Baden-WürttembergThreema für die Schulen
In Baden-Württemberg läuft der Aufbau einer digitalen Bildungsplattform, der in drei Phasen erfolgen soll. Mit der ersten Phase, die im April 2019 begonnen hat und die bis Herbst 2020 andauern soll, sollen die Basiskomponenten für die Plattform bereitgestellt werden. Wie das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport mitteilt, zählt dazu neben dem Identitätsmanagement zur Nutzung der Dienste und einer dienstlichen E-Mail-Adresse für Lehrende auch ein sicherer Instant Messenger, der eine unkomplizierte Kommunikation zwischen Eltern, Lehrkräften und Schülern erlaubt. Zur Messenger-Nutzung hat ab November 2019 ein Pilotprojekt stattgefunden (wir berichteten). Nun soll der Messenger-Dienst Threema der erste neue Baustein der digitalen Bildungsplattform im Echtbetrieb werden, kündigt das Kultusministerium an.
In der Pandemie und im Normalbetrieb
Die durch die Corona-Pandemie bedingte Sondersituation habe die Bedeutung des Digitalen im Schulalltag noch einmal hervorgehoben. Neben dem Roll-out von Lösungen wie dem Lern-Management-System Moodle und dem Videokonferenzsystem Big Blue Button habe auch das frühzeitige Zurverfügungstellen des Instant Messengers Threema dazu beigetragen, digitalen Fernunterricht zu ermöglichen. Dies zeige sich auch im neuen Schuljahr, in dem der sichere Messenger-Dienst nach der abgeschlossenen Ausschreibung mit einem Volumen von einer Million Euro den offiziellen Zuschlag als Teil der digitalen Bildungsplattform erhalten hat. Mit dem Messenger-Dienst sollen vor allem die Kommunikation sowie Abstimmungsprozesse im Kollegium erleichtert werden, erklärt Kultusministerin Susanne Eisenmann. Mit entsprechenden Vereinbarungen zwischen Lehrkräften, Schülern und Eltern könne Threema aber auch hier für die Kommunikation genutzt werden.
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