MossautalSensoren für Resilienz und Nachhaltigkeit

Mossautal wird unter anderem eine schnittstellenoffene Internet-of-Things (IoT)-Plattform des Odenwaldkreises nutzen.
(Bildquelle: kip02kas/123rf.com)
Für mehr Nachhaltigkeit und Resilienz will die rund 2.400 Einwohner zählende Gemeinde Mossautal Sensoren an Gewässern, kommunalen Gebäuden sowie Abfallbehältern installieren. Laut eigenen Angaben unterstützt das Ministerium für Digitalisierung und Innovation (MinD) dieses Vorhaben mit rund 129.000 Euro aus dem Programm Starke Heimat Hessen.
Das Projekt MOSSAUdigiTAL wird auf dem LoRaWAN des Odenwaldkreises aufbauen, erklärt das MinD. Der Kreis habe dieses in den vergangenen Jahren für ein ebenfalls mit Mitteln aus dem Programm Starke Heimat Hessen aufgesetztes Projekt in nahezu allen kreisangehörigen Kommunen installiert. Auch werde MOSSAUdigiTAL eine auf Kreisebene existierende schnittstellenoffene Internet-of-Things(IoT)-Plattform nutzen. Auf dieser Basis will die Gemeinde drei Anwendungsfälle umsetzen. Zum einen soll die vom Kreis installierte Pegelmessung erweitert werden, um beispielsweise Staudammaktivitäten durch Biber beobachten zu können. Vor allem bei Starkregen bestehe die Gefahr, dass deren Bauten einbrechen. Rückstaus und Überschwemmungen sind die Folge. Mithilfe der Sensoren soll Letzteres verhindert werden.
Zum anderen will Mossautal kommunale Gebäude mit smarter Technik überwachen, um diese bei Großschadensereignissen als Versorgungszentrum oder Zufluchtsstätte nutzen zu können. Dazu sollen in den teils unbewohnten oder abseits gelegenen Liegenschaften unter anderem Sensoren zur Erkennung von Bränden oder Wasserschäden installiert werden. Darüber hinaus sind Sensoren an Grünschnittcontainern vorgesehen, die den Füllstand messen. Dadurch lassen sich unnötige Leerungsfahrten vermeiden.
„Auch kleine Kommunen können die digitale Transformation vorantreiben“, sagt Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus anlässlich der Förderung Mossautals. „Besonders freut es mich, dass Mossautal auf bereits in anderen Kommunen erfolgreich umgesetzte Projekte zurückgreift. Unsere Best-Practice-Datenbank für Smart-Region-Projekte hat damit genau ihre Aufgabe erfüllt – Kommunen profitieren von den Erfahrungen anderer.“
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