Montag, 2. November 2026

BerlinUmsetzungskonzept für die Smart City

[19.10.2016] Für eine Smart City Berlin hat der Senat den Zwischenbericht für ein Umsetzungkonzept zur Kenntnis genommen. Es umfasst drei wesentliche Strukturelemente, ein besonderer Schwerpunkt ist die Bürgerbeteiligung.
Ein Digitalisierungskonzept soll den Weg zur Smart City Berlin weisen.

Ein Digitalisierungskonzept soll den Weg zur Smart City Berlin weisen.

(Bildquelle: Wilfried Giesers / pixelio.de)

Mit einem Umsetzungskonzept sollen in Berlin konkrete Schritte auf dem Weg zur Smart City festgelegt werden. Der Senat hat jetzt einen Zwischenbericht zu diesem Umsetzungskonzept zur Kenntnis genommen. Unter einer Smart City Berlin versteht der Senat laut der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eine moderne, innovative, intelligente, vernetzte und digitale Stadt. Ziel sei es, die Daseinsvorsorge nachhaltig sicherzustellen und die Lebensqualität auf eine neue Stufe zu heben. Gleichzeitig sei die Smart City partizipativ, da es gelte, alle Kräfte zu bündeln. Zentrale Partner des Senats bei der Umsetzung seien vor allem öffentliche Unternehmen oder Unternehmen mit Landesbeteiligung in ihren unterschiedlichen Aktivitätsfeldern wie Wohnungswirtschaft, Ver- und Entsorgung oder Gesundheit und Soziales. „Wir wollen als öffentliche Hand eine Vorbildfunktion einnehmen“, erklärt Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Andreas Geisel. „In vielen öffentlichen Unternehmen Berlins werden bereits heute schon smarte, innovative und zugleich wirtschaftlich tragfähige Wege beschritten, um die hohen Zielvorgaben des Landes zum Beispiel beim Klimaschutz oder einer umweltverträglichen Mobilität zu erreichen. Damit nehmen die öffentlichen Unternehmen mit der von ihnen initiierten ‚Mehrwertinitiative Berlin‘ eine wichtige Schlüsselrolle für die Smart City Berlin ein.“ Drei wesentliche Strukturelemente charakterisieren laut der Meldung das Umsetzungskonzept für eine Smart City Berlin. Thematische Schwerpunkte ergeben sich aus den aktuellen strategischen Themen der Landespolitik, darunter Energie und Klimaschutz, smarte Mobilität und smartes Wohnen. Die Smart City könne sich aber nur entfalten, wenn entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Neben der technologischen und digitalen Infrastruktur sei hier die Umsetzung der bürgernahen Verwaltung ein wichtiges Ziel, das mit der Verabschiedung des E-Government-Gesetzes im Mai 2016 einen wichtigen Meilenstein erreicht habe. Drittes wesentliches Element betrifft die Kommunikation. In diesem Rahmen soll die Auszeichnung Smart City Projekt Berlin eingeführt und smarte Lösungen in einzelnen Modellquartieren sichtbar gemacht werden. Ein CityLAB soll praxisbezogene Lösungen zur Digitalisierung und zur Smart City bearbeiten und als offenes Forum und Schaufenster für den stadtentwicklungspolitischen Austausch mit den Berliner Bürgern dienen. Innovative und partizipative Veranstaltungen sollen die Stadtgesellschaft außerdem aktiv einbinden, etwa in Hackathons, Online-Beteiligungen oder öffentlichen Dialogveranstaltungen. Im Jahr 2015 hat der Senat bereits die Smart-City-Strategie Berlin beschlossen (wir berichteten).



Stichwörter: Politik, Berlin


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
bericht

AKDB-Kommunalforum: Schulterschluss für den digitalen Staat

[02.11.2026] Auf der Pressekonferenz zum 7. AKDB-Kommunalforum sprachen Bayerns Digitalminister Fabian Mehring sowie die AKDB-Vorstände Rudolf Schleyer und Gudrun Aschenbrenner über die Zukunft der Verwaltungsdigitalisierung. Im Mittelpunkt standen die digitale Dividende, Cyber-Sicherheit, digitale Souveränität und die Weiterentwicklung der AKDB zum zentralen kommunalen IT-Dienstleister. mehr...

Gruppenbild auf Wiese

DStGB: Nicht ohne kommunale Ebene

[02.11.2026] Der Digitalisierungsausschuss des DStGB fordert eine frühzeitige Einbindung der Kommunen in Digitalvorhaben des Bundes. Bei seiner Herbsttagung ging es um gemeinsame IT-Basiskomponenten und eine stärkere Beteiligung an der Wertschöpfung von Rechenzentren. mehr...

Hessen: Rechenzentren sollen Kommunen mehr einbringen

[26.10.2026] Rechenzentren beanspruchen kommunale Flächen und Infrastruktur. Die geplante Gewerbesteuerreform soll den Standortgemeinden höhere Einnahmen bringen. Das Land Hessen hat im Bundesrat Nachbesserungen verlangt, damit die Regelung möglichst viele Betreiber erfasst. mehr...

Wehende Flagge mit dem Landeswappen von Sachsen.

Sachsen: Fünf Online-Dienste landesweit

[26.10.2026] Der Freistaat Sachsen und der Bund haben vereinbart, fünf Online-Dienste bis Ende Juni 2027 in allen zuständigen Kommunalbehörden bereitzustellen. Der Bund finanziert die technische Anbindung, die govdigital gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister Lecos übernimmt. mehr...

Ein neuer virtueller Marktplatz soll Kommunen die einfache Nachnutzung von EfA-Diensten ermöglichen.
bericht

Sachsen-Anhalt: Marktplatz für Lösungen

[20.10.2026] Sachsen-Anhalt treibt die Digitalisierung seiner Verwaltung mit einem klaren Fokus auf Nachnutzung und Standardisierung voran. Ein zentrales Instrument ist dabei der „eGovernment-Marktplatz Sachsen-Anhalt“. mehr...

bericht

Smart Country Convention: Wildberger kündigt weitere Schritte an

[19.10.2026] Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin den Ausbau zentraler digitaler Verwaltungsdienste, die Weiterentwicklung des Deutschland-Stacks und neue KI-Anwendungen angekündigt. mehr...

Baden-Württemberg: Schneller Roll-out statt vieler Einzellösungen

[19.10.2026] Baden-Württemberg hat mit dem Bund vereinbart, fünf bestehende Online-Dienste innerhalb von neun Monaten bei allen zuständigen Behörden im Land verfügbar zu machen. Ein zentral organisierter Anschlussprozess soll die Kommunen bei der Umsetzung unterstützen. mehr...

Eine Hand hält ein weißes Puzzlestück über einen Holztisch, auf dem ein weiteres Puzzleteil liegt

GovTech Kommunal: Kein Ersatz, sondern Ergänzung

[15.10.2026] In der Debatte um mögliche Parallelstrukturen bei der Verwaltungsdigitalisierung hat GovTech Deutschland auf die Kritik der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, reagiert. In einer Stellungnahme weisen die Verantwortlichen die Vorwürfe zurück, erläutern die Rolle von GovTech Kommunal und bieten den kommunalen IT-Dienstleistern eine Zusammenarbeit an. mehr...

Sechs leere gelbe Stühle stehen in einer Reihe vor einer weißen Wand

Bitkom-Umfragen: Online aufs Amt bleibt (noch) die Ausnahme

[15.10.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung macht Fortschritte, bleibt aber hinter den Erwartungen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zurück. Das zeigen zwei aktuelle Bitkom-Umfragen. Insbesondere fehlende durchgängig digitale Verfahren und Medienbrüche sorgen für Unzufriedenheit. mehr...

Entspannter junger Mann mit Handy auf einem hellen Sofa.

Deutschland-App: Zentrale Projektdetails bleiben offen

[15.10.2026] Die Modernisierungsagenda föderal sieht unter anderem die Umsetzung einer KI-unterstützten Deutschland-App vor, die einen zentralen, komfortablen Zugang zu digitalen Verwaltungsverfahren bieten soll. Mit dem aktuellen Umsetzungsstand, der Vergabe und Auftragsvolumina befasste sich jetzt der Bundestag. mehr...

bunte Holztürme, die nebeneinander auf einem Holzfußboden stehen

Vitako: Warnung vor neuen Parallelstrukturen

[09.10.2026] Mit GovTech Kommunal ist Ende 2025 ein neuer Akteur für die kommunale Verwaltungsdigitalisierung gestartet. Der Verband Vitako sieht dessen Aktivitäten kritisch. In einem Positionspapier warnt er vor Doppelstrukturen, zusätzlichen Kosten und einer weiteren Zersplitterung der kommunalen IT-Landschaft und fordert, lieber bestehende föderale und kommunale Strukturen zu stärken. mehr...

Hessen: Positive Halbzeitbilanz

[05.10.2026] Hessen zieht eine positive Halbzeitbilanz seines Pilotprojekts mit dem Bundesdigitalministerium zur flächendeckenden Einführung digitaler Verwaltungsleistungen. Bei der An- und Ummeldung sind bereits mehr als 90 Prozent der Kommunen angeschlossen. mehr...

Körniges Schwarz-Weiß-Foto, Großraum-Büro mit vielen Arbeitsplätzen und Ordnern und Drehregister

Deutscher Städtetag: i-Kfz-Bund greift zu kurz

[24.09.2026] Der Deutsche Städtetag hält die geplante Zentralisierung der Kfz-Zulassung beim Bund für unzureichend. Der Bund wolle vor allem bereits digitalisierte Standardverfahren übernehmen, während aufwendige Fälle bei den Kommunen blieben. Eine spürbare Entlastung sei so kaum zu erwarten. mehr...

Luftbild Schweriner Schloss

Schwerin: Bund und Land bei Kommunalfinanzen gefordert

[21.09.2026] Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin erwartet für 2027 und 2028 Defizite in zweistelliger Millionenhöhe. Oberbürgermeister Sebastian Ehlers sieht darin kein lokales Problem, sondern verweist auf die bundesweit schwierige Finanzlage der Kommunen. Er fordert von Bund und Land eine aufgabenangemessene Finanzausstattung und Entlastungen bei gesetzlichen Leistungen. mehr...

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger bei einer Rede im Bundestag

Bund: Eine Milliarde Euro für Verwaltungsdigitalisierung

[10.09.2026] Der Bund will die Verwaltungsdigitalisierung weiter vorantreiben. Im Haushaltsentwurf sind dafür rund eine Milliarde Euro vorgesehen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger kündigte zudem weitere Schritte beim Deutschland-Stack, bei digitalen Verwaltungsleistungen und der Deutschland-App an. mehr...