SachsenWohnsitzanmeldung zügig ausgerollt

Über zwei Drittel aller sächsischen Meldebehörden sind inzwischen an die elektronische Wohnsitzanmeldung angebunden.
(Bildquelle: anima21/123rf.com)
Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands lässt sich die Anmeldung einer neuen Haupt- oder alleinigen Wohnung mit der Elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA) ohne persönlichen Termin erledigen. Nutzerinnen und Nutzer erhalten eine digitale Meldebestätigung und können die Daten auf ihrem Personalausweis, Reisepass oder ihrer eID-Karte aktualisieren. Die bundesweite Übersichtsseite des Dienstes weist für Sachsen derzeit 205 angeschlossene Meldestellen aus.
Nach Angaben des kommunalen IT-Zweckverbands Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) wurde dieser Stand innerhalb von rund acht Monaten erreicht. Damit waren mehr als zwei Drittel der 290 sächsischen Meldebehörden angebunden. Der Dienst steht laut KISA mehr als 90 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner zur Verfügung. Der Zweckverband bezeichnet die Einführung als den bislang schnellsten Roll-out eines Einer-für-Alle-Dienstes (EfA) im Freistaat. Vorausgegangen war eine zweimonatige Pilotphase mit den Meldestellen in Dresden, Leipzig, Grimma und Meißen.
Viele Beteiligte beim Roll-out
An der Einführung waren mehrere Stellen von Land und Kommunen sowie die beiden IT-Dienstleister KISA und Dataport beteiligt. Die Sächsische Staatskanzlei übernahm nach Angaben von KISA die Finanzierung der Roll-out-Unterstützung und koordinierte ressortübergreifende Abstimmungen. Das Sächsische Staatsministerium des Innern verantwortete die fachliche Umsetzung. Die Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) übernahm die vertragliche Umsetzung des Gesamtprojekts und beauftragte KISA mit der Begleitung der Kommunen.
Die technische Bereitstellung des in Hamburg entwickelten EfA-Dienstes übernahmen die Hamburger Senatskanzlei und der öffentlich-rechtliche IT-Dienstleister Dataport. Der Sächsische Städte- und Gemeindetag sowie der Sächsische Landkreistag unterstützten die Kommunikation mit den Kommunen. Nach Einschätzung von KISA trug diese Aufgabenverteilung wesentlich dazu bei, dass zahlreiche Meldestellen innerhalb weniger Monate angeschlossen werden konnten.
Weitere Meldestellen sollen folgen
Der Online-Dienst ist rund um die Uhr und kostenlos nutzbar. Er unterstützt die Anmeldung einer Haupt- oder alleinigen Wohnung für volljährige Einzelpersonen sowie für Familien, die gemeinsam umziehen. Nebenwohnungen und Änderungen des Wohnungsstatus sind bislang nicht abgedeckt. Für die Nutzung werden unter anderem die Online-Ausweisfunktion, die zugehörige PIN und ein NFC-fähiges Smartphone oder Kartenlesegerät benötigt.
Weitere sächsische Meldestellen sollen schrittweise folgen. KISA wertet das Projekt zugleich als Vorlage für die Einführung weiterer EfA-Dienste. Die Zusammenarbeit von Land, kommunalen Spitzenverbänden, IT-Dienstleistern und Meldestellen habe gezeigt, dass sich ein landesweiter Roll-out bei klar verteilter Verantwortung vergleichsweise schnell organisieren lasse.
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