RostockPilot für digitalen Bauantrag

Der digitale Bauantrag macht ein komplexes Verwaltungsverfahren zukunftsfähig.
(Bildquelle: goami/123rf.com)
Die Hansestadt Rostock bringt den digitalen Bauantrag offiziell an den Start. Ab sofort können Bauanträge vollständig online eingereicht und bearbeitet werden. Für Vorbescheide war dies bereits seit Oktober 2025 möglich. „Der Digitale Bauantrag ist ein entscheidender Schritt hin zu schnelleren, standardisierten und serviceorientierten Genehmigungsverfahren. Bauherrinnen und Bauherren gewinnen Planungssicherheit, Verwaltungen profitieren von einer deutlich effizienteren Kommunikation“, hebt Ute Fischer-Gäde, Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität, hervor.
Der Digitale Bauantrag bündelt nach Angaben der Stadt mehr als 30 Online-Dienste – darunter Bauanträge, Bauvoranfragen oder Teilbaugenehmigungen. Alle Verfahrensschritte sind durchgängig digital: von der Antragstellung über die Beteiligung der Fachstellen bis zur Entscheidung. Ein gemeinsamer digitaler Vorgangsraum ermögliche eine transparente und medienbruchfreie Kommunikation zwischen Bauherrschaft, Verwaltung und Trägern öffentlicher Belange. Der digitale Prozess mache Bearbeitungsstände jederzeit nachvollziehbar, verkürze Abstimmungswege und erleichtere die Zusammenarbeit der Fachämter.
Vorreiter bei der OZG-Umsetzung
Rostock übernimmt eigenen Angaben zufolge als Pilotkommune der EfA-Dienstleistung „Digitale Baugenehmigung“ des Landes eine Vorreiterrolle bei der OZG-Umsetzung. Mecklenburg-Vorpommern hat die bundesweite Federführung für das Themenfeld „Bauen und Wohnen“ und entwickelt den digitalen Dienst gemeinsam mit den Pilotkommunen Rostock, Leipzig und Bremen zur Nachnutzung in ganz Deutschland.
„Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie komplexe Verwaltungsverfahren durch konsequente Digitalisierung zukunftsfähig gemacht werden können“, sagt Chris von Wrycz Rekowski, Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung, und ergänzt: „Mit dem Digitalen Bauantrag unterstreicht Rostock seine Rolle als innovative Pilotkommune und leistet einen zentralen Beitrag zur Verwaltungsdigitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern.“
Die Pilotierung des EfA-Dienstes war für Rostock eigenen Angaben zufolge ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. Maßgeblicher Initiator und Akteur für das Projekt ist das Bauamt, eng begleitet durch das Amt für Digitalisierung und IT. Hinzu kamen einzubindende Fachämter und externe Partner, insbesondere die Träger öffentlicher Belange (TÖB), deren Beteiligungsverfahren erfolgreich in den digitalen Ablauf integriert wurden.
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