BrühlVorreiter der kommunalen Doppik

Die Stadt Brühl hat bereits vor mehr als 20 Jahren den Umstieg auf die kommunale Doppik vollzogen.
(Bildquelle: andreypopov/123rf.com)
Die Stadt Brühl im Rhein-Erft-Kreis verbindet historische Bedeutung mit moderner Verwaltung und setzt insbesondere in der kommunalen Finanzverwaltung Maßstäbe: Bereits Anfang der 2000er-Jahre entschied sich die Stadt als eine von nur sieben Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen dafür, die Umstellung auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) und die Kommunale Doppik zu wagen. Damit war nicht nur ein grundlegender Wechsel im Rechnungswesen verbunden, sondern es stellte sich auch die Herausforderung, neue gesetzliche Vorgaben, Prozesse und Softwarelösungen parallel zu entwickeln.
Seit 20 Jahren enge Partner
Im Juli 2004 schloss die Kommune dazu einen Vertrag mit der Firma Datev. Wie der Softwareanbieter berichtet, gelang es in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, die Lösung DATEV kommunal innerhalb von nur sechs Monaten einzuführen. Damit sei Brühl damals die zweite und bis dahin größte Pilotkommune in Nordrhein-Westfalen gewesen, die den vollständigen Wechsel vom kameralistischen zum kaufmännischen Rechnungswesen vollzogen hatte.
Neben dem Haushalts- und Rechnungswesen führte die Stadt zudem frühzeitig weitere Datev-Lösungen ein, unter anderem für die Veranlagung kommunaler Steuern und Abgaben. Auch der Druck, die Kuvertierung und der Versand der Bescheide werden seit mehr als 20 Jahren über das Datev-Druck- und Versandzentrum abgewickelt.
Kontinuierlicher Ausbau der Systemlandschaft
Wie Datev weiter mitteilt, hat die Stadt Brühl in den vergangenen Jahren ihre Systemlandschaft konsequent weiterentwickelt. So seien etwa Fachverfahren wie Ordnungswidrigkeiten, Sozialleistungen oder Baugenehmigungen an das zentrale Rechnungswesen angebunden worden; gleichzeitig sei die Umstellung auf die Doppik genutzt worden, um verwaltungsinterne Abläufe zu überprüfen und zu optimieren.
Als wichtigen Meilenstein bezeichnet Datev darüber hinaus die Einführung der dezentralen Mittelbewirtschaftung und Personalabrechnung mit der Lösung DATEV LODAS comfort, über die seit dem Jahr 2020 mehr als 1.000 Beschäftigte ihre monatlichen Bezügemitteilungen erhalten. Auch aktuelle Herausforderungen wie die Grundsteuerreform habe die Stadt mithilfe moderner Datev-Cloudlösungen erfolgreich bewältigen können.
Die Stadt Brühl treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltung konsequent weiter voran. Geplant sind unter anderem der Ausbau digitaler Rechnungseingangsprozesse, neuer Planungs- und Steuerungsinstrumente sowie weiterer Datev-Lösungen. Ziel ist es, den Digitalisierungsgrad der Verwaltung bis Ende 2026 deutlich zu steigern.
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