Sonntag, 23. August 2026

SachsenWohnsitzanmeldung zügig ausgerollt

[19.08.2026] Die Elektronische Wohnsitzanmeldung ist in Sachsen inzwischen in 205 Meldestellen verfügbar. Damit können nach Angaben des kommunalen IT-Zweckverbands KISA mehr als 90 Prozent der Bevölkerung ihren Wohnsitz vollständig digital und ohne Behördengang an- oder ummelden.
In der Freien und Hansestadt Hamburg ist jetzt der Online-Dienst elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) an den Start gegangen.

Über zwei Drittel aller sächsischen Meldebehörden sind inzwischen an die elektronische Wohnsitzanmeldung angebunden.

(Bildquelle: anima21/123rf.com)

Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands lässt sich die Anmeldung einer neuen Haupt- oder alleinigen Wohnung mit der Elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA) ohne persönlichen Termin erledigen. Nutzerinnen und Nutzer erhalten eine digitale Meldebestätigung und können die Daten auf ihrem Personalausweis, Reisepass oder ihrer eID-Karte aktualisieren. Die bundesweite Übersichtsseite des Dienstes weist für Sachsen derzeit 205 angeschlossene Meldestellen aus.
Nach Angaben des kommunalen IT-Zweckverbands Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) wurde dieser Stand innerhalb von rund acht Monaten erreicht. Damit waren mehr als zwei Drittel der 290 sächsischen Meldebehörden angebunden. Der Dienst steht laut KISA mehr als 90 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner zur Verfügung. Der Zweckverband bezeichnet die Einführung als den bislang schnellsten Roll-out eines Einer-für-Alle-Dienstes (EfA) im Freistaat. Vorausgegangen war eine zweimonatige Pilotphase mit den Meldestellen in Dresden, Leipzig, Grimma und Meißen.

Viele Beteiligte beim Roll-out

An der Einführung waren mehrere Stellen von Land und Kommunen sowie die beiden IT-Dienstleister KISA und Dataport beteiligt. Die Sächsische Staatskanzlei übernahm nach Angaben von KISA die Finanzierung der Roll-out-Unterstützung und koordinierte ressortübergreifende Abstimmungen. Das Sächsische Staatsministerium des Innern verantwortete die fachliche Umsetzung. Die Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) übernahm die vertragliche Umsetzung des Gesamtprojekts und beauftragte KISA mit der Begleitung der Kommunen.
Die technische Bereitstellung des in Hamburg entwickelten EfA-Dienstes übernahmen die Hamburger Senatskanzlei und der öffentlich-rechtliche IT-Dienstleister Dataport. Der Sächsische Städte- und Gemeindetag sowie der Sächsische Landkreistag unterstützten die Kommunikation mit den Kommunen. Nach Einschätzung von KISA trug diese Aufgabenverteilung wesentlich dazu bei, dass zahlreiche Meldestellen innerhalb weniger Monate angeschlossen werden konnten.

Weitere Meldestellen sollen folgen

Der Online-Dienst ist rund um die Uhr und kostenlos nutzbar. Er unterstützt die Anmeldung einer Haupt- oder alleinigen Wohnung für volljährige Einzelpersonen sowie für Familien, die gemeinsam umziehen. Nebenwohnungen und Änderungen des Wohnungsstatus sind bislang nicht abgedeckt. Für die Nutzung werden unter anderem die Online-Ausweisfunktion, die zugehörige PIN und ein NFC-fähiges Smartphone oder Kartenlesegerät benötigt.
Weitere sächsische Meldestellen sollen schrittweise folgen. KISA wertet das Projekt zugleich als Vorlage für die Einführung weiterer EfA-Dienste. Die Zusammenarbeit von Land, kommunalen Spitzenverbänden, IT-Dienstleistern und Meldestellen habe gezeigt, dass sich ein landesweiter Roll-out bei klar verteilter Verantwortung vergleichsweise schnell organisieren lasse.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Allgemein

KGSt: Leitfaden zu Robotic Process Automation vorgelegt

[13.08.2026] Die KGSt legt einen Leitfaden für die strukturierte Einführung und Umsetzung von Robotic Process Automation in Kommunalverwaltungen vor. Zwei aufeinander abgestimmte Lebenszyklen und Praxisbeispiele aus 14 Kommunen sollen zeigen, wie sich Software-Roboter dauerhaft in Verwaltungsprozesse integrieren lassen. mehr...

Saarland: Standesamt wird digital

[05.08.2026] Standesämter im Saarland bieten zentrale Leistungen rund um Eheschließung und Personenstandsurkunden digital an. Neue Online-Dienste sollen Behördengänge reduzieren und Verwaltungsabläufe vereinfachen. mehr...

Stadtverwaltung Dresden kommuniziert nun auch via Threads und WhatsApp.

Dresden: Stadt-App mit neuem Konzept

[19.06.2026] Die bisherige Nachhaltigkeits-App Cleema startet unter neuem Namen und mit erweitertem Konzept in die Zukunft. In Zusammenarbeit der Firmen Sandstorm und der Stesad entwickelt sich Livi zur Plattform für alle, die Dresden erleben und mitgestalten möchten. mehr...

Justizia-Staue auf einem Tisch, heller Hintergrund

Mecklenburg-Vorpommern: Rechtsvorschriften durchgängig digital

[11.06.2026] Mecklenburg-Vorpommern erweitert mit dem technischen Dienstleister TSA Public Service das Modul „Kommunales Recht“ der Infodienste.MV. Kommunen sollen Satzungen, Dienstanweisungen und Verordnungen künftig digital erarbeiten, ausfertigen und bekanntmachen können. mehr...

Personengruppe steht um einen Tisch herum und betrachtet Papiere und Kataloge, im Hintergrund Fotos an Stellwänden.

Essen: Museum Folkwang digitalisiert Archivbestände

[05.06.2026] In Essen wurde ein Pilotprojekt zur Digitalisierung historischer Museumsakten abgeschlossen. Rund siebeneinhalb Regalmeter an Akten sind nun online recherchierbar. Das Besondere: Eine spezielle Lizenz erlaubt die rechtssichere Veröffentlichung ohne Schwärzungen. mehr...

Screenshot der Sommer-Tourismus-Webseite

Lippstadt: Stadtmarketing nach Jahreszeit

[04.06.2026] Ein neues Webportal bündelt das Angebot sommerlicher Freizeit- und Erlebnismöglichkeiten in Lippstadt an einem Fleck – und geht über einen bloßen Veranstaltungskalender hinaus. Schon im Winter hatte die Stadt ein spezielles Webangebot für Adventsaktivitäten aufgebaut. mehr...

Blick von oben in eine Stuttgarter Straße

Baden-Württemberg: Digitaler Wohnberechtigungsschein

[26.05.2026] Der neue Onlineprozess zum digitalen Wohnberechtigungsschein soll die Kommunen in Baden-Württemberg entlasten, Bearbeitungszeiten verkürzen und Abläufe effizienter machen.
 mehr...

Gruppenfoto von wnkenden Menschen auf einer Wiese aus Vogelperspektive

Osnabrück: Pilotkommune im DigitalPakt Alter

[15.04.2026] Der Digitalpakt Alter fördert Lern- und Beratungsangebote vor Ort, macht Angebote sichtbar und bietet Informationen online. Nun startete das Pilotprojekt „Kommunen im DigitalPakt Alter“, in dem Netzwerke zur Förderung digitaler Kompetenzen älterer Menschen aufgebaut werden sollen. Osnabrück wurde eine von zehn Pilotkommunen. mehr...

Eine Person sitzt an einem Laptop über dem unterschiedliche Symbole zur Medienwiedergabe schweben.

Kommunale Prozessmanager/in: Zweite Runde des Picture-Programms

[07.01.2026] Im Herbst 2025 hat Picture erstmals das Ausbildungsprogramm Kommunale Prozessmanager/-in angeboten. Wegen des großen Interesses kann im Oktober 2026 der zweite Jahrgang das Qualifizierungsprogramm absolvieren. mehr...

Ein Paar trägt Kartons durch ein Zimmer, in dem zahlreiche Umzugskartons zu sehen sind.

Thüringen: eWA erreicht über eine Million Bürger

[28.11.2025] In Thüringen sind zwischenzeitlich 84 Meldebehörden an die elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) angeschlossen, sodass sie mehr als eine Million Thüringer nutzen können. Bis Ende 2026 will der Freistaat den Onlinedienst flächendeckend anbieten. mehr...

Sachsen: Elektronische Meldebescheinigung eingeführt

[25.11.2025] Auch in Sachsen können die Bürgerinnen und Bürger ihre Meldebescheinigungen ab sofort online beantragen und elektronisch erhalten. Maßgeblich begleitet wurden die Maßnahmen durch das Sächsische Innenministerium, die Staatskanzlei sowie den IT-Dienstleister SAKD. mehr...

Workshopsituation während des FORUM : In einem Konferenzraum stehende und diskutierende Gruppe von Männern..

Onlinezugangsgesetz: OZG-Erfahrungsaustausch in neuem Gewand

[18.11.2025] Das OZG-Programm-Management lud Akteure aus Bund, Ländern und Kommunen erneut zum OZG-Erfahrungsaustausch. Im Zentrum des Treffens, das erstmals unter einem neuen Namen stattfand, stand der Austausch von Praxiswissen. mehr...

Smartphone mit Mediensteuerungssymbolen auf der Bühne zwischen roten Vorhängen. 3D-Darstellung.

Brandenburg: Förderung für Digitalisierung im Kulturbereich

[22.10.2025] Die Förderung und Begleitung des digitalen Wandels im Kulturbereich im Land Brandenburg wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Für neue Projekte stehen rund 400.000 Euro zur Verfügung. Bis zum 30. Oktober können sich beispielsweise Gemeinden und Gemeindeverbände darum bewerben. mehr...

Auf dem Bildschirm eines aufgeklappten Laptops sind zwei und den Himmel ragende Kräne zu sehen, auf der Tastatur liegen eingerollte Baupläne, ein Modell des geplanten Gebäudes und Balken, welche die Energieeffizienz anzeigen.
bericht

Bauwesen: BIM-gestütztes Genehmigungsverfahren

[14.04.2025] Soll das Baugenehmigungsfahren effizient digitalisiert werden, müssen in der Kommunikation mit den Verfahrensbeteiligten durchgängig maschinenlesbare Daten verwendet werden. Das gilt auch für die Bauvorlagen. Building Information Modeling (BIM) macht dies möglich. mehr...