Donnerstag, 9. Juli 2026

Märkischer KreisHackathon zum KI-Einsatz

[09.07.2026] Im Märkischen Kreis soll Künstliche Intelligenz künftig vermehrt Routineaufgaben übernehmen, und so die Abläufe in der Verwaltung beschleunigen. Im Rahmen eines Hackathons hat der Kreis jetzt für sechs praxisnahe Anwendungsfälle erste KI-Prompts entwickelt.
Der Landrat des Märkischen Kreises, Ralf Schwarzkopf, schaut interessiert in einen Laptop

Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises, lässt sich die Ergebnisse des KI-Hackathons zeigen.

(Bildquelle: Susanne Henrich / Märkischer Kreis)

Wie kann Künstliche Intelligenz dabei unterstützen, den Bürgerservice zu stärken und Abläufe in der Kreisverwaltung zu beschleunigen? Mit dieser Frage hat sich der Märkische Kreis im Rahmen eines KI-Hackathon beschäftigt. Mehr als 40 Mitarbeitende entwickelten digitale Assistenten, die Routineaufgaben übernehmen sollen und so mehr Zeit für die Anliegen schaffen, bei denen es auf sorgfältige Prüfung und den direkten Austausch mit den Menschen ankommt.

Dem Hackathon ging nach Angaben der Kreisverwaltung eine gezielte Vorbereitung voraus. Gemeinsam mit der Beratungsagentur PD – Partnerschaft Deutschland wurde seit Jahresbeginn eine verwaltungsinterne KI-Community aufgebaut. In Workshops beschäftigten sich die Mitarbeitenden unter anderem mit den Chancen und Grenzen von KI und lernten den Umgang mit der kommunalen KI-Lösung KoKi (wir berichteten).

Bereits seit Herbst 2025 gelten in der Kreisverwaltung verbindliche Regeln für den Einsatz von KI. Ergänzend dazu steht ein Schulungsangebot entsprechend den Vorgaben des EU-AI-Acts zur Verfügung. Aus vielen Organisationseinheiten der Kreisverwaltung wurden insgesamt 35 mögliche Einsatzfelder gesammelt. Für den Hackathon wählten die Organisatoren sechs praxisnahe Anwendungsfälle aus. Die Teams analysierten bestehende Arbeitsabläufe, Formulare und Datenquellen. Anschließend formulierten sie Anforderungen an die KI und entwickelten erste Prompts, die sie direkt testeten und weiter optimierten.

Die Ergebnisse zeigen, welches Potenzial in Künstlicher Intelligenz steckt, aber auch, wo Herausforderungen liegen. So wurde deutlich, dass KI nur so gut arbeiten kann, wie die Daten sind, die ihr zur Verfügung stehen. Viele Informationen liegen bislang noch nicht in einer Form vor, mit der sie automatisiert korrekt verarbeitet werden können. Auch handschriftliche Eintragungen stellen noch eine Hürde dar.

Wie der Märkische Kreis weiter berichtet, fließen die Erkenntnisse aus dem Hackathon in die Weiterentwicklung der kommunalen KI-Lösung KoKi ein, die gemeinsam von den kommunalen IT-Dienstleistern Süfdwestfalen-IT (SIT), ITK Rheinland und KDVZ Rhein-Erft-Rur vorangetrieben wird.

Auch Landrat Ralf Schwarzkopf, der die weitere Umsetzung in der Kreisverwaltung ausdrücklich forciert, informierte sich über die Arbeit der Teams beim KI-Hackathon. Aus seiner Sicht lebt die digitale Transformation vor allem davon, dass Beschäftigte neue Technologien erproben, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Der Märkische Kreis setzt weiter auf die KI-Community. Regelmäßige Schulungen und Treffen sind geplant. Gleichzeitig werden die beim Hackathon entwickelten Anwendungsfälle schrittweise weiterentwickelt und umgesetzt.





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