Dienstag, 8. September 2026

OberurselDigitale Vorhabenliste

[14.06.2017] Über wichtige Projekte will Oberursel die Bürger künftig transparenter und besser informieren. Dafür hat die Stadt auf ihrer Website eine digitale Vorhabenliste gestartet. Die erweiterte Beteiligung soll zunächst im Pilotbetrieb erprobt werden.
Oberursel startet Digitale Vorhabenliste.

Oberursel startet Digitale Vorhabenliste.

(Bildquelle: Stadt Oberursel)

Neue Instrumente und Formate will Oberursel nutzen, um die Bürgerbeteiligung auszubauen. Um den Bürgern mehr Transparenz und bessere Informationen bieten zu können, will die hessische Stadt dabei laut eigenen Angaben Angebote über das gesetzliche Maß hinaus machen. „Dadurch erhoffe ich mir eine höhere Legitimation“, sagt Bürgermeister Hans-Georg Brum. „Es ist wichtig, die Wünsche und Anregungen aus der Bürgerschaft aufzunehmen und in den politischen Entscheidungsprozess einfließen zu lassen.“ Deshalb stellt die Stadt jetzt eine digitale Vorhabenliste auf ihrer Website zur Verfügung. In diese sollen laut der Kommune nur solche Projekte aufgenommen werden, die bestimmte Kriterien erfüllen, etwa hinsichtlich der finanziellen Dimension, des Grads der Betroffenheit für verschiedene Zielgruppen oder der vorliegenden (Grundsatz-)Beschlüsse der politischen Gremien. Die derzeit neun Vorhaben umfassende Liste soll kontinuierlich erweitert werden und es den Bürgern ermöglichen, sich laufend über die Projekte zu informieren. Auf den Projektseiten selbst sind sowohl Texte als auch grafische Symbole oder Zeitangaben enthalten. Ferner können Fotos und Skizzen beigefügt werden. Das einheitlich aufgebaute Layout soll die Orientierung erleichtern. Laut der Stadt werden die Seiten laufend aktualisiert, der Projektfortschritt also für alle nachvollziehbar dokumentiert. Integraler Bestandteil der Liste sei die Option, eine informelle Bürgerbeteiligung durchzuführen. Die von der Firma eOpinio stammende Software erlaube hier von der moderierten Diskussion bis hin zum Online-Voting verschiedene Varianten. „In der Vergangenheit haben wir bereits verschiedene Veranstaltungsformate durchgeführt – je nach Größe und Bedeutung des Projekts waren dies Bürgerinformationen und Bürgerdialoge, Anwohnerversammlungen und Ortsbesichtigungen, runde Tische oder auch Bürgerbefragungen“, sagt Bürgermeister Brum. „Die Resonanz fiel dabei sehr unterschiedlich aus, zum Teil waren diese Formate auch sehr aufwendig in der Vor- und Nachbereitung. Das wollen wir jetzt ändern.“ Da je nach Ausgestaltung unterschiedliche Kosten anfallen, will Oberursel das Instrument einer erweiterten Bürgerbeteiligung unter Einbeziehung der Software von eOpinio zunächst pilothaft erproben. Für die Implementierung sei eine pragmatische Vorgehensweise vorgesehen. Im Rahmen der auf ein Jahr angelegten Pilotphase entscheide der Magistrat, welche Projekte in die Vorhabenliste aufgenommen werden. Mit den Ausschüssen und Ortsbeiräten finde ein laufender Austausch statt, sodass auch diese Gremien adäquat einbezogen und informiert werden. Nach einem Jahr werde dem Parlament ein Erfahrungsbericht vorgelegt. Darin sollen dann verbindliche Kriterien für die Aufnahme von Projekten in die Vorhabenliste und die Ausgestaltung des Verfahrens definiert werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: E-Partizipation
KI-generiertes Rendering zur möglichen Neugestaltung des Domplatzes Eichstätt
bericht

KI-Oasen: Wenn Städte träumen

[31.07.2026] Das Architekturbüro weiss Architekten entwickelt mit den KI-Oasen ein Beteiligungsformat, das Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürger niederschwellig in ortsspezifische Bilder übersetzt. In Eichstätt wird daraus nun ein kommunales Pilotprojekt. mehr...

Menschen blicken auf einen Tisch mit Notizzetteln
bericht

Serie Smart Cities, Teil 4: Bürger als Gestalter

[30.07.2026] Aus zahlreichen Praxisprojekten hat das Fraunhofer-Institut IESE zentrale Erkenntnisse gewonnen, wie eine gute Bürgerbeteiligung gestaltet sein sollte. Ein Erfolgsfaktor: Digitale Angebote sollten mit Vor-Ort-Formaten kombiniert werden. mehr...

Magdeburg_VR_Bürgerbeteiligung_Personen im Elbedome
bericht

Magdeburg: Beteiligung mit VR

[28.07.2026] Wie lassen sich komplexe städtebauliche Planungen anschaulich vermitteln und die Bürgerbeteiligung stärken? Ein Forschungsprojekt zeigt am Beispiel der Großen Münzstraße in Magdeburg, wie Virtual Reality neue Wege in der Bauleitplanung eröffnen kann. mehr...

Darstellung des Bürgertipps-Portals "Sag's Achim" auf einem Monitor, einem Tablet und einem Smartphone

Achim: Portal für Bürgertipps

[27.07.2026] Die Stadt Achim ist die erste Kommune im Kreis Verden, die auf das moderne Bürgertipps-Portal von Anbieter NOLIS setzt. Sag’s Achim lässt sich über Smartphone, Tablet und PC gleichermaßen einfach nutzen und löst die bisherige Online-Mängelmelder-Lösung ab. mehr...

Der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase zeigt auf ein iPad, das die neue Microsite Bürgerbeteiligung Mainz zeigt

Mainz: Microsite erleichtert das Mitgestalten

[14.07.2026] Die Bürgerbeteiligung der Stadt Mainz präsentiert sich mit einem rundum modernisierten Webauftritt. Die neue Microsite „Gemeinsam Mainz gestalten“ soll es den Bürgerinnen und Bürgern künftig noch einfacher machen, Mitwirkungsmöglichkeiten wahrzunehmen. mehr...

Weibliche Hand, die ein Smartphone auf einen Fliegenpilz im Wald richtet

Uslar/Katlenburg-Lindau: Digitale Beteiligungsplattform zur Artenvielfalt

[10.07.2026] Für den Naturschutz ist ein feinmaschiges Monitoring der Artenvielfalt zentral. Interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort können aufgrund lokaler Gebietskenntnis und wiederholter Beobachtung wertvolle Hinweise liefern. Ein Forschungsprojekt in Niedersachsen nutzt dazu digitale Lösungen von wer denkt was. mehr...

Vektorillustration mit jungen Menschen in der Nähe eines großen Smartphones, die Feedback und Bewertungen für ein Produkt oder eine Dienstleistung abgeben.

Studie: Bürgerbeteiligung ohne Hightech

[08.06.2026] Erstmals wurde bundesweit untersucht, wie Kommunen digitale Bürgerbeteiligung einsetzen. Die Erhebung zeigt, dass ostdeutsche Kommunen häufiger aktiv sind als westdeutsche. Gleichzeitig zeigt sich bundesweit: Digitale Bürgerbeteiligung in der Breite ist kein Hightech-Unterfangen. mehr...

Elbphilharmonie spiegelt sich in einer Glaskugel mit dem Wort Hamburg

Hamburg: Aktionsplan für Nachhaltigkeit

[05.06.2026] Ihr Engagement für eine offene und transparente Verwaltung baut die Freie und Hansestadt Hamburg weiter aus und ist in die neue Programmphase von Open Government Partnership (OGP) Local gestartet. Im Fokus steht die gesamtstädtische Nachhaltigkeitsstrategie. mehr...

Marktplatz-mit-BeachFlag-2048x1538

wer denkt was: 15 Jahre Innovation und Dialog

[07.05.2026] Das Unternehmen wer denkt was feiert Jubiläum: Seit 15 Jahren begleitet die Firma Kommunen im ganzen Bundesgebiet bei der Umsetzung moderner Beteiligungsprozesse. mehr...

Stuttgart gelauncht Beteiligungsportal_frau schaut auf Tablet

Stuttgart: Relaunch fürs Beteiligungsportal

[04.05.2026] Ihr Beteiligungsportal hat die Stadt Stuttgart grundlegend modernisiert. Der Zugang wurde barrierearm und intuitiv gestaltet. Für mehr Verständlichkeit und effiziente Auswertungen setzt die Stadt auf KI. mehr...

Screenshot der Radspur-App im App-Store.

Kirchenlamitz: Radspur-App liefert Daten aus der Praxis

[20.03.2026] Mit welcher Frequenz Radwege genutzt werden und ob es auf den Strecken Verbesserungsbedarfe gibt, will die Stadt Kirchenlamitz mithilfe einer App herausfinden. Ist die Anwendung auf dem Smartphone installiert und aktiviert, kann sie anonymisiert GPS- und Erschütterungsdaten erfassen. Auch können die Nutzerinnen und Nutzer über die App auf Gefahrenstellen oder Hindernisse hinweisen. mehr...

Die drei Stadtoberhäupter stehen zum Foto versammelt, OB Hetjes hält einen Laptop in den Händen auf dessen Bildschirm das Beteiligungsportal Seid Dabei eingeblendet ist.

Bad Homburg v. d. Höhe / Friedrichsdorf / Wehrheim: Gemeinsame Beteiligungsplattform

[19.03.2026] Mit Seid Dabei haben Bad Homburg v. d. Höhe, Friedrichsdorf und Wehrheim eine gemeinsame Beteiligungsplattform gestartet, auf der jede Kommune zwar einen eigenen Bereich verwaltet, die technische Infrastruktur aber mit den anderen teilt. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, im Hintergrund sind Aussteller des eGo-Saar und von Gerda BürKI zu sehen.
bericht

Gersheim: Mehr Service mit Gerda

[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Maptable versammelt und bearbeiten eine Stadtkarte.
bericht

E-Partizipation: Möglichkeiten und Grenzen

[26.02.2026] Analoge Beteiligungsformate sprechen nur eine begrenzte Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern an. Fügen Kommunen digitale Partizipationsangebote planvoll hinzu, erreichen sie mehr Zielgruppen. Wichtig ist die intelligente Kombination der beiden Ansätze. mehr...

ein Laptop auf dessen Display die Website zur Beteiligungsplattform der Stadt Darmstadt aufgerufen ist

Darmstadt: Digitalstrategie mitgestalten

[25.02.2026] Mit einer neuen Digitalstrategie will die Stadt Darmstadt wichtige Weichen für die Zukunft ihrer digitalen Verwaltung und Services stellen. In die finale Fassung sollen auch Anregungen aus der Bürgerschaft einfließen. mehr...