DataportRed Team für Cybersicherheit

Bringt das Red Team die Cyberabwehr zu Fall? Realistische Angriffsszenarien geben Hinweise auf sinnvolle Gegenmaßnahmen.
(Bildquelle: zepp1969/123rf.com)
Mit der zunehmenden Anzahl der Cyberangriffe auf Behörden wächst auch der Bedarf nach einem effektiven Cybersicherheitsmanagement. Dazu beitragen können auch Red Teams. Der Begriff hat seinen Ursprung im US-Militär – dort simulieren die „Roten Teams“ Angriffe auf die eigene Infrastruktur, um deren Sicherheit zu testen. Im Unterschied zu herkömmlichen Penetrationstests an IT-Landschaften kann sich das Red Teaming auf längere Zeiträume erstrecken, und nicht alle Aktionen sind zuvor angekündigt. So sollen nicht nur mögliche Schwachstellen aufgedeckt, sondern auch die Reaktionsfähigkeit und Sicherheitskultur der Firma oder Organisation verbessert werden. Solche Tests liefern ein deutlich realitätsnäheres Bild der tatsächlichen Sicherheitslage als vorab angekündigte Übungen oder Rollenspiele. Die dabei identifizierten Schwachstellen bilden die Grundlage für gezielte Gegenmaßnahmen.
Umfassende Angriffssimulation
Der IT-Dienstleister Dataport berichtet nun vom Aufbau eines eigenen Red Teams. Ziel ist es, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu beheben, bevor sie von Cyberkriminellen ausgenutzt werden können. Die Überprüfungen des Red Teams sollen in verschiedenen sicherheitsrelevanten Bereichen von Dataport stattfinden. Dazu zählen technische Angriffe auf die IT-Infrastruktur, bei denen zum Beispiel versucht wird, Schadsoftware auf Endgeräten auszubringen. Darüber hinaus können physische Angriffe wie die Umgehung von Zugangskontrollen an Dataport-Standorten unternommen werden. Auch Social Engineering kann Teil einer Red-Team-Kampagne sein, wie zum Beispiel das Versenden von Phishing-Mails, um an Zugangsdaten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu gelangen. Wie der IT-Dienstleister berichtet, wird das Red Team ausschließlich Systeme in der Betriebsverantwortung von Dataport testen – keine Kundensysteme.
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