Montag, 18. Mai 2026

Kreis TirschenreuthNeues Modul im Jugendamt

[27.04.2022] Ein neues Software-Modul von OK.JUS hat im Landkreis Tirschenreuth Premiere gefeiert. Die Kommune arbeitet seit Kurzem damit und hat bereits zahlreiche Vorteile für sich ausgemacht.

Das Jugendamt im bayerischen Landkreis Tirschenreuth ist mit dem jüngsten OK.JUS-Modul als erstes Jugendamt in Deutschland in Echtbetrieb gegangen. Wie der Hersteller, die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) mitteilt, unterstützt das Modul bei der Ausführung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII. Wie der IT-Dienstleister weiter berichtet, wurde das Vorgängerprodukt der AKDB – OK.KIWO – in Tirschenreuth Ende März 2022 abgeschaltet. Seit 1. April bearbeite das Jugendamt 8a-Meldungen nur noch in OK.JUS.
Das Modul „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ sollte so schnell wie möglich mit OK.JUS in Betrieb genommen werden, um alles in einem Programm zu haben, meint Elke Riedl, Verfahrensbetreuerin von OK.JUS im Tirschenreuther Jugendamt. Dass die Umstellung so schnell vollzogen werden konnte, lag nach Aussage von Elke Riedl daran, dass die Fachkräfte in den Sozialen Diensten im neuen Modul dieselben Prozesse wiederfanden. „Der Umstieg war ganz einfach. Den Prozess aus OK.KIWO haben wir in OK.JUS fast eins zu eins übernommen. Die aus OK.KIWO bekannten Funktionalitäten stehen in OK.JUS wieder zur Verfügung.“ Der Vorteil: Diese werden in OK.JUS um vielfältige Funktionen ergänzt. Etwa durch ausgefeilte Suchfunktionen und Filtermöglichkeiten.
Den größten Vorteil des Umstiegs sieht Elke Riedl darin, dass die Personendaten jetzt in einer Software erfasst werden und dass damit in anderen Bereichen des Jugendamts sofort weitergearbeitet werden kann. Weitere Vorteile sind laut der Pressemeldung der AKDB die elektronische Aktenführung und die einfache Erstellung von Dokumenten. Schließt eine Fachkraft im Jugendamt Tirschenreuth eine 8a-Meldung ab, erstellt sie ein Gesamtprotokoll und legt die Datei im unveränderlichen PDF-Format in der E-Akte ab. Kollegen und Vorgesetzte können sich zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf einen schnellen Überblick über die Sachlage verschaffen. Einen weiteren Nutzen für die Sachbearbeitung sieht Elke Riedl darin, dass auch Vorlagen für einzelne Dokumente hinterlegt werden können, zum Beispiel Anschreiben an das Gericht.





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