Dienstag, 7. Juli 2026

BMIMarktplatz für Verwaltungs-KI

[30.01.2025] Das Bundesinnenministerium hat den Marktplatz der KI-Möglichkeiten gestartet, um Behörden beim Einsatz von KI-Systemen zu vernetzen und die Nachnutzung zu erleichtern – zunächst bei der Bundesverwaltung, Kommunen sollen hinzukommen. Die Plattform erfüllt außerdem Transparenzpflichten aus der KI-Verordnung.

Der Marktplatz der KI-Möglichkeiten soll Bundesbehörden – und später Kommunen – vernetzen und bei der Nachnutzung von KI-Lösungen unterstützen.

(Bildquelle: neyro2008/123rf.com)

Zur Stärkung der Transparenz über den KI-Einsatz in der Bundesverwaltung hat das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) in enger Abstimmung mit allen weiteren Bundesministerien einen so genannten  Marktplatz der KI-Möglichkeiten (MaKI) entwickelt, der ab sofort unter kimarktplatz.bund.de erreichbar ist. Der Marktplatz der KI-Möglichkeiten soll erstmals eine Übersicht über bestehende und geplante KI-Systeme der Bundesverwaltung bieten und Behörden beim KI-Einsatz vernetzen. So sollen Kooperationen und die Nachnutzung bestehender KI-Systeme erleichtert werden. „Wir arbeiten daran, den Staat durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz effizienter und damit Service- und Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger schneller und unbürokratischer zu machen. Dabei ist es wichtig, offen und transparent mit der Technologie umzugehen. Hierdurch schaffen wir Vertrauen. Diesen Anspruch setzen wir mit der Veröffentlichung des KI-Marktplatzes heute um“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

Transparenzpflichten umgesetzt

Der Marktplatz der KI-Möglichkeiten wird zunächst auf Bundesebene Ministerien und Behörden mit passenden KI-Systemen und Bedarfen zueinander bringen. So soll er eine neue Transparenz über die KI-Anwendungslandschaft, Leuchtturmprojekte und Erfahrungswerte in der Bundesverwaltung bieten. Neben der Erfassung und Veröffentlichung von KI-Systemen werden über ein Dashboard Kennzahlen zur KI-Nutzung visualisiert. Der Marktplatz soll kontinuierlich weiterentwickelt und um weitere Funktionalitäten ergänzt werden. Durch die Veröffentlichung des KI-Marktplatzes werden für die Bundesverwaltung die eigentlich erst ab August 2026 geltenden Transparenzpflichten aus der KI-Verordnung teilweise bereits umgesetzt – hier konkret die Veröffentlichung der Nutzung bestimmter KI-Systeme in einer Transparenzdatenbank.

Eine testweise Einbindung von Ländern und Kommunen auf dem Marktplatz der KI-Möglichkeiten wurde durch den IT-Planungsrat bereits beschlossen. Es ist derzeit geplant, im ersten Quartal 2025 mit einer Pilotierung zu beginnen. Der Marktplatz wurde als ein Pilotprojekt des im Aufbau befindlichen Beratungszentrums für Künstliche Intelligenz (BeKI) entwickelt.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
mit punkten durchzogenes Gehirn vor Laptop-Bildschirm

Umfrage: Echtzeitdaten schaffen Vertrauen in die KI

[07.07.2026] Der Schutz sensibler Bürgerdaten durch einheitliche Sicherheits- und Zugriffskontrollen wird zum entscheidenden Fundament für vertrauenswürdige KI im öffentlichen Sektor. Herkömmliche Datenarchitekturen erweisen sich dabei für Agentische KI als zu träge. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Unternehmens Denodo Technologies. 
 mehr...

2 Männer vor Bildschirm, die einen Startknopf drücken_KI_Chatbot_INGO-gestartet

St. Ingbert: Chatbot INGO gestartet

[02.07.2026] Bürgerinnen und Bürger in St. Ingbert können sich künftig auch an Chatbot INGO wenden. Rückmeldungen aus der Nutzung fließen in die Optimierung des Angebots ein. mehr...

cit intelliForm KIM

cit: KI für Low-Code-Plattform

[02.07.2026] Mit cit intelliForm KIM hat Anbieter cit seine Low-Code-Plattform um eine KI-Komponente erweitert. Sie soll den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, die Effizienz der Verwaltung steigern und die digitale Souveränität stärken. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Axians Infoma: Intelligente Prozessautomatisierung

[01.07.2026] Klare Regeln und menschliche Kontrolle sollen den Einsatz neuer KI-Agenten in Infoma Online absichern. Die digitalen Assistenten übernehmen vorbereitende Arbeitsschritte in der kommunalen Sachbearbeitung; zunächst bei Stundungen, Amtshilfeersuchen sowie der Bearbeitung von Bankverbindungen und SEPA-Mandaten. mehr...

Ansicht von Wolfsburg, Autistadt Museum

Wolfsburg: Mit KI Park die Zukunft im Blick

[30.06.2026] Die Stadt Wolfsburg und das KI-Innovationsnetzwerk KI Park haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel ist es unter anderem, passende Anwendungsfelder zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in Wolfsburg zu identifizieren. mehr...

Smart CJM: KI-Lösungen integriert

[30.06.2026] Die KI-gestützten mehrsprachigen Voicebots von neuraflow und Zaitgeist werden jetzt in die Plattform Smart NexCX von Smart CJM eingebunden. Bürgerinnen und Bürger können damit Termine bei ihrer Kommune telefonisch rund um die Uhr buchen. mehr...

Gruppenbild

Kreis Borken: KI-Assistent für Pflegeanträge

[29.06.2026] Der Kreis Borken hat im Agentic AI Hub des BMDS einen KI-Assistenten für Anträge auf Hilfe zur Pflege erprobt. In ausgewählten Arbeitsschritten sank die Bearbeitungszeit nach Angaben des Kreises um bis zu 35 Prozent. Nun soll die Lösung in den Echtbetrieb gehen. mehr...

Bildschirm_Stühle_Abschluss_Agentic_AI_Hub

Agentic AI Hub: München erprobt KI

[25.06.2026] Im Rahmen des Agentic AI Hub wurde in München ein funktionsfähiger, KI-basierter Prototyp entwickelt, der die Bearbeitung von Anträgen im Bereich Einbürgerung und Ausländerrecht deutlich beschleunigt. mehr...

Komm.ONE: Hackathon zu KI-Lösungen

[25.06.2026] Studierende haben beim Hackathon #CodeTheState KI-Lösungen für Herausforderungen in Kommunen entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, wie Städte, Gemeinden und Landkreise von neuen Ansätzen für Krisenschutz, Geodaten und digitale Verwaltungsprozesse profitieren könnten. mehr...

Luftaufnahme Stadt Trier

Trier/Mainz/Ludwigshafen/Koblenz: KI-Kooperation besiegelt

[24.06.2026] Damit nicht jede Verwaltung ihre eigenen Lösungen aufbauen muss, wollen die rheinland-pfälzischen Städte Mainz, Ludwigshafen, Trier und Koblenz bei der Entwicklung von KI-Anwendungen künftig eng zusammenarbeiten. mehr...

Montage mit Fiormenlogos und Laptop

Komm.ONE/neuraflow: KI-Ökosystem für Kommunen

[23.06.2026] Der IT-Dienstleister Komm.ONE und das GovTech-Unternehmen neuraflow bieten Kommunen in Baden-Württemberg ein KI-Ökosystem auf souveräner deutscher Cloud-Infrastruktur. Die Lösung soll Bürgerservice und interne Abläufe unterstützen und dabei Datenschutzvorgaben einhalten. mehr...

Fabasoft: Erweiterung um KI-Funktionen

[22.06.2026] Fabasoft Boards erweitert seine Plattform für digitales Sitzungsmanagement um neue KI-Funktionen. Die Software soll Verwaltungsräte und Führungsgremien bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Sitzungen entlasten und gleichzeitig hohe Anforderungen an Datenschutz und Compliance erfüllen. mehr...

Drei Männer vor einem Bildschirm_KI-Chatbot in Gütersloh vorgestellt

Gütersloh: Chatbot erweitert Service

[22.06.2026] Die Stadt Gütersloh hat ihr Serviceangebot für Bürgerinnen und Bürger um einen Chatbot erweitert. Der digitale Assistent gibt in mehr als 100 Sprachen barrierefrei Auskunft. Ein Avatar im Rathausfoyer soll den Service künftig erweitern. mehr...

Symbol_Chatbot_Stadt_Bingen_BIN_KI

Bingen: Beliebter Chatbot

[18.06.2026] Der Binger Chatbot BIN-KI erfreut sich großer Beliebtheit: Mehrere tausend Bürgeranfragen gingen seit Jahresbeginn ein, eine mehrsprachige Eingabe ist im Echtbetrieb und weitere Ausbauschritte befinden sich bereits in der Umsetzung. mehr...

Die pandemische Lage hat auch 2021 die Themen Datenschutz und Informationsfreiheit bestimmt.

Baden-Württemberg: Arbeitshilfen zu KI in der Verwaltung

[18.06.2026] Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Baden-Württemberg hat zwei neue Praxishilfen vorgelegt. Dabei geht es um KI-Transkription von Gemeinderatssitzungen sowie um den § 3a Landesdatenschutzgesetz zum KI-Einsatz in der Verwaltung. mehr...