Samstag, 23. Mai 2026

Netzallianz Digitales DeutschlandKursbuch veröffentlicht

[09.10.2014] Im Kursbuch Netzausbau beschreibt die Netzallianz Digitales Deutschland den Ausbaupfad für eine flächendeckende Breitband-Versorgung bis zum Jahr 2018. Noch fehlen allerdings konkrete Zusagen für Fördermittel, bemängeln Interessenverbände.

Die Netzallianz Digitales Deutschland hat in Berlin ihr Kursbuch Netzausbau vorgestellt. Es beschreibt, wie eine flächendeckende Versorgung der bundesdeutschen Haushalte mit Bandbreiten von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bis zum Ende des Jahres 2018 erreicht werden kann. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) äußert sich positiv zu den im Kursbuch genannten Bemühungen, die Aktivitäten vieler Marktteilnehmer zu bündeln: Die flächendeckende Verfügbarkeit von Breitband-Internet sei entscheidend für Deutschlands Zukunft. Vor allem in ländlichen Gebieten sei der Ausbau aber ohne ein kommunales Engagement nicht denkbar. Immer mehr kommunale Unternehmen würden auf hochleistungsfähige Glasfaserkabel setzen. In sehr ländlichen Gebieten sei der Breitband-Ausbau gleichwohl nur mit Fördermitteln möglich. Der Bund müsse daher konkrete Zusagen für Fördermittel geben. Dem schließt sich der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) an: Ohne staatliche Förderung sei das Ziel der flächendeckenden Versorgung in allen ländlichen Gebieten bis zum Jahr 2018 trotz aller Anstrengungen der Unternehmen nicht erreichbar. Die Unternehmen und Kommunen bräuchten beim Thema Fördermittel rasch Planungssicherheit. „Wenn in den wirtschaftlich schwierig versorgbaren Gebieten der Ausbau konsequent vorangetrieben werden soll, müssen wir wissen, wie viele Fördermittel wann und wofür konkret zur Verfügung gestellt werden“, sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.
Der Hightech-Verband BITKOM fordert eine rasche Umsetzung der für den Ausbaupfad zugesagten Maßnahmen: So soll es erstmals ein Förderprogramm des Bundes für Regionen geben, in denen ein marktgetriebener Ausbau nicht möglich ist. „Noch 2014 muss der Weg frei gemacht werden für die Vergabe der 700-MHz-Frequenzen für den mobilen Datenverkehr“, so Rohleder. Zusätzliche Frequenzen im 700er-MHz-Band für die Anbieter seien der größte Hebel für den schnellen, flächendeckenden Ausbau mit Super-Breitband. Diese Chance sollten das Bundesfinanzministerium und einzelne Bundesländer nicht länger blockieren.





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