Mittwoch, 22. April 2026

BayernSpitzenzahlen bei Online-Briefwahlanträgen

[18.03.2020] Mit über 762.000 Online-Anträgen zur Briefwahl wurde in Bayern anlässlich der vergangenen Kommunalwahl ein neuer Rekord aufgestellt. In manchen Kommunen hatten sich über 70 Prozent der Bürger für die Briefwahl entschieden.

Mehr als 762.000 Briefwahlanträge wurden im Rahmen der aktuellen Kommunalwahl in Bayern über das Bürgerservice-Portal der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) gestellt. Das sind über 15 Prozent jener fünf Millionen bayerischer Wahlberechtigter, denen seitens ihrer Kommune ein Online-Briefwahlantrag des IT-Dienstleisters angeboten wurde, informiert die AKDB. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2018 waren es rund 340.000, bei der Europawahl ein Jahr später 327.000 Anträge. Der Gesamtanteil an Briefwählern überschritt laut AKDB bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 in manchen Kommunen sogar die 70-Prozent-Marke.
„Die Botschaft ist klar: Immer mehr Bürger nehmen Online-Dienste in Anspruch, wenn diese einen praktischen Nutzen haben, in der Fläche verfügbar und entsprechend bekannt sind“, kommentiert AKDB-Vorstandsvorsitzender Rudolf Schleyer die Rekordzahlen. „Das ist ein starkes Signal für die Massennutzung von E-Government-Diensten, denen in Zeiten des Coronavirus eine völlig neue Bedeutung zukommt.“
Der Antrag auf Briefwahlunterlagen kann in der Regel bereits ab Erhalt der Wahlbenachrichtigung – also rund 21 Tage vor der Wahl – gestellt werden. Nach Auswertungen der AKDB verzeichnete das Portalsystem um den 20. und 21. Februar 2020 einen ersten Rekordansturm, zu einem Zeitpunkt, als die Coronavirus-Thematik die deutschen Medien noch nicht dominierte. In Spitzenzeiten seien stündlich über 8.000 Anträge eingegangen, sodass bereits drei Wochen vor dem Wahlsonntag mit knapp 400.000 Briefwahlanträgen die Fallzahlen von Landtags- und Europawahlen eingeholt waren. Während die Online- Anträge bis eine Woche vor der Wahl auf gleichbleibend hohem Niveau die 700.000-Marke erreicht hätten, hätte die zunehmende mediale Präsenz des Coronavirus in den letzten Tagen vor den Wahlen noch einmal für einen spürbaren Anstieg gesorgt.





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