Sonntag, 15. März 2026

Landkreis Nienburg/WeserSchneller zur Baugenehmigung

[11.09.2025] 
Seit Januar vergangenen Jahres arbeitet der Kreis Nienburg/Weser mit dem Virtuellen Bauamt des Anbieters cit. Die durchweg positive Bilanz der Kommune: Die digitale Plattform sorgt für mehr Transparenz, kürzere Laufzeiten und eine spürbare Entlastung.
Stadtansicht Nienburg/Weser

Landkreis Nienburg/Weser nutzt cit intelliForm Virtuelles Bauamt.

(Bildquelle: neufra5/pixabay)

Der Landkreis Nienburg/Weser hat gemeinsam mit dem Unternehmen cit die vollständige Digitalisierung seines Baugenehmigungsverfahrens realisiert. Seit Januar 2024 bearbeitet die Kreisverwaltung mit der Lösung cit intelliForm Virtuelles Bauamt (VBA) jährlich rund 650 Bauanträge komplett medienbruchfrei – von der Antragstellung bis zur finalen Genehmigung. 

Ein zentrales Element des digitalen Verfahrens im Kreis Nienburg/Weser ist nach Angaben von cit der digitale Projektraum, der als zentrale Kommunikations- und Arbeitsplattform dient. Hier tauschen Verwaltung, Entwurfsverfasser und gegebenenfalls weitere Beteiligte alle relevanten Unterlagen aus und können zeitgleich – statt wie in der Vergangenheit nacheinander – eingebunden werden. Auch die Baugenehmigung werde ausschließlich über den Projektraum übermittelt. Diese direkte Kommunikation beschleunige das Verfahren deutlich, da Rückfragen oder Nachforderungen ohne Postlaufzeiten geklärt werden könnten. Zudem herrsche nun deutlich mehr Transparenz über den Stand eines Bauantrags und die Verfügbarkeit der Unterlagen und Daten. Darüber hinaus konnte das mobile Arbeiten verbessert werden.

Auch verwaltungsintern zeigt die Umstellung laut cit Wirkung: Zum einen konnte das Personal entlastet werden, weil die aufwendige Zuordnung eines analogen Vorgangs im Sinne der Registratur entfällt. Die einhergehende Standardisierung und eine einheitliche Kommunikation über den XBau-Standard verbesserten zudem die Qualität des Prozesses, der Dokumentation und der Kommunikation.

Verfahrensabläufe neu denken

Der Einstieg in die vollständig digitale Verfahrensweise erforderte allerdings eine umfassende Umstellung. „Es ging nicht darum, Analoges zu digitalisieren, sondern um ein Neudenken der Verfahrensabläufe“, erklärt Angelika Sack, Leiterin des Fachbereichs Bauen beim Landkreis Nienburg/Weser. So mussten die Beteiligten beispielsweise neue Anforderungen wie die Nutzung der BundID mit Online-Ausweisfunktion und qualifizierte elektronische Signaturen bei der Einreichung elektronischer Dokumente bewältigen. Nach einer gewissen Anlaufzeit habe sich das Verfahren inzwischen jedoch etabliert.

„Der Landkreis Nienburg/Weser zeigt eindrucksvoll, wie konsequente Digitalisierung auch komplexe kommunale Verwaltungsprozesse transparenter macht und vor allem deutlich beschleunigt“, kommentiert Thilo Schuster, geschäftsführender Gesellschafter der cit. „Mit cit intelliForm VBA haben wir eine flexible Lösung geschaffen, die sowohl heutigen Anforderungen gerecht wird als auch Raum für zukünftige Entwicklungen lässt – etwa im Bereich KI-gestützter Prüfverfahren oder BIM-Integration.“

Für den Landkreis Nienburg/Weser ist das Virtuelle Bauamt ein zentrales Fundament für die weitere Automatisierung. Für die Zukunft ist bereits geplant, weitere Abläufe digital zu standardisieren – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmenden Fachkräftemangels.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...

Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit

[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter am Rednerpult, im Vordergrund Publikum.

Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend

[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...

Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige

[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...

eingerüstetes Gebäude Bauwesen Baugenehmigung

Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag

[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...

Angler hält eine Forelle in der Hand

Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone

[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...

Beine mehrerer Personen, die auf einer Reihe von Stühlen in einem Flur sitzen

Praxis-Webinar: Digitale Entlastung für Jobcenter

[09.02.2026] Typische Herausforderungen im Jobcenter-Alltag und wie diese mit der Einführung einer digitalen Lösung zur Besuchersteuerung gemeistert werden können, stehen im Fokus eines Online-Webinars von SMART CJM gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Esslingen. mehr...

Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird

[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...

Person mit Laptop auf dem Schoß; Aufsicht auf Torso, Arme, Hände und Oberschenkel

Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land

[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...

Blick auf ein Gebäude mit der Aufschrift Bürger- und Ordnungsamt.

Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf

[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...

Ein kleiner Junge hält ein Smartphone in der Hand, sein Gesicht ist bedeckt mit biometrischen Linien.

VG Polling: Biometric Go ergänzt PointID

[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts. mehr...

Kleinkinder spielen mit Bauklötzen.

AKDB: adebisKITA als Cloud-Version

[26.01.2026] Als Cloud-Version soll die Software adebisKITA noch besser bei der Verwaltung von Kindertagesstätten unterstützen. Eine intuitive Bedienbarkeit und zeitgemäße Visualisierung sollen dazu ebenso beitragen wie die grundlegend neu gedachten Prozesse in der webbasierten Version. mehr...

Eine Frau sitzt in einem Großraumbüro und arbeitet an einem Computer.
bericht

Düsseldorf: Terminagent erfüllt Wünsche

[23.01.2026] In Düsseldorf stand das Amt für Einwohnerwesen lange vor der Herausforderung, den Bürgerservice effizient und gleichzeitig bürgerfreundlich zu gestalten. Gelungen ist das der Stadt mithilfe eines Terminagenten. mehr...