AKDBStandards wichtiger als Labore

Für die AKDB ist die Kommunale ein Heimspiel und bietet die Gelegenheit für eine Leistungsschau.
(Bildquelle: K21 media AG)
Alle zwei Jahre öffnet in Nürnberg die Kommunale ihre Tore. In diesem Jahr feierte Deutschlands größte Fachmesse für Kommunalbedarf 20-jähriges Jubiläum und ging vergangene Woche mit einem Ausstellerrekord und einem Besucheranstieg zu Ende (wir berichteten). Für die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) ist die Messe in der Frankenmetropole ein Heimspiel und bietet die Gelegenheit für eine Leistungsschau. Auf einem der größten Stände in den Nürnberger Messehallen zeigte der IT-Dienstleister seine kommunalen Fachverfahren, Software-Lösungen und Outsourcing-Angebote.
Online-Dienste-Paket für das OZG
In diesem Jahr registrierte die AKDB an ihrem Stand auch vermehrtes Interesse an Beratungsleistungen zur Digitalisierung und am Onlinezugangsgesetz (OZG). Kein Wunder: Der Freistaat Bayern hat das Förderprogramm Digitales Rathaus aufgelegt und unterstützt die Kommunen beim Aufbau von Online-Diensten mit bis zu 20.000 Euro (wir berichteten). Die AKDB wiederum hat ein förderfähiges Online-Dienste-Paket für die Umsetzung der OZG-Vorgaben geschnürt. Nach Angaben des IT-Dienstleisters sind darin Basisdienste wie Meldewesen und Services mit hohem Kundennutzen integriert, etwa die Kitaplatz-Bedarfsanmeldung oder die internetbasierte Kfz-Zulassung.
Rudolf Schleyer, Vorstandsvorsitzender der AKDB, erklärte: „E-Government-Dienste werden in der Breite nur dann angenommen, wenn sich bei ihrer Nutzung spürbare Vorteile ergeben. Und offensichtlich gibt es die: So wurden im Bürgerservice-Portal der AKDB in den letzten zwölf Monaten 1,3 Millionen Online-Vorgänge erfolgreich abgewickelt. Das sind 75 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.“
Bedeutung des OZG nicht erkannt
Bei einem Pressegespräch im Rahmen der Kommunale sagte Schleyer allerdings auch, die Bedeutung des Onlinezugangsgesetzes hätten noch nicht alle Kommunen erkannt. Es gebe sogar die Auffassung, das Bundesgesetz gelte aufgrund des Aufgabenübertragungsverbots des Grundgesetzes nicht für die kommunale Ebene. Nicht zuletzt weil im März kommenden Jahres Kommunalwahlen in Bayern anstehen, sollten sich die Städte und Gemeinden aber jetzt um die Umsetzung der Vorgaben des OZG kümmern, so Schleyer. Schließlich gehe es auch um Standortvorteile und darum, die eigene Gemeinde zukunftssicher aufzustellen. Da es sich nur um ein Zugangsgesetz handle, lautet für Schleyer die zentrale Frage, was die Kommunen mit den Daten anstellen. Diese müssten medienbruchfrei weiterverarbeitet werden und die Bescheide auch digital an Bürger und Unternehmen gehen. Mit ihrem modularen Online-Dienste-Paket biete die AKDB gerade auch kleineren Gemeinden die Möglichkeit einer Digitalisierung ihrer Dienste vom Eingang bis zum Ausgang. Schleyer wies darauf hin, dass in den individuellen Bundles zudem die Wartung und Pflege der Services für vier Jahre kostenlos enthalten sei.
Schnittstellen sind entscheidend
Was die Aktivitäten bei der Umsetzung des OZG betrifft, äußerte sich Schleyer vor den Pressevertretern kritisch. Es sei ein Fehler gewesen, dass die kommunalen IT-Dienstleister nicht an den Digitalisierungslaboren (wir berichteten) beteiligt worden seien. Dies habe teilweise zu absurden Ergebnissen geführt, die in der kommunalen Praxis software-technisch nicht umsetzbar seien. Erst jetzt finde hier ein Umdenken statt. Zudem initiiere der Freistaat Bayern nun eigene Digitalisierungslabore, an denen die AKDB beteiligt sei. Wichtig für den Erfolg des OZG wäre es nach Auffassung von Rudolf Schleyer, alle Online-Dienste der verschiedenen Hersteller zu verknüpfen. „Wir brauchen eine bessere Standardisierung der Schnittstellen und eine bundesweite Interoperabilität der verschiedenen Nutzerkonten“, sagte der AKDB-Chef.
Databund: 20. Geburtstag gefeiert
[07.04.2026] Vor 20 Jahren wurde der Databund als Verband für die mittelständische IT-Wirtschaft im öffentlichen Sektor gegründet. Die Geburtstagsparty wurde für Rückblick und Ausblick genutzt. mehr...
Prosoz/ekom21: Gemeinsam für Sozial- und Jugendwesen
[12.03.2026] Eine sechsjährige Rahmenvereinbarung mit dem IT-Dienstleister ekom21 hat jetzt das Unternehmen Prosoz unterzeichnet. Kommunen in Hessen können künftig Prosoz-Lösungen ohne eigene Ausschreibung einführen. mehr...
OWL-IT: Verbandsspitze wiedergewählt
[04.03.2026] In ihrer konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl 2025 hat die Verbandsversammlung des Zweckverbands Ostwestfalen-Lippe-IT (OWL-IT) ihre bisherige Verbandsspitze erneut gewählt. mehr...
Niedersachsen: IT-Dienstleister bündeln Kräfte
[26.02.2026] Niedersachsens kommunale IT-Dienstleister bündeln ihre Kräfte ab sofort unter dem Dach von Komm2IT. Das Programm mit dem Ziel eines gesellschaftsrechtlichen Zusammenschlusses bis Anfang 2027 soll die Digitalisierung der Verwaltung in dem Bundesland spürbar voranbringen. mehr...
Little Bird Group: Vier Lösungsanbieter bündeln Kräfte
[16.02.2026] Als Little Bird Group treten künftig die Softwareunternehmen Little Bird, InstiKom, Stay Informed und Kita-Planer KP auf. Unter der neuen Dachmarke wollen sie ihre digitalen Lösungen für die Bildung und Betreuung von Kindern gemeinsam weiterentwickeln. mehr...
OWL-IT / regio iT: Kooperation wird vertieft
[03.02.2026] Mit einem neuen Vertrag bündeln die beiden kommunalen IT-Dienstleister OWL-IT und regio iT ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Low Code und Automatisierung. Dadurch vertiefen sie ihre bereits bestehende Zusammenarbeit beim Personal- und Sitzungsmanagement. mehr...
Cuckoo Coding / NOLIS: Echtes Win-win
[02.02.2026] Das Start-up Cuckoo Coding und der E-Government-Spezialist NOLIS haben eine App für Kommunen entwickelt. Die Geschäftsführerinnen Mira Jago, Cuckoo Coding, und Maren Warnecke, NOLIS, schildern ihre Erfahrungen und ziehen ein erstes Fazit. mehr...
Umfirmierung: Aus Lorenz Orga-Systeme wird sovero
[27.01.2026] Unter neuem Namen firmiert jetzt die Lorenz Orga-Systeme GmbH. Als sovero GmbH will sich das Unternehmen für Software, Beratung und Aktendigitalisierung ganzheitlich auf künftige Marktentwicklungen einstellen. Im Fokus steht weiterhin die öffentliche Verwaltung. mehr...
Little Bird: Starkes Wachstumsjahr
[06.01.2026] Der Anbieter Little Bird hat 2025 als besonders starkes Wachstumsjahr bezeichnet, da 60 Kommunen live gegangen sind und sich weitere 50 in der Umsetzung befinden. mehr...
ekom21: Die Idee des Teilens
[17.12.2025] Technologische Sprünge, steigende Erwartungen, neue Rollen: Kommunale IT-Dienstleister stehen vor einem Umbruch. Im Interview mit Kommune21 spricht Geschäftsführer Martin Kuban darüber, wie ekom21 auf die Herausforderungen reagiert. mehr...
conet: Klare Struktur, neue Marke
[04.12.2025] Mit einer klaren Unternehmensstruktur und einem Marken-Relaunch will sich der Full-Service-IT-Dienstleister conet jetzt noch gezielter auf aktuelle Marktanforderungen und die konkreten Kundenbedürfnisse in zentralen Digitalisierungsthemen ausrichten. Die Mitarbeitenden haben den Transformationsprozess mitgestaltet. mehr...
Fabrik19 / ekom21: Unkomplizierte Digitalisierung
[04.12.2025] Softwareentwickler Fabrik19 und Hessens größter kommunaler IT-Dienstleister ekom21 haben sich zu einer Entwicklungspartnerschaft zusammengeschlossen. Das Ziel: Kommunen sollen dank Low-Code-Plattform eigene Apps schneller aufbauen, besser anpassen und kosteneffizient umsetzen können. mehr...
Komm.ONE: Schulterschluss der IT-Dienstleister
[01.12.2025] Der baden-württembergische IT-Dienstleister Komm.ONE setzt strategisch auf Vernetzung und Kooperation. Ob im Bereich Verkehrswesen, bei der Registermodernisierung oder bei den Ausländerbehörden – die großen Digitalisierungsvorhaben der kommenden Jahre sollen länderübergreifend und mit gebündelter Expertise umgesetzt werden. mehr...
Baden-Württemberg: Weichen werden neu gestellt
[01.12.2025] Bei der 4IT-Verbandsversammlung vergangene Woche in der Kongresshalle Böblingen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Kommunen über die digitale Zukunft der Verwaltung. Im Mittelpunkt stand die strategische Neuausrichtung des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE. mehr...
ParkHelp / Cleverciti: Umfassende Plattform für Parkleitsysteme
[27.11.2025] Cleverciti wird eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von ParkHelp. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen eine cloudbasierte Plattform für Parkleitsysteme und das Parkplatzmanagement zur Verfügung stellen, sodass hier beispielsweise Kommunen sämtliche Parkflächen zentral managen können. mehr...






















