Mittwoch, 10. Juni 2026

HamburgGeodaten sicher speichern

[08.02.2017] Ein Projekt zur digitalen Langzeitspeicherung von Geodaten hat das Land Hamburg gemeinsam mit den Unternehmen AED-Sicad und SER gestartet.
Hamburg lässt System zur Langzeitspeicherung von Geodaten entwickeln.

Hamburg lässt System zur Langzeitspeicherung von Geodaten entwickeln.

Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung des Landes Hamburg und Dr. Thomas Englert, Vorstandsvorsitzender der AED-Sicad AG, bei der Vertragsunterzeichung.

(Bildquelle: LGV Hamburg)

Der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) des Landes Hamburg wird zusammen mit dem Unternehmen AED-Sicad ein System zur Langzeitspeicherung (LZS) für digitale Geodaten erstellen. Ein entsprechender Vertrag ist Ende Januar unterzeichnet worden. Als Koooperationspartner hat AED-Sicad nach eigenen Angaben die Firma SER eGovernment Deutschland gewonnen. Die neue Lösung soll für alle Produzenten von Geodaten offen sein. Hintergrund für die Neuentwicklung: Die zunehmend ausschließlich digitale Speicherung von Geodaten birgt einige Probleme – Speichermedien, Dateiformate, Hard- und Software veralten, werden inkompatibel, es treten Defekte auf oder sie verschwinden ganz. Archive, Behörden und Verwaltungen sind daher mit der Frage konfrontiert, wie digitale Geodaten zukunftssicher gespeichert werden können. Der LGV Hamburg hat daher beschlossen, seine statischen, digitalen Geodaten künftig in einer LZS verwalten und darüber ausgewählte Daten an das Staatsarchiv abzugeben. Im Sinne einer zukunftssicheren Verwahrung sollen die Daten auch in 50 Jahren noch lesbar bereitgestellt werden können. In der gemeinsamen LZS-Lösung für das Land Hamburg kommen von AED-Sicad das Standardprodukt GIS-Portal mit dem User and Resource Management (URM) sowie dem Web Order System (WOS) sowie von SER die Lösung Doxis4 mit den OAIS-Modulen zum Einsatz. Wie AED-Sicad weiter meldet, wird in einer ersten von vier Lösungsstufen zunächst die Inbetriebnahme des digitalen Grenznachweises realisiert. Die von der AdV und der KLA (Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Archivverwaltungen des Bundes und der Länder) beschlossenen Leitlinien zur bundesweit einheitlichen Archivierung von Geobasisdaten würden damit erstmals in einem Pilotprojekt umgesetzt. Die neue Lösung werde auch den ISO-Standard OAIS (Open Archival Information System) berücksichtigen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geodaten-Management
Cyclomedia-Auto-vor Häusern-Cyclomedia-Befahrung_köln

Köln: Kamera-Autos unterwegs

[05.06.2026] Im Stadtgebiet Köln sind bis Anfang August Kamera-Autos unterwegs, um hochauflösende und georeferenzierte 3D-Panoramabilder aufzunehmen. Diese helfen der Verwaltung unter anderem in Planungsfragen. mehr...

Blick unter einer Baumkrone hervor auf einen sonnigen, gepflastertetn Platz, darauf sind einige Fußgänger unterwegs.

Klimaanpassung: Routing für schattige Wege

[03.06.2026] Auf schattigem Weg ans Ziel: Das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology stellt eine Anwendung für hitzemeidendes Fußgänger-Routing in vielen deutschen Städten vor. Nun sucht das Institut Partnerstädte, die das Projekt mit eigenen Daten weiterentwickeln. mehr...

Blick von unten in eine Baumkrone

Aachen: Baumdaten im Geoportal

[01.06.2026] Über die Bäume in Aachen können sich die Bürgerinnen und Bürger jetzt im Geoportal der Stadt umfänglich informieren. Dafür wurden Daten aus dem städtischen Baumkataster aufbereitet. mehr...

Thermometer vor dem Karlsruher Schloss zeigt hohe Temperaturen

Karslruhe: Kühle Orte für heiße Tage

[29.05.2026] Die Stadt Karlsruhe hat ihren digitalen Stadtplan für heiße Tage ausgebaut: Dort sind nun auch aktuelle Daten von mehr als 100 lokalen Wettersensoren zu finden. mehr...

Screen geologischer Lehrpfad Bonn

Bonn: Lehrpfad als digitales Erlebnis

[22.05.2026] 
Die Stadt Bonn will den geologischen Lehr- und Wanderpfad in den Stadtbezirken Bad Godesberg und Bonn künftig als erweitertes digitales Informationsangebot fortführen.
 mehr...

Schwerin: Geoportal erneuert

[20.05.2026] Ihr Geoportal hat die Stadt Schwerin technisch komplett erneuert und auf das Open-Source-System Masterportal 3.0 umgestellt. Die Plattform bündelt Geodaten von Bebauungsplänen bis zu Luftbildern und soll Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern schnelleren mobilen Zugriff auf raumbezogene Informationen bieten. mehr...

Screenshot von RIWANEXIS

GIS: RIWA integriert KI-gestützte Suche

[20.05.2026] Kommunale Geodaten per natürlicher Sprache durchsuchen – ohne komplexe GIS-Abfragen oder spezielles Fachwissen: Mit RIWANEXIS stellt RIWA eine neue KI-Lösung vor, die den Zugang zu kommunalen Geo-Informationssystemen grundlegend vereinfacht. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die interaktive Denkmalkarte zu sehen ist vor Lübecks Altstadt

Lübeck: Denkmäler interaktiv erleben

[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. mehr...

eine Zeichnung zeigt eine überflutete Straße bei Regen und viele menschen, die mit Schirm unterwegs sind

Berlin: Hochwasser im Blick

[13.05.2026] Zu Beginn der Starkregenzeit startet in Berlin jetzt ein neues digitales Informationstool zum Umgang mit Starkregen und Flusshochwasser. Es zeigt adressgenau, ob Orte potenziell betroffen sind. 
 mehr...

RIWA/RealityMaps: Mehr Datentiefe für Planung und Klima

[07.05.2026] Der GIS-Anbieter RIWA und der Geodatenspezialist RealityMaps kooperieren, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-Analysen stärker in kommunale Fachverfahren zu bringen. Spezielle Befliegungen liefern eine umfassende Datengrundlage für kommunale Prozesse und Entscheidungen. mehr...

Messfahrzeug mit Kameras und Laserscanner

Augsburg: Straßenraum in 3D

[07.04.2026] 
Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...

eine Reihe von Personen steht vor einer Wand

Mainz: WebGIS wird modernisiert

[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...

Screenshot des Sozial-Dashboards.

Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt

[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...

Screenshot digitaler Zwilling Rhein-kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt

[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...

Screenshot aus der WebGIS-Anwendung, in der Mitte eine in Gelb und Blau gehaltene Luftaufnahme eines Siedlungsgebiets, rechts und links Panels mit Eintellungen und Legende.

Niedersachsen: Entsiegelungskataster mit KI

[26.02.2026] Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hat ein digitales, KI-gestütztes Entsiegelungskataster freigeschaltet. So soll die kommunale Entsiegelungsplanung unterstützt werden. Kommunen werden beim Einstieg in das System begleitet. mehr...