Samstag, 16. Mai 2026

PersonalwesenRecruiting online

[05.02.2013] Der Nachwuchs bewirbt sich übers Web. Deshalb tut der öffentliche Dienst gut daran, im Wettbewerb um Nachwuchskräfte auf Online-Ausschreibungen zu setzen.
Erfahrungen mit dem öffentlichen Dienst als Arbeitgeber.

Erfahrungen mit dem öffentlichen Dienst als Arbeitgeber.

(Bildquelle: Screenshot)

Im öffentlichen Dienst beginnen jedes Jahr rund 90.000 junge Menschen eine Ausbildung; Nachwuchskräfte können dabei unter mehr als 400 Berufen wählen. Über 200.000 Menschen befinden sich im öffentlichen Sektor in Ausbildung. Die Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen sind somit der größte Ausbilder in Deutschland.
Diese hohe Ausbildungsquote muss der öffentliche Dienst auch in Zukunft beibehalten. Der Grund: In den nächsten zehn Jahren gehen nach Berechnungen von dbb beamtenbund und tarifunion mehr als 700.000 öffentlich Bedienstete in Ruhestand – fast 20 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Auf der anderen Seite sinkt mit dem Eintritt der geburtenschwachen Jahrgänge ins Berufsleben die Zahl potenzieller Neueinsteiger in Verwaltungstätigkeiten. Für die Verwaltungen bedeutet das: Sie müssen sich bei der Suche nach geeigneten Bewerbern jungen Mitarbeitern aktiv präsentieren und dem beruflichen Nachwuchs dort begegnen, wo dieser nach Jobs sucht: auf Online-Stellenbörsen.

Zielgruppengenaue Ansprache

Das Job-Portal Interamt beispielsweise, das auf die Anforderungen des öffentlichen Dienstes zugeschnitten ist, erschließt Behörden ein großes Interessentenpotenzial. „Mit drei maßgeschneiderten Nutzungsvarianten – Basic, Plus und Professional – erfüllt Interamt die unterschiedlichen Ansprüche, die Verwaltungen an die Stellenausschreibung und das Bewerber-Management stellen“, sagt Günter Martin, Projektleiter Interamt bei Vivento. Der Personal- und Servicedienstleister der Deutschen Telekom hat die Online-Stellenbörse entwickelt und realisiert. 2011 verzeichnete das Portal rund 2,6 Millionen Seitenaufrufe. Angesichts der aktuellen Zugriffszahlen rechnen die Betreiber für das laufende Jahr mit einer Steigerung auf 4,5 Millionen. Martin: „Diese Entwicklung zeigt, dass eine Jobbörse wie Interamt im Wettbewerb um Talente für die Behörden rasant an Bedeutung gewinnt.“ Diese Einschätzung gilt vor allem deshalb, weil das Online Recruiting eine zielgruppengenaue Ansprache junger Mitarbeiter ermöglicht. Interamt bietet auch eine Smartphone-App. Ein weiterer Dienstleistungsbaustein ist Interamt Experience. Die Website, die gezielt den Fachkräftenachwuchs und Quereinsteiger anspricht, vermittelt Einblicke in die vielfältigen Berufsperspektiven des öffentlichen Dienstes.
Online-Ausschreibungen ebnen nicht nur den kürzesten Weg zum Nachwuchs, sie senken auch die Bearbeitungskosten erheblich. Untersuchungen zufolge benötigt die Bearbeitung einer Online-Bewerbung im Vergleich zur Bearbeitung einer klassischen Bewerbungsmappe rund 60 Prozent weniger Zeit und senkt die Gesamtkosten der Personalgewinnung um die Hälfte. Zudem erlaubt ein Online-Stellenportal kürzere Antwortzeiten. Somit können Behörden auch Bewerber gewinnen, die bei der bis dato üblichen Bearbeitungszeit der Unterlagen an einen anderen Stellenanbieter verloren gehen würden.

Markus Schnurpfeil ist freier Journalist in Bonn.




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Personalwesen
Taschenrechner und Gehaltsabrechung

Komm.ONE/VWA Baden: Kompetenzoffensive für die Entgeltabrechnung

[12.05.2026] Eine Kompetenzoffensive für die kommunale Entgeltabrechnung starten der IT-Dienstleister Komm.ONE und die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden (VWA Baden). Ein neuer gemeinsamer Lehrgang vermittelt aktuelle Rechtsgrundlagen und Praxiswissen. mehr...

eine Hand stellt einen Baustein, auf dem AI steht, hinter eine Reihe von Bausteinen, auf denen stilisiert weibliche und männliche Personen zu sehen sind

Personalwesen: KI als strategischer Hebel

[07.05.2026] Künstliche Intelligenz kann im Personalwesen als strategischer Hebel zur Neugestaltung von Prozessen, Entscheidungen und Interaktionen genutzt werden. Noch haben Organisationen aber nur begrenzten Einblick in die volle Bandbreite der möglichen Potenziale. mehr...

zwei weibliche Mitarbeitende mit Kaffeebechern in der Hand unterhalten sich während sie den Büroflur entlanglaufen
bericht

Mitarbeitendengespräch: Zukunftsdialog statt Pflichtübung

[24.04.2026] Das Instrument des Mitarbeitendengesprächs muss neu gedacht werden, um die Potenziale für Personalbindung oder Produktivität besser zu nutzen. Es gilt, den Fokus auf Zusammenarbeit und Entwicklung statt die reine Leistungsbewertung zu legen. mehr...

Landratsamt Kelheim Luftbild

Kelheim: Personalverwaltung neu gedacht

[20.04.2026] Als Pilotverwaltung hat sich der Kreis Kelheim aktiv in die Entwicklung der neuen HR-Komplettlösung OK.PERS+ der AKDB eingebracht. Und legt damit das langfristige Fundament für digitale, effiziente und zukunftsfähige Personalprozesse. mehr...

Moodlekurse Symbolfoto.
bericht

Bremerhaven: Erfolgsmodell E-Learning

[25.03.2026] Schulungen in Form von E-Learning-Kursen anzubieten, hat sich in Bremerhaven mittlerweile zu einem echten Erfolgsprojekt entwickelt. Die Stadt nutzt dafür die Plattform Moodle, die während der Coronapandemie zunächst als Testumgebung eingeführt worden war. Inzwischen ist darüber ein umfangreiches Angebot von mehr als 70 verschiedenen Kursen verfügbar. mehr...

Auf einem Tisch liegen ein Smartphone und ein papierbasierter Antrag zwischen einem Laptop und anderen Utensilien auf einem Tisch.

Lauf a.d. Pegnitz: Reisekosten werden digital abgerechnet

[26.02.2026] In Lauf a.d. Pegnitz werden Reisekosten von der Antragstellung über die Genehmigung bis hin zur Abrechnung komplett digital abgewickelt. Möglich macht das eine Software der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur, über der Symbole für Dokumente und digitale Ordner schweben.

Moormerland: Digitale Personalakte

[17.02.2026] Mit der digitalen Personalakte in P&I LOGA arbeitet die Gemeinde Moormerland seit fast zwei Jahren und zieht eine positive Zwischenbilanz. mehr...

Abstrakt dargestelltes leuchtendes Personalnetzwerk, im Hintergrund scrollt eine Person auf einem Tablet.

Komm.ONE: Neuen eXtra-Standard eingeführt

[12.01.2026] Mit Februar wird Version 1.5 des Kommunikationsstandards eXTra in der Software SAP HCM zur Pflicht. In einem Pilotprojekt hat IT-Dienstleister Komm.ONE als erstes kommunales Dienstleistungsunternehmen den Standard bundesweit bei seinen Kunden eingeführt.  mehr...

Porträtaufnahme eines jungen bärtigen Mannes mit VR-Brille vor blau-weißem Hintergrund

Bayern: Verwaltungstraining mit VR und KI

[29.10.2025] Das Bayerische Digitalministerium fördert die Entwicklung und den Betrieb einer digitalen Lernumgebung für Verwaltungsbeschäftigte. Praxisnahes Wissen wird auf innovative Weise vermittelt. Damit soll insbesondere die Zukunftsfähigkeit von Städten, Gemeinden und Landkreisen gestärkt werden. mehr...

Ein Mann tippt mit dem Finger auf ein Personensymbol, das mit zahlreichen anderen Personensymbolen vernetzt ist.
bericht

Personalwesen: Lücken schließen

[29.09.2025] SAP stellt im Personalwesen auf eine cloudbasierte Software um. Allerdings fehlen dieser noch bestimmte Funktionen, weshalb sie von den Kommunen nicht flächendeckend eingesetzt werden kann. Als Übergangslösung bieten sich hybride Systeme an. mehr...

Vektorgrafik symbolisch Zeiterfassungssystem

München: Abschluss von neoHR

[04.08.2025] Nach fünf Jahren schließt die Stadt München ihr umfassendes Modernisierungsprogramm neoHR Ende dieses Jahres planmäßig ab. Die erzielten Ergebnisse sollen zur langfristigen Digitalisierung des Personalmanagements beitragen. 
 mehr...

Mitglieder des alten und neuen Vorstand des KommunalCampus

KommunalCampus/EGovC: Kräfte gebündelt für digitale Weiterbildung

[18.07.2025] Die Weiterbildungsplattform KommunalCampus und das Unternehmen EGovC haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Kommunen sollen so künftig noch besser dabei unterstützt werden, ihre Mitarbeitenden fit für den digitalen Wandel zu machen. mehr...

Das Kasaia-Logo zeigt eine stilisiert dargestellte Eule, die ein Buch mit Paragrafsymbol festhält.

Picture / Wolters Kluwer: KI erleichtert Stellenbewertung

[14.07.2025] Picture und Wolters Kluwer wollen mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI) die Stellenbewertung im öffentlichen Dienst erleichtern. Die im gemeinsamen Rechtsinformationen-Modul eingesetzte KI-Komponente analysiert tausende Urteile, fasst sie zusammen und bereitet sie für die Bewertungspraxis auf. mehr...

KGSt: Schlüssel zur hybriden Arbeitswelt

[08.07.2025] Eine KGSt-Publikation zur neuen hybriden Arbeitswelt zählt sechs Schlüsselfaktoren auf, wie sich kommunale Verwaltungen als zukunftsfähige Organisationen aufstellen können. mehr...

Gruppe glücklicher Grundläufer läuft zum Bus

AIDA Orga: Ferienüberhang clever managen

[22.05.2025] Die Lösung AIDA Virtuelles Personalbüro von Anbieter AIDA Orga bietet Kommunen Entlastung bei der Arbeitszeitverwaltung – insbesondere in der Kinder- und Jugendbetreuung. Hier hilft die Anwendung, den Ferienüberhang clever zu managen. 
 mehr...