govdigitalMartin Schallbruch designierter CEO
Die vor rund zwei Jahren gegründete Genossenschaft govdigital bietet der öffentlichen Verwaltung ein Betriebsmodell an, um digitale Leistungen über föderale Grenzen hinweg auszutauschen. Nach eigenen Angaben erreicht govdigital über ihre 20 Mitglieder bereits etwa 65 Prozent aller deutschen Kommunen. Die Genossenschaft habe bereits mehrere Projekte umgesetzt, die unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur deutschlandweit digitale Leistungen bereitstellen. So werde beispielsweise der digitale Impfnachweis auf Basis sicherer QR-Codes im Auftrag von govdigital bei einem Mitglied gehostet. Ein anderes Beispiel sei die Blockchain: Dafür biete govdigital im Auftrag Sachsen-Anhalts eine Lösung, auf deren Basis die Bundesdruckerei das Digitale Schulzeugnis bereitstellt.
Nun gibt die Genossenschaft bekannt, dass es für die künftige Entwicklung gelungen sei, Martin Schallbruch ab Januar 2022 als Mitglied des Vorstands und CEO der Genossenschaft zu gewinnen. Der Fachmann und Stratege für öffentliche IT und IT-Sicherheit besitze mehr als zwei Jahrzehnte Branchenerfahrung, ein breites Netzwerk und tiefes Verständnis für föderale Zusammenarbeit im digitalpolitisch-administrative Prozesse. Als IT-Direktor und CIO im Bundesinnenministerium hat der Informatiker zahlreiche Digitalvorhaben der deutschen Verwaltung begleitet. Ab 2016 hat Schallbruch zunächst als stellvertretender und dann als Direktor das interdisziplinäre Digital Society Institute übernommen, ein wirtschaftsnahes Forschungsinstitut an der European School of Management and Technology in Berlin. Zudem sei er Lehrbeauftragter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und engagiere sich seit Jahren für die Digitale Souveränität des Staates. Der für den erfolgreichen Aufbau der govdigital verantwortliche bisherige Geschäftsführer Matthias Kammer werde der Genossenschaft weiter beratend zur Seite stehen.
Einer der Schwerpunkte des kommenden Jahres werde der weitere Aus- und Aufbau der Genossenschaft sein. govdigital wolle sich weiter verstärken und seinen öffentlichen Mitgliedern eine Plattform für die Realisierung gemeinsamer Leistungen digitaler Daseinsvorsorge ermöglichen, von Einer-für-Alle-Leistungen bis hin zu Cloud-Diensten.
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