Mittwoch, 4. Februar 2026

BonnOrdnungsdienst effizient steuern

[04.08.2025] Ein Pilotprojekt zur Radarüberwachung von Beschwerde-Schwerpunkten hat die Stadt Bonn gestartet. Sie erhofft sich davon eine effizientere Steuerung des Kommunalen Ordnungsdienstes.
Zu sehen ist ein Laptop mit einem Übersichtsbild von einem Teil des Schulhofes der Kreuzbergschule.

Per Internet kann der Kommunale Ordnungsdienst auf die Daten der Radarüberwachung zugreifen.

(Bildquelle: Bundesstadt Bonn)

An der Kreuzbergschule in Lengsdorf im Stadtbezirk Hardtberg hat die Bundesstadt Bonn im Juli 2025 ein Pilotprojekt zur radargestützten Überwachung von öffentlichen Flächen gestartet. „Die Radarüberwachung soll vor allem an Orten zum Einsatz kommen, an denen es wiederholt zu Lärmbelästigung, Verunreinigungen oder Vandalismus kommt – etwa auf Schulhöfen oder Spiel- und Bolzplätzen. Von ihrem Einsatz erhoffen wir uns eine effizientere Steuerung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD)“, erklärt Ralf Bockshecker, Leiter des Amts für Bürgerdienste.

Personengruppe mit Hinweisschild und Laptop stehend vor einer Wand.

Stellten das Pilotprojekt vor: Sascha Hessenbruch (Abteilungsleiter), Chantal Roos (Bereich Kriminalprävention) und Ralf Bockshecker (Amtsleiter), alle drei vom Amt für Bürgerdienste (Bildquelle: Bundesstadt Bonn).

Wie die Stadt Bonn weiter mitteilt, erfassen die drei an der Kreuzbergschule eingesetzten Radarsensoren täglich zwischen 19 Uhr und 6 Uhr menschliche Bewegungen in einem Bereich von bis zu 5.600 Quadratmetern und analysieren diese mithilfe Künstlicher Intelligenz. Bei Überschreitung definierter Aktivitätsgrenzen werde die Leitstelle des KOD automatisch alarmiert. Die Mitarbeitenden dort könnten dann webbasiert auf das System zugreifen, die aktuelle Lage vor Ort live beurteilen und gezielt reagieren, beispielsweise eine Kontrolle vor Ort veranlassen. 

Die eingesetzte Technologie sei vollständig datenschutzkonform, betont die Stadt Bonn. Personenbezogene Daten würden nicht erhoben, Personen lediglich als abstrahierte Punkte auf dem Radarbild erscheinen. Geplant sei, das System demnächst auch im Umfeld des Trinkpavillons in Bad Godesberg zu erproben.

Ein ähnliches System testet die Stadt Gelsenkirchen im Rahmen ihres Projekts KI meets Ordnung (wir berichteten).





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