ThüringenGeodaten für jedermann
Die Geobasisdaten des Thüringer Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (TLVermGeo) stehen ab sofort der Allgemeinheit kostenlos zum Download zur Verfügung. „Das ist der bedeutendste Schritt im Landesprogramm offene Geodaten und ein wichtiger Schritt hin zu einem transparenten Verwaltungshandeln“, sagte Birgit Keller, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft in Thüringen. Das Landesprogramm offene Geodaten wurde vor einem Jahr im Kabinett beschlossen und sieht vor, dass Geobasis- und Geofachdaten, die von der Verwaltung mit öffentlichen Mitteln erhoben wurden, der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung stehen. Nach Angaben des Ministeriums ist das TLVermGeo das erste Thüringer Landesamt, welches dieses Programm umsetzt und seine Daten vollständig unter den festgelegten Prinzipien allen Nutzern bereitstellt.
Das Angebot sei sowohl für Heimat- und Hobbyforscher als auch für die Profis in Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft interessant, informiert das Ministerium: Topografische Karten und bis zu 70 Jahre alte Luftaufnahmen können einfach und ohne Fachkenntnisse recherchiert werden. Mit dem Wegfall der Lizenzgebühren ist es möglich, diese Daten kostenlos auf eigenen Web-Seiten oder in Broschüren zu publizieren. Nur eine Quellenangabe sei nötig. „Darüber hinaus stehen aber auch Daten wie digitale Landschaftsmodelle oder Geländemodelle für professionelle Anwender bereit, die diese speziellen Datensätze für die Verwendung in Geo-Informationssystemen benötigen und hierauf ihr Geschäftsmodell aufbauen“, sagte TLVermGeo-Präsident Uwe Köhler. „Auch für diese gewerblichen Nutzer entfallen zukünftig die Kosten und das Verfahren zur Bestellung. Von der Freigabe sind nur solche Daten ausgenommen, die dem Datenschutz unterliegen wie beispielsweise die Eigentümerangaben im Liegenschaftskataster.“
Im deutschlandweiten Vergleich stehe Thüringen nach Angaben des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft damit nun bundesweit mit an der Spitze der Vermessungsverwaltungen, die der Aufforderung der Bundesregierung nach der Bereitstellung offener Geobasisdaten folgen. Nur Berlin und Hamburg bieten diesen bürgerfreundlichen Service schon länger an und seit dem 1. Januar 2017 auch Nordrhein-Westfalen (wir berichteten)
Klimaanpassung: Routing für schattige Wege
[03.06.2026] Auf schattigem Weg ans Ziel: Das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology stellt eine Anwendung für hitzemeidendes Fußgänger-Routing in vielen deutschen Städten vor. Nun sucht das Institut Partnerstädte, die das Projekt mit eigenen Daten weiterentwickeln. mehr...
Aachen: Baumdaten im Geoportal
[01.06.2026] Über die Bäume in Aachen können sich die Bürgerinnen und Bürger jetzt im Geoportal der Stadt umfänglich informieren. Dafür wurden Daten aus dem städtischen Baumkataster aufbereitet. mehr...
Karslruhe: Kühle Orte für heiße Tage
[29.05.2026] Die Stadt Karlsruhe hat ihren digitalen Stadtplan für heiße Tage ausgebaut: Dort sind nun auch aktuelle Daten von mehr als 100 lokalen Wettersensoren zu finden. mehr...
Bonn: Lehrpfad als digitales Erlebnis
[22.05.2026] Die Stadt Bonn will den geologischen Lehr- und Wanderpfad in den Stadtbezirken Bad Godesberg und Bonn künftig als erweitertes digitales Informationsangebot fortführen. mehr...
Schwerin: Geoportal erneuert
[20.05.2026] Ihr Geoportal hat die Stadt Schwerin technisch komplett erneuert und auf das Open-Source-System Masterportal 3.0 umgestellt. Die Plattform bündelt Geodaten von Bebauungsplänen bis zu Luftbildern und soll Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern schnelleren mobilen Zugriff auf raumbezogene Informationen bieten. mehr...
GIS: RIWA integriert KI-gestützte Suche
[20.05.2026] Kommunale Geodaten per natürlicher Sprache durchsuchen – ohne komplexe GIS-Abfragen oder spezielles Fachwissen: Mit RIWANEXIS stellt RIWA eine neue KI-Lösung vor, die den Zugang zu kommunalen Geo-Informationssystemen grundlegend vereinfacht. mehr...
Lübeck: Denkmäler interaktiv erleben
[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. mehr...
Berlin: Hochwasser im Blick
[13.05.2026] Zu Beginn der Starkregenzeit startet in Berlin jetzt ein neues digitales Informationstool zum Umgang mit Starkregen und Flusshochwasser. Es zeigt adressgenau, ob Orte potenziell betroffen sind. mehr...
RIWA/RealityMaps: Mehr Datentiefe für Planung und Klima
[07.05.2026] Der GIS-Anbieter RIWA und der Geodatenspezialist RealityMaps kooperieren, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-Analysen stärker in kommunale Fachverfahren zu bringen. Spezielle Befliegungen liefern eine umfassende Datengrundlage für kommunale Prozesse und Entscheidungen. mehr...
Augsburg: Straßenraum in 3D
[07.04.2026] Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...
Mainz: WebGIS wird modernisiert
[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...
Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt
[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...
Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt
[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...
Niedersachsen: Entsiegelungskataster mit KI
[26.02.2026] Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hat ein digitales, KI-gestütztes Entsiegelungskataster freigeschaltet. So soll die kommunale Entsiegelungsplanung unterstützt werden. Kommunen werden beim Einstieg in das System begleitet. mehr...
Kreis Dingolfing-Landau: Erfolgreicher GIS-Start mit allen Kommunen
[23.02.2026] Der Kreis Dingolfing-Landau hat mit seinen Gemeinden die Grundlage für ein gemeinsames Geo-Informationssystem (GIS) geschaffen. Die bayerischen Kommunen sind dafür auf das webbasierte RIWA GIS-Zentrum (RGZ) umgestiegen. Dabei sorgten individuell konfigurierte Starterpakete für eine reibungslose Einführung in den Verwaltungen. mehr...



















