UlmKreativraum für digitale Verwaltung

Ulm: Im neuen Kreativraum der Stadt sollen künftig Ideen für die digitale Verwaltung entstehen.
(Bildquelle: Gudrun Kiuntke/123rf.vom)
„Einfach mal machen! Es könnte ja gut werden!“ – Unter diesem Motto starteten das Ulmer Verwaltungslabor und der neue Kreativraum Anfang Mai 2020 offiziell ihren Betrieb, um das Thema Digitalisierung in der Verwaltung noch schneller voranzubringen. Das teilen die baden-württembergische Kommune und die Zeppelin Universität in einer gemeinsamen Pressemeldung mit.
Ulm habe sich durch zahlreiche Projekte zu einer der Vorreiterstädte der digitalen Transformation entwickelt. Nun sollen innovative Ideen der Digitalisierung auch innerhalb der Ulmer Stadtverwaltung diskutiert und konkretisiert werden können. „Dafür bietet das neu geschaffene Verwaltungslabor den richtigen Rahmen“, betont Erster Bürgermeister Martin Bendel. „Es fördert den interdisziplinären Austausch innerhalb der Stadtverwaltung und schafft Freiräume für neue Ideen für die Verwaltung von morgen.“
Zentraler Kern und realer Ort
Der Kreativraum im Weinhof 7 stellt laut der Pressemeldung den realen Ort und zentralen Kern des Verwaltungslabors dar, das allen Abteilungen und Einrichtungen der Stadtverwaltung als Raum für Zusammenarbeit, Austausch und Impulse externer Experten offensteht. Bis Mitte 2021 liege der Schwerpunkt auf den Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
In Zeiten der Corona-Pandemie bekomme ein Verwaltungslabor einen ganz neuen Stellenwert – für jede Stadt: Die Einschränkungen des Publikumsverkehrs und das Ende des klassischen Verwaltungsalltags würden zu digitalen Ansätzen zwingen, um den Betrieb der Stadtverwaltung aufrechtzuhalten. Digitale Expertise vor Ort gewinne somit an Bedeutung. Für die nachhaltige Umsetzung gelte es, Thementreiber in der Stadtverwaltung zu identifizieren, die Modernisierungsthemen langfristig verfolgen und umsetzen wollen, sagt Projektleiterin Sabrina Richter von der Digitalen Agenda der Stadt Ulm. Dabei könne sich jede und jeder aus der Ulmer Stadtverwaltung aktiv einbringen, betont sie.
Das Projekt Verwaltungslabor wird vom Open Government Institute (TOGI) der Zeppelin Universität (ZU) im Rahmen der Zukunftsstadt Ulm 2030 (wir berichteten) wissenschaftlich begleitet. Professor Jörn von Lucke, Institutsdirektor und Inhaber des Lehrstuhls Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik an der ZU, verdeutlicht: „Die Eröffnung des Kreativraums ist ein wichtiger Meilenstein für nachhaltige Innovationen in der Stadtverwaltung Ulms, gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie.“
Digitale Interaktion
Noch werde im Kreativraum ausschließlich auf digitale Interaktion gesetzt, aber nach der Corona-Pandemie soll das Thema Design Thinking angegangen werden und eine reale Umsetzung im Kreativraum erfolgen.
Aus diesem Grund konnte auch der Eröffnungsworkshop noch nicht in den Räumlichkeiten am Weinhof 7 stattfinden, informiert die Stadt. So hätte der erste Workshop stattdessen auch dem Kennenlernen von neuen digitalen Methoden zur Zusammenarbeit aus dem Homeoffice gedient. Die Teilnehmenden der Ulmer Stadtverwaltung seien in zweieinhalb Stunden über die Zielsetzung, Funktionsweise und geplante Themensetzung des Kreativraumes informiert worden. Gleichzeitig seien sie aktiv eingebunden worden, indem neue Ideen gesammelt, Personas entwickelt, die Themensetzung konkretisiert sowie geeignete Workshop-Formate diskutiert werden konnten.
Da über Meetingsphere jede Eingabe und alle Abstimmungen anonym erfolgt seien, hätten Meinungen und Bedenken ungefiltert geäußert und eingebracht werden können. Diese ehrliche Offenheit und ein automatisch generiertes digitales Protokoll, das sofort nach Abschluss des Workshops versandt wurde, hätten alle Teilnehmenden sehr positiv wahrgenommen. Der Kreativraum sei nun dauerhaft geöffnet und biete der Stadtverwaltung Ulm unterschiedliche Veranstaltungen und Workshop-Formate.
Ulm: Goldenes Buch ist digital erlebbar
[04.09.2026] Das Goldene Buch der Stadt Ulm können Gäste im Rathaus via Touchbildschirm ab sofort digital durchblättern. mehr...
GEAS-Reform (2): Was jetzt auf die Verwaltung zukommt
[03.09.2026] Neue Verfahren, angepasste IT-Systeme und komplexere Rechtsfragen: Mit der GEAS-Reform wächst der Umsetzungsaufwand für die beteiligten Behörden. Sie müssen europäische und nationale Vorgaben stärker gemeinsam berücksichtigen - und up to date bleiben. mehr...
GEAS-Reform (1): Die rechtlichen Implikationen
[02.09.2026] Die GEAS-Reform regelt wesentliche Bereiche des Asylrechts nun durch unmittelbar geltende EU-Verordnungen. Damit sinken nationale Gestaltungsspielräume, während die Anforderungen an Rechtsanwendung und Verwaltungsvollzug steigen. mehr...
KGSt/Helmut-Schmidt-Universität Hamburg: Agile Arbeitsweisen in Kommunen
[01.09.2026] Die KGSt und die Hamburger Helmut-Schmidt-Universität wollen herausfinden, wie agile Arbeitsweisen in Kommunalverwaltungen eingeführt und etabliert werden. Für eine kurze Umfrage werden noch Personen gesucht, die agiles Arbeiten in ihrer Kommune voranbringen. mehr...
Vitako: Schlaglichter auf kommunale Digitalisierung
[31.08.2026] Mit einer neuen YouTube-Reihe zeigt Vitako Perspektiven aus der öffentlichen IT in kurzen Videos. In den ersten Beiträgen geht es um verlässliche digitale Infrastrukturen, digitale Souveränität und interkommunale Zusammenarbeit. mehr...
digitalSIGNAGE: Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.
[31.08.2026] Digitale Informations- und Anzeigesysteme können das Personal in Kommunen entlasten: Sie erleichtern die Orientierung, organisieren den Besucheraufruf und informieren. Der ISO/IEC 27001 zertifizierte Anbieter digitalSIGNAGE deckt dafür ein breites Produktspektrum ab. mehr...
KGSt: Neues Verwaltungsleitbild
[27.08.2026] Die KGSt hat mit der „Netzwerkkommune“ ein neues Verwaltungsleitbild vorgelegt. Es beschreibt eine Verwaltung, die komplexe Aufgaben gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft löst. Die Steuerung solcher Netzwerke muss so angelegt sein, dass Kooperation und Vertrauen möglich werden. mehr...
Peine: Onlinedienste bekannter machen
[27.08.2026] Die Stadt Peine will ihre digitalen Verwaltungsangebote bekannter machen sowie Bürgerinnen und Bürger über deren Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten informieren. Dazu begann nun eine langfristig angelegte Kampagne, die Werbeflächen in der Stadt und Social Media bespielt. mehr...
Saarland: Weniger Behördengänge im Trauerfall
[25.08.2026] Ein neuer Online-Dienst ermöglicht Angehörigen und Bestattungsunternehmen, Bestattungen digital anzumelden und Unterlagen hochzuladen. Nach dem Start in St. Wendel steht das Angebot nun auch in Kirkel bereit und allen saarländischen Kommunen zur Nachnutzung offen. mehr...
European Public Administration Report: Ist eine teure Verwaltung auch gut?
[25.08.2026] Deutschland leistet sich eine der teureren öffentlichen Verwaltungen Europas. Mehr Wirkung folgt daraus aber nicht automatisch. Eine Studie aus Österreich zeigt, dass es gute Organisation, qualifiziertes Personal und digitale Werkzeuge sind, die den Unterschied machen. mehr...
NExT/RuDi: Gemeinsam digital vernetzt
[25.08.2026] Das Verwaltungsnetzwerk NExT baut seine Zusammenarbeit mit der Plattform RuDi aus. Eine zentrale Dateiablage soll Dokumente aus den NExTcommunities bündeln und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes den Austausch zwischen Treffen und über Communitygrenzen hinweg erleichtern. mehr...
Karlsruhe: Digitales, mobiles Grünflächenmanagement
[24.08.2026] Das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe führt ein digitales Grünflächenmanagementsystem ein. Beschäftigte können Pflegearbeiten und Kontrollen künftig vor Ort mobil dokumentieren. Einheitliche Daten und digitale Karten sollen zudem Planung, Abstimmung und Ressourceneinsatz erleichtern. mehr...
NEGZ: Studien zur digitalen Verwaltung gesucht
[21.08.2026] Wie steht es um die deutsche Verwaltungsdigitalisierung? Was läuft gut, wo liegen die größten Hürden – und wie bewerten Verwaltung, Wirtschaft oder Bürgerinnen und Bürger die Entwicklung? Dazu gibt es bereits eine Vielzahl an Untersuchungen. Das NEGZ will diese nun zusammentragen und bittet um Mithilfe. mehr...
Kleve: Online-Umfrage zur Klimaanpassung
[19.08.2026] Die Stadt Kleve befragt ihre Bevölkerung zur Klimaanpassung und setzt dabei auf methodische Beratung des Unternehmens wer denkt was. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie die Menschen Klimafolgen erleben, welche Angebote sie kennen und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. mehr...
Wiesbaden: Jeder dritte Parkvorgang ist digital
[18.08.2026] Das Handyparken hat sich in Wiesbaden zum Bezahlen von Parkgebühren etabliert. Über ein Drittel der Parkvorgänge werden digital abgewickelt. Die Stadtverwaltung profitiert von der komfortablen Möglichkeit ebenfalls: Die erforderliche technische Vorrichtung tragen die Parkenden bereits in ihrer Tasche. mehr...




















