachkundige Verstärkung gewonnen.
Um den Aspekt aktueller und immer neuer Add-ons stets zu aktualisieren und Synergien zu nutzen, können über die Anwendung User­echo Wünsche und Vorstellungen zu Erweiterungen des Systems formuliert und zur Abstimmung gestellt werden. Wenn genügend Kollegen aus anderen Verwaltungen für einen Vorschlag stimmen, wird dieser mit einem der nächsten Releases zur Verfügung gestellt.
imperia CMS kombiniert mit der neu fokussierten Strategie die Vorteile einer gepflegten, sicheren IT-Lösung mit den Möglichkeiten, der Flexibilität und der Offenheit eines Open-Source-Systems. Durch die Ergänzung von „Professional Service“ für Partner und Kommunen zieht auch in die Projektumsetzung zusätzliche kommunale Fachkompetenz ein.

Matthias Kant ist Geschäftsführer der pirobase imperia GmbH, Köln.


Stichwörter: CMS | Portale,


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale
Frau schaut auf Tablet

S-Public Services: PublicFlow für Prozesse

[01.04.2026] Die Plattform PublicFlow hat jetzt S-Public Services vorgestellt. Sie ermöglicht Kommunen die einfache digitale Bearbeitung von Verwaltungsanträgen Schritt für Schritt – sicher, effizient und mit automatisierter Unterstützung. mehr...

Bürgermeister Christian Zwingmann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die Leinefelde-Worbis-App zu sehen ist, im Hintergrund sind auf einem Display weitere App-Ansichten zu sehen.

Leinefelde-Worbis: Informationen direkt aufs Smartphone

[23.03.2026] Mit der Leinefelde-Worbis-App erhalten die Bürgerinnen und Bürger nicht nur städtische Informationen und Dienstleistungen auf ihr Smartphone. Mittels Schadensmelder können sie auch Mängel im öffentlichen Raum mitteilen oder per Umfragemodul an Befragungen teilnehmen. Die modular konzipierte Lösung wird auf Servern in Deutschland gehostet. mehr...

Finger tippt auf einem Smartphone, im Hintergrund Bokeh-Effekte

Leipzig: Vieles ist schon online möglich

[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an. mehr...

In Wollpulloverärmeln steckende Hände tippen an einem Laptop, der auf einem niedrigen Couchtisch steht. Die ganze s´Szene ist warm beleuchtet.

Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet

[18.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...

Screenshot der Startseite des Bürgerportals Maerker Brandenburg.

Maerker Brandenburg: Neues Design, verbesserte Funktionen

[17.03.2026] Umfassend modernisiert ist jetzt das Bürgerportal Maerker Brandenburg online. Die Plattform wartet mit einer übersichtlichen Struktur, barrierefreier Nutzung und einer intuitiven Navigation auf. Zudem können Missstände noch einfacher über eine zentrale Suche und eine interaktive Karte gefunden, gesucht oder gemeldet werden. mehr...

Hand hält Handy mit Website der Stadt Mainz, Relaunch

Mainz: Neues Zeitalter der Online-Präsenz

[16.03.2026] Einen umfassenden Relaunch hat der Internetauftritt von Mainz erfahren. Er wartet mit einer neuen technischen Basis, neuen Funktionalitäten und inhaltlich mit starkem Fokus auf Services der Stadtverwaltung auf. Weiterentwicklungen sind bereits in Planung. mehr...

Altstadtgasse mit nebeneinander liegenden Holztüren in verschiedenen Farben

Nordrhein-Westfalen: Digitale Eingangstür zur Verwaltung

[12.03.2026] Eine verwirrende Vielzahl von Verwaltungsportalen erschwert den Zugang zur benötigten Verwaltungsleistung. Nordrhein-Westfalen betreibt nun eine Portalkonsolidierung: Statt sich durch verschiedene Portale zu navigieren, genügt ein Einstiegspunkt, der – per KI – den Weg zum passenden Angebot weist. mehr...

Zwei Desktopbildschirme zeigen unterschiedliche Seiten des Stuttgarter Internetportals an.

Barrierefreiheit: Studie sieht Stuttgart auf Rang vier

[11.03.2026] Das Internetportal der Landeshauptstadt Stuttgart gehört laut einer Studie zu den barriereärmsten kommunalen Webseiten in Deutschland. Unter 83 untersuchten Städten belegt stuttgart.de den vierten Platz. Die Untersuchung zeigt zugleich: Vollständig barrierefrei ist bisher kein Stadtportal. mehr...

fünf Personen vor einem Bildschirm_relaunch_kreis Neuwied

Kreis Neuwied: Website erneuert

[04.03.2026] Seine Internetpräsenz hat der Kreis Neuwied neu gestaltet. Nach dem Relaunch präsentiert sich die Website nun nutzerfreundlich, barrierefrei und konsequent auf Service ausgerichtet. mehr...

Screenshot der Rosengarten-App.

Rosengarten: App schafft digitale Nähe

[17.02.2026] Um Servicethemen und Meldungen noch direkter und unkomplizierter zu vermitteln, bietet die Gemeinde Rosengarten ab sofort eine City-App an. Die Kommune kann somit relevante Informationen in Echtzeit und gezielt verteilen. mehr...

Screenshot der Bernauer Plattform mit eingeblendeten Eye-Able-Einstellungen.

Bernau bei Berlin: Barrierearmes Online-Rathaus

[11.02.2026] In Bernau bei Berlin können die Bürgerinnen und Bürger über das Serviceportal Rathaus online bestimmte Verwaltungsdienste zeit- und ortsunabhängig digital in Anspruch nehmen. Der integrierte Eye-Able-Assistent erleichtert Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Plattform. mehr...

Screenshot der Startseite von Augsburg.de mit eingeblendetem Barrierefreiheit-Menü.

Augsburg: Informationen in Leichter Sprache

[11.02.2026] Die Augsburger Website kann nun in 15 Sprachen und zahlreiche Inhalte auch in Leichter Sprache ausgespielt werden. Die Plattform soll so barriereärmer werden. Das Angebot wird Schritt für Schritt erweitert. mehr...

Screenshot leben in Weimar

Weimar: Leben in der Stadt im Überblick

[06.02.2026] Die Stadt Weimar hat ihre Internetseiten rund um das Leben in der thüringischen Kommune überarbeitet und neu strukturiert. Statt eines komplexen Mixes aus Zuständigkeiten, Formularen und Verweisen stehen nun lebensnahe Themen im Mittelpunkt. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Whiteboard mit einer Präsentation der Integriert-App versammelt, zwei davon drücken symbolisch den Startknopf des neuen Angebots.
bericht

Essen / Kaiserslautern / Würzburg: Integreat-App unterstützt Zugezogene

[03.02.2026] Um zugewanderten und geflüchteten Menschen das Ankommen in der Stadt zu erleichtern, greifen jetzt auch Essen und Würzburg auf die Integreat-App zurück. Kaiserslautern bietet die Open-Source-Anwendung bereits seit sechs Jahren an und stellt sie neuerdings in 13 Sprachen zur Verfügung. mehr...

Screenshot Serviceportal Kreis Wittenberg

Kreis Wittenberg: Service im Portal

[30.01.2026] Im Serviceportal der Kreisverwaltung Wittenberg können Dienstleistungen digital in Anspruch genommen werden. Das Online-Angebot wird kontinuierlich ausgebaut. Der Verwaltung ist aber auch der persönliche Kontakt wichtig. mehr...