Fiberdays22Neuer Besucherrekord

fiberdays 22 verzeichnen Besucherrekord.
(Bildquelle: Bundesverband Breitbandkommunikation)
Einen neuen Besucherrekord meldet der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) für die Fiberdays22 (14. bis 15. Juni 2022, Wiesbaden, wir berichteten). „Endlich wieder Fiberdays – das war das einhellige Feedback der über 5.500 Fachbesucherinnen und Fachbesucher, die wir auf unserer Digital- und Glasfasermesse begrüßen durften“, resümiert BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers. „Denn der Glasfaserausbau läuft überall im Land auf Hochtouren und Unternehmen, Politik, Verwaltung und Verbände arbeiten an Lösungen, wie wir Deutschland bis 2030 flächendeckend mit echter Glasfaser ausstatten. Wir haben dem nach der Pandemiezeit entstandenen Messehunger der Branche Rechnung getragen und die Messefläche auf 10.000 Quadratmeter und zwei komplette Messehallen erweitert. Besonders freut es uns, dass wir dieses Wachstum auch bei den Fachbesucherinnen und -Besuchern sehen, deren Zahl sich mehr als verdoppelt hat. Mit über 5.500 Teilnehmenden haben die Fiberdays eine neue Dimension erreicht.“
Während das Kongressprogramm von Kontroversen rund um die neue Gigabitstrategie der Bundesregierung geprägt war, wurden in den Seminaren und Workshops praxisnahe Themen diskutiert. 200 Sprecher, 70 Kongressveranstaltungen und mehr als 230 Aussteller gestalteten das Programm.
Geförderten Überbau vermeiden
Am ersten Messetag ging es vor allem um die richtigen politischen Rahmenbedingungen für einen beschleunigten Glasfaserausbau. Am Eröffnungskongress nahmen die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus, Daniela Kluckert, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr sowie Meta Group Director DACH & EMEA Kai Herzberger teil. Das CEO-Panel besetzten Soeren Wendler (Deutsche GigaNetz), Thorsten Dirks (Deutsche Glasfaser), Stefan Holighaus (DNS:NET), Jürgen Hansjosten (InfraFibre Germany) und Jens Prautzsch (Unsere Grüne Glasfaser).
Einig waren sich Politik und CEOs darin, dass die aktuelle Marktdynamik und die umfangreichen Investitionszusagen privater Akteure nicht durch eine überbordende öffentliche Förderpolitik gefährdet werden dürfen. Im CEO-Panel wurde mehrfach die Erwartung eines „Fördertsunamis“ thematisiert, der das aktuell erfolgreiche Investorenmodell kaputtmache. Es stehe genügend Kapital zur Verfügung, um den Marathon Glasfaserausbau erfolgreich ins Ziel zu bringen. Verunsicherung durch geförderten Überbau müsse deshalb unbedingt vermieden werden. Auf die Frage des Moderators Jens Böcker nach einer Prognose zum Stand des Glasfaserausbaus 2025 rechnete einer der Panellisten vor: „Wir können vier bis fünf Millionen Anschlüsse im Jahr bauen. 2025 werden wir sehr viel weiter sein als heute, aber eben noch nicht fertig, sondern eher bei der Hälfte des Weges.“
Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Am zweiten Messetag waren Kooperationen zwischen Unternehmen der Telekommunikationsbranche ein Topthema. Die Panellisten betonten hier die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe sowohl zwischen überregional agierenden Netzbetreibern und lokal verwurzelten Stadtwerken, als auch mit der Wohnungswirtschaft. Auf diese Weise ließen sich mögliche Synergien heben. Großes Interesse zeigte das Fiberdays-Publikum laut BREKO außerdem am Themenkomplex Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Zum einen präsentierte die Technische Hochschule Mittelhessen eine aktuelle Studie zur Nachhaltigkeit digitaler Infrastrukturen. Zum anderen gab es Kongressbeiträge zur Ökobilanz der Digitalisierung sowie zur Nachhaltigkeit regionaler Rechenzentren.
Alexander Handschuh, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, hat auf den Fiberdays22 die Umfrage „Zukunftsradar Digitale Kommune“ vorgestellt. Dabei beschrieb er die zentrale Rolle der Digital- und Glasfasermesse: „Um Deutschland flächendeckend mit Glasfaser auszubauen, sind Kommunikation und Zusammenarbeit besonders wichtig. Die Fiberdays leisten hierzu einen entscheidenden Beitrag, indem sie Unternehmen, öffentlichen Sektor und Kommunen in den Austausch bringen.“
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