SüdtirolGrundbücher digital wälzen

Ein letztes Mal Stempeln besiegelt das Ende der Grundbücher in Papierform.
v.l.: Südtiroler Landesrat Christian Tommasini; Gerichtspräsidentin Elsa Vesco
(Bildquelle: Südtiroler Informatik)
Die Digitalisierung der Südtiroler Grundbücher ist abgeschlossen. Damit habe für das Grundbuchwesen in der italienischen Provinz eine neue Ära begonnen, wie die Südtiroler Informatik (Siag) berichtet. Die Grundbuchdaten aller 246 Katastralgemeinden des Landes sind jetzt digital abrufbar. Das umfasst über eine Million Eintragungen von etwa 280 Eigentümern. „Mit der nun landesweit beendeten Digitalisierung der Daten ist die Zeit des Wälzens dicker Bücher vorbei, die Daten können per Computer gesucht, eingesehen und ausgedruckt werden. Zudem gibt uns die Digitalisierung die Möglichkeit, die Daten allen öffentlichen Verwaltungen zugänglich zu machen, was wiederum mit sich bringt, dass die Bürger nicht mit Grundbuchausdrucken von Amt zu Amt rennen müssen“, sagt Christian Tommasini, Landesrat des Südtiroler Landtags, über die Digitalisierung der Daten. Der Landesrat wies nach Angaben der Siag darauf hin, dass man zwar einen großen Schritt vorangekommen sei, die eigentliche Arbeit aber erst beginne: „Die Digitalisierung von Grundbuch und Kataster ermöglicht jene Überarbeitung der Arbeitsprozesse und Integration der Dienste, die zu wesentlichen und wirklichen Verbesserungen in den internen Arbeitsabläufen und in der Zugänglichkeit der Dienste führen“.
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