Dienstag, 10. Februar 2026

Fraunhofer IAOTipps zum Parkraum-Management

[25.03.2021] Wie datengestütztes Parkraum-Management zur effizienten Nutzung kommunaler Flächen beitragen kann, untersucht ein Innovationsnetzwerk des Fraunhofer-Instituts. Eine Handreichung fasst jetzt die wesentlichen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zusammen.
Datengestütztes Parkraum-Management kann zur effizienten Nutzung kommunaler Flächen beitragen.

Datengestütztes Parkraum-Management kann zur effizienten Nutzung kommunaler Flächen beitragen.

Die Städte von morgen brauchen Platz. Platz für Busspuren, Fahrrad- und Fußgängerwege, E-Ladesäulen, Grün- und Retentionsflächen, sozialen Wohnungsbau und Frischluftschneisen. Doch woher soll der Platz kommen, der bereits heute knapp ist? Viele Kommunen nehmen verstärkt einen Flächenfresser in den Blick: Den ruhenden Verkehr. Das Forschungs- und Innovationszentrum Kognitive Dienstleistungssysteme (KODIS) des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hat sich im Innovationsnetzwerk „Datengestütztes Parkraum-Management“ ebenfalls dieser Thematik angenommen. Wie das Fraunhofer IAO berichtet, hat das Forschungsteam gemeinsam mit Projektpartnern aus kommunalen Verwaltungen, der Daten- und Automobilwirtschaft, der Forschung, Interessenvertretungen sowie aus öffentlichen Einrichtungen nach Lösungen gesucht. Die wesentlichen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen haben sie in der Handreichung „Kommunalen Parkraum datengestützt managen“ zusammengetragen. Diese soll kommunale Akteure darin unterstützen, sich einen Überblick über die wichtigsten Schritte und mögliche Stolpersteine zu verschaffen.

Gesamte Prozesskette

Ziel des Parkraum-Managements ist es, das Pkw-Aufkommen sowie den Parksuchverkehr in Städten zu reduzieren, ruhenden Verkehr in Parkhäusern und an Ortseingängen zu bündeln, den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel zu fördern und das Falschparken zu unterbinden. Damit all das gelingt, braucht es laut Fraunhofer IAO grundlegende Informationen zur gesamten Prozesskette des Parkens, sodass Kommunen das Angebot entsprechend steuern, den Parkraum gezielt bewirtschaften, Anreize schaffen und die Suchenden zu einem freien Parkplatz lotsen können. Effizientes Parkraum-Management sei damit eine andauernde Aufgabe. „Es geht nicht nur darum, einmalig Anwohnerparkzonen einzurichten oder Parkgebühren zu erheben. Stattdessen geht es um das dynamische und kontinuierliche Management der aktuellen Verkehrs- und Parksituation“, sagt Veronika Prochazka, Teamleiterin Public Service Innovation am Fraunhofer IAO und Leiterin des Projekts.

Statische und dynamische Daten

Melanie Handrich, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Parkraum-Expertin am Fraunhofer IAO, fasst zusammen: „Im Innovationsnetzwerk haben wir festgestellt, dass viele Kommunen bereits einen großen Schatz an statischen und dynamischen Daten haben, diesen bislang aber nicht systematisch für das Parkraum-Management nutzen. Wir haben daher gemeinsam erarbeitet, wie Kommunen ihren vorhandenen Datenbestand erfassen und fehlende Daten erheben oder beziehen können und welche Datenplattformen und Standards es bereits gibt. Zudem haben wir analysiert, wie digitale Dienste und Lösungen den Parkprozess unterstützen können und was Kommunen tun müssen, um datengestütztes Parkraum-Management in der Praxis einzuführen.“ Haben Städte und Gemeinden erst einmal die Grundlagen geschaffen und ein Zielbild entwickelt, was sie mit dem datengestützten Parkraum-Management erreichen wollen, sind laut Fraunhofer IAO verschiedene Schritte notwendig. Dazu zählen beispielsweise ein klares Verständnis für die Handlungsbedarfe, aus denen sich konkrete Maßnahmen ableiten und priorisieren lassen sowie ein politischer Auftrag. Außerdem brauche es klar umrissene Pilotprojekte, um erste Erfahrungen zu sammeln und sich an technische Fragestellungen heranzutasten.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Gruppenfoto vor weißem Lieferwagen

Marpingen: Pilotprojekt für KI-gestütztes Straßenmanagement

[02.02.2026] In Marpingen werden Schäden an Straßen und Verkehrsschildern von kommunalen Fahrzeugen bei Alltagsfahrten per Smartphone erfasst. Eine KI-gestützte Open-Source-Lösung übernimmt die Aufbereitung der Daten. Bald soll die Lösung in 25 weiteren saarländischen Kommunen ausgerollt werden. mehr...

Richard Himes und Landrat Bär halten einen Taupunktsensor, der in einem Raum steht.
bericht

Kreis Hof: Werkzeug für Winterdienst

[29.01.2026] Taupunktsensoren unterstützen im Hofer Land den Winterdienst. Dabei agieren Kreis und angehörige Kommunen gemeinsam. Die Entscheidung über das Ausrücken, Streuen oder Räumen treffen trotz der umfassenden Daten weiterhin die Beschäftigten. mehr...

Drei Personen stehen nebeneinander in einem Raum und halten eine Urkunde und den Milesight Impact Award 2025 in den Händen.

Smart Waste Hürth: Weltweites Leuchtturmprojekt

[27.01.2026] In Hürth messen Ultraschallsensoren den Füllstand öffentlicher Abfallbehältnisse und senden diese Daten an eine Künstliche Intelligenz. Die ermittelt, wann die Müllwagen welche Route nehmen sollten, um die Behälter zu leeren. Jetzt ist Smart Waste Hürth als weltweit sichtbares Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden. mehr...

Zwei Screenshots aus er App Park Stark: links die Umkreissuche, rechts Anzeige aller freien bzw. belegten Parkplätze im Stadtgebiet von Mannheim.

Mannheim: Orientierung für barrierefreies Parken

[20.01.2026] In Mannheim steht eine neue, barrierefreie App für die Suche nach freien Schwerbehindertenparkplätzen zur Verfügung. Park-Stark nutzt Echtzeitdaten von über 250 Stellplätzen und zeigt Verfügbarkeit, Navigation und Alternativen direkt auf dem Smartphone an. mehr...

Blick auf eine Veranstaltungshalle. Im Hintergrund ist ein Messestand zu sehen, davor stehen zahlreiche kleinere Tische, an denen Personen zusammen sitzen.

Mönchengladbach: Fünfter Smart City Summit Niederrhein

[20.01.2026] Mönchengladbach lädt am 26. Februar zur fünften Auflage des Smart City Summit Niederrhein ein. Mit Vorträgen, Workshops und einem großen Ausstellungsbereich richtet er sich an ein Fachpublikum, das sich mit der digitalen Transformation von Kommunen beschäftigt. Dabei werden strategische Perspektiven mit anschaulichen Praxisbeispielen verknüpft. mehr...

Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...

Blick über den beleuchteten Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römer.

Frankfurt am Main: Echtzeitdaten zum Weihnachtsmarkt

[05.12.2025] Ein Pilotprojekt mit LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren führt die Stadt Frankfurt am Main während des Weihnachtsmarkts am Römer durch. Die Sensoren messen dort das aktuelle Besucheraufkommen mit Laserstrahlen, die erfassten Daten stehen auf der urbanen Datenplattform in Echtzeit zur Verfügung. mehr...

Ein Parkplatzschild steht am Eingang eines Freiluftparkplatzes.

Troisdorf: Smarter parken

[03.12.2025] Mit einer smarten Lösung bereitet Troisdorf der ineffizienten Parkraumbewirtschaftung ein Ende. Parksensoren erfassen jetzt die Belegung einzelner Stellplätze, die Bürgerinnen und Bürger werden darüber in Echtzeit per App informiert. mehr...

Das Scan-Fahrzeug zur Ahndung von Falschparkern steht auf einem Parkplatz in Mannheim.

Scan-Fahrzeug: Mannheim verlängert Testphase

[01.12.2025] Die in Mannheim durchgeführte Testphase eines Scan-Fahrzeugs zur Ahndung von Falschparkern wird verlängert. Während der Erprobung zeigte sich Nachbesserungsbedarf bei der Kartierung des Scan-Gebiets. Entsprechende Anpassungen wurden direkt vorgenommen. Wie sie sich auswirken, soll die verlängerte Testphase zeigen. mehr...