Montag, 12. Januar 2026

Bad HersfeldZusammenarbeit mit ekom21

[08.12.2022] Die Stadt Bad Hersfeld betreibt seit 2016 eine Datenplattform, um umfangreiche Informationen zu sammeln und auszuwerten. Künftig will die Kommune beim Betrieb dieser Plattform mit ekom21 zusammenarbeiten.

Seit 2016 nutzt die Stadt Bad Hersfeld eine eigene Datenplattform für eine Vielzahl städtischer Vorhaben. In diese werden großen Datenmengen in Echtzeit eingespeist und für die Arbeiten und Auswertungen in der Stadtverwaltung aufbereitet. Nun habe der Magistrat der Kreisstadt beschlossen, beim Betrieb der Datenplattform mit dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 (wir berichteten) zusammenzuarbeiten, heißt es in einer gemeinsamen Pressemeldung. Durch diese Kooperation könnten auch die zukünftigen Projekte der Stadt sicher und effizient abgearbeitet werden, sagte Bürgermeister Thomas Fehling.
Ein aktuelles Verkehrslenkungsprojekt betrifft die Feuerwehr: Sowohl die Pkw-Anfahrt der freiwilligen Feuerwehrleute zur zentralen Feuerwache als auch die Fahrt der Feuerwehrfahrzeuge zum Einsatzort wird oft durch Staus verzögert. Abhilfe soll ein KI-basierter Algorithmus schaffen. Dazu müssen komplexe Daten in Echtzeit über die Datenplattform verarbeitet werden – etwa die von lokalen Detektoren erfasste Verkehrslage um die Feuerwehrstation, die Standorte der Feuerwehrleute auf dem Weg zur Station, Wetter, bestehende Verkehrsrechner und Ampelschaltungen. Am Ende des rund zweijährigen Vorhabens sollen optimale Anfahrtsrouten für die Feuerwehrleute zur Wache stehen. Für ausrückende Einsatzfahrzeuge sollen zudem Vorrangschaltungen und eine Räumungsstrategie entwickelt werden.

Auch andere Kommunen können profitieren

Im zweiten laufenden Projekt soll über die Datenplattform eine neue Steuerung für die intelligente Straßenbeleuchtung organisiert werden. Durch Einsatz von Leuchten der neuesten Generation, zahlreiche Sensoren und Messpunkte und eine eigens entwickelte Lichtsteuerung konnten während des Pilotbetriebs in drei Bad Hersfelder Gebieten Energieeinsparungen von 77 bis 91 Prozent erzielt werden. Nun soll das Verfahren ausgeweitet werden. Dabei werden große Datenmengen in Echtzeit an die Datenplattform übermittelt, dort analysiert und für die intelligente Lichtsteuerung wieder an die Straßenleuchten zurückgesendet.
Dies sei ein idealer Anwendungsfall für die Datenplattform als Analyse- und als Steuereinheit, sagt Bürgermeister Fehling. Bad Hersfeld habe einen Weg gefunden, wie Kommunen schnell Erfolge beim Energiesparen und der CO2-Reduktion erzielen könnten. Diese Erfahrungen seien auch für andere hessische Kommunen wertvoll, betonte ekom21-Direktor Matthias Drexelius.



Stichwörter: Smart City, Bad Hersfeld


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