SozialhilfePaket für Soziales

Bad Segeberg nutzt Komplettlösung zur Bearbeitung von Sozialleistungen.
(Bildquelle: toedti2000/pixelio.de)
Die Fallzahlen in der Sozialhilfe, vor allem bei den Grundsicherungs- und den Asylleistungen, haben sich in den vergangenen Jahren eher erhöht als verringert. Gegenläufig ist dagegen bei den meisten Kommunen die entsprechende Personalentwicklung. Hinzu kommen die gestiegenen Wünsche nach Auswertungen und Steuerungsoptionen. In diesem Spannungsfeld müssen Städte, Gemeinden und Landkreise Lösungen finden, um den Herausforderungen effektiv zu begegnen. Mit der effizienteste Weg ist es, die Anzahl der verschiedenen Software-Lösungen, die zur Bearbeitung von Sozialleistungen im Einsatz ist, zu verringern. Die Konsolidierung von Fachverfahren, zum Beispiel durch die Einführung einer Gesamtlösung für mehrere Bereiche, reduziert den administrativen, aber auch organisatorischen Aufwand.
Somit ist auch klar, welche Anforderungen an die Software-Hersteller gerichtet werden. Die Fachverfahren sollen modular aufgebaut und einfach zu handhaben sein, gleichzeitig aber hochflexibel. Individuelle Kundenbedürfnisse und lokale Besonderheiten müssen abbildbar sein. Gleichwohl ist es wichtig, aus der gemeinsamen Datenbank maximalen Nutzen bei Sachbearbeitung, Auswertungen und Controlling ziehen zu können.
Eine Lösung für verschiedene Leistungen
Für eine einheitliche Lösung hat sich nun die Stadt Bad Segeberg entschieden. Sie ist im Kreis Segeberg zuständig für die Leistungen nach dem SGB XII, aber auch für Wohngeld und Asylleistungen. Hinzu kommt, dass sie auch Träger einer großen Kindertagesbetreuungseinrichtung ist und, wie viele Städte, in diesem Bereich fundierte Bedarfsanalysen erstellen muss – ein Thema, das spätestens seit dem vergangenen Jahr und dem damit verbundenen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz einen hohen Stellenwert hat. Um künftig Aufwand und Kosten zu sparen, entschied sich Bad Segeberg für die Einführung von Care4 von Anbieter INFOsys Kommunal in einem Gesamtsystem, das alle oben genannten Leistungsbereiche in einer Software vereint. Der Aufwand zur Einführung, insbesondere der korrekten Abbildung von Prozessen, aber auch beispielsweise die Terminkoordination über mehrere Fachbereiche hinweg, ist dabei nicht unerheblich.
Der Nutzen wird dagegen ebenfalls deutlich sein. Mit einer zentralen Administration sind viele Themen, die ansonsten in jedem Fachbereich redundant bearbeitet werden, problemlos zu erledigen. Zudem hat die gemeinsame Datenbank in einer Personen-Leistungsstruktur wie in Care4 zahlreiche Vorteile für die Praxis. Konflikte zwischen Leistungen, die ein Leistungsempfänger oder eine Bedarfsgemeinschaft erhält, werden vollautomatisch berücksichtigt und den Sachbearbeitern werden Lösungen angeboten. Sich gegenseitig beeinflussende oder ergänzende Leistungen sind ebenfalls einfach innerhalb einer Akte abbildbar und die Auswirkungen werden bei der Berechnung vollautomatisch einbezogen.
Weniger Aufwand, mehr Übersicht
Da Personen in der Lösung Care4 nur einmal erfasst werden, und viele andere Daten, zum Beispiel zu Banken oder Versicherungen, zentral vorliegen, wird der Aufwand der Sachbearbeitung deutlich reduziert. Statt einen neuen Fall zu eröffnen, können Kollegen anderer Fachbereiche einfach einer bereits vorhandenen Familie eine weitere Leistung gewähren. Dass in dieser Konstellation dem Datenschutz und der Abbildung von Zugriffsrechten ein besonderes Augenmerk zukommt, ist nur richtig. Hier hilft eine hochflexible Rollen- und Rechtestruktur, mit der praktisch alle Formen der internen Organisation und Rechteverteilung abgebildet werden können.
Fachbereichs- und Amtsleitung können sich über einen weiteren Vorteil freuen. Statt mehrere verschiedene Auswertungsformen aus verschiedenen Verfahren mühsam in anderen Programmen, zum Beispiel Excel, zusammenzuführen, ist es mit einer einzigen Software einfach: Auswertungen, Vergleiche und Listen sind, Erfassungsfehler ausgenommen, immer duplikatsfrei. Das dient nicht nur als Absicherung gegen einen möglichen Missbrauch von Sozialleistungen, sondern ermöglicht auch komplett neue Auswertungsformen. So kann man beispielsweise schnell und unkompliziert per Drag-and-drop die Einnahmen und Ausgaben über alle Leistungsarten in Verbindung mit Fallzahlen vergleichen. Ebenso lässt sich herausfinden, wie die Kosten auf welchen Buchungsstellen ausfallen, oder wie lange der durchschnittliche Bezug dauert. Modernes Controlling, wie in Care4, bietet neben klassischen Auswertungen auch ein Live-Controlling mit mehreren Dimensionen direkt am Bildschirm – mit der Option, das Ergebnis gleich als Grafik weiterzuverarbeiten. Für Vergleichsringe oder den nächsten Termin bei Bürgermeister oder Landrat ist die Vorbereitung damit kinderleicht.
Dieser Beitrag ist in der November-Ausgabe von Kommune21 in der Rubrik Fachverfahren erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit
[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...
Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend
[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...
Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige
[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...
Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag
[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone
[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...
Praxis-Webinar: Digitale Entlastung für Jobcenter
[09.02.2026] Typische Herausforderungen im Jobcenter-Alltag und wie diese mit der Einführung einer digitalen Lösung zur Besuchersteuerung gemeistert werden können, stehen im Fokus eines Online-Webinars von SMART CJM gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Esslingen. mehr...
Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird
[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...
Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land
[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...
Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf
[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...
VG Polling: Biometric Go ergänzt PointID
[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts. mehr...
AKDB: adebisKITA als Cloud-Version
[26.01.2026] Als Cloud-Version soll die Software adebisKITA noch besser bei der Verwaltung von Kindertagesstätten unterstützen. Eine intuitive Bedienbarkeit und zeitgemäße Visualisierung sollen dazu ebenso beitragen wie die grundlegend neu gedachten Prozesse in der webbasierten Version. mehr...
Düsseldorf: Terminagent erfüllt Wünsche
[23.01.2026] In Düsseldorf stand das Amt für Einwohnerwesen lange vor der Herausforderung, den Bürgerservice effizient und gleichzeitig bürgerfreundlich zu gestalten. Gelungen ist das der Stadt mithilfe eines Terminagenten. mehr...
Kreis Steinfurt: Bauantrag ohne Papier
[14.01.2026] Das Bauportal Nordrhein-Westfalen ist um eine Kommunikationsplattform ergänzt worden, sodass auch der Austausch rund um einen Bauantrag digital abgewickelt werden kann. Als erster Landkreis startet Steinfurt mit dem voll digitalisierten Verfahren. mehr...
Hamm: Schub für digitale Genehmigungen
[12.01.2026] Die Stadt Hamm bearbeitet Bau- und Immissionsschutzanträge künftig Ende-zu-Ende digital. Digitale Einreichungen werden vollständig elektronisch geprüft und beschieden. Mit gezielten Anreizen und Informationsangeboten will die Stadt den Wechsel von Papier- zu Digitalanträgen beschleunigen. mehr...
Bremerhaven: Schulgebäude smart gebaut
[16.12.2025] Die Stadt Bremerhaven setzt beim Hochbauprojekt „Allianz 3 Schulen“ auf smarte Methoden wie Building Information Modeling, um Prozesse effizienter und präziser zu gestalten. Zudem kommt das innovative Verfahren der integrierten Projektallianz (IPA) zum Einsatz. mehr...






















