Mittwoch, 5. August 2026

Starke Heimat HessenGeförderter Zeitsprung für Alsfeld

[21.10.2025] Mit einer offenen urbanen Plattform, die Daten aus Sensoren in Echtzeit auswertet, will Alsfeld einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft schaffen. Dafür erhält die Kommune eine Förderung in Höhe von 125.000 Euro aus dem Programm Starke Heimat Hessen.
Ein Dokumentenordner mit dem hessischen Wappen in den Armen einer Frau.

Die Förderung des Landes Hessen hilft Alsfeld dabei, effizienter, nachhaltiger und lebenswerter zu werden.

(Bildquelle: Staatskanzlei/MinD)

Alsfeld soll dank digitaler Technologie effizienter, nachhaltiger und lebenswerter werden. Das will die Kommune im Projekt „Zeitsprung für die Fachwerkstadt – historische Handwerkskunst trifft smarte Technik“ erreichen. Wie das Ministerium für Digitalisierung und Innovation (MinD) mitteilt, erhält Alsfeld dafür 125.000 Euro aus der Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm Starke Heimat Hessen.

Herzstück des Alsfelder Vorhabens sei eine offene urbane Datenplattform. Sie soll Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen und in Echtzeit auswerten. Dazu zählen beispielsweise Sensoren für Verkehr, Parkplatzbelegungen, Umweltdaten und Pegelstände. Zudem können bislang getrennte Bereiche wie Datensilos in den Fachbereichen oder von Nachbarkommunen vernetzt werden.

Der modulare Aufbau des Systems soll die flexible Integration neuer Sensoren und Anwendungen ermöglichen, sodass Alsfeld zukunftsfähig und anpassungsfähig an neue Herausforderungen bleibt, heißt es im Antrag der hessischen Kommune. Die Datenübertragung soll mittels eines noch aufzubauenden LoRaWAN erfolgen.

Verwaltung, Bürger und Touristen profitieren

Die Stadt will unter anderem Sensoren zur Erfassung der Parkplatzauslastung und Verkehrsströme sowie zur Überwachung der Luftqualität installieren. Drittes Themenfeld sei die Erfassung von Temperaturdaten. Auf diese Weise sollen Hitzeinseln in der Stadt identifiziert werden, um gezielte Maßnahmen ergreifen zu können. Ferner sollen Sensoren in städtischen Gebäuden helfen, den Energieverbrauch zu optimieren und die Sicherheit vor Einbrüchen zu erhöhen. Alsfeld verspricht sich durch das Projekt nicht zuletzt eine Attraktivitätssteigerung für Touristinnen und Touristen, da diese in Echtzeit Informationen zur Auslastung des Wohnmobilstellplatzes oder zur Klimasituation in der Stadt bekommen könnten.

„Mit dem Projekt macht Alsfeld einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit“, sagt Digitalministerin Kristina Sinemus anlässlich der Förderung. „Denn Daten sind die Basis für sämtliche Entscheidungen – auch um nachhaltig und ressourcenschonend agieren zu können. Digitale Technologien helfen, auch in ländlichen Regionen zukunftsfähige und lebenswerte Verhältnisse zu schaffen. Während die Verwaltung verlässliche Informationen für unterschiedlichste Planungen erhält, profitieren die Bürgerinnen und Bürger von einem verbesserten Service.“



Stichwörter: Smart City, Alsfeld, Hessen, LoRaWAN


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