Sonntag, 11. Januar 2026

Digital Office Index 2020Verhinderer und Förderer

[23.11.2020] Digitalisierung lohnt sich für die öffentliche Verwaltung und für Unternehmen jeder Größe – zu diesen Schluss kommt der Digital Office Index 2020 des Digitalverbands Bitkom, den jetzt das IT-Unternehmen Ceyoniq Technology ausgewertet hat.

Das in Bielefeld angesiedelte IT-Unternehmen Ceyoniq Technology hat den Digital Office Index 2020 des Digitalverbands Bitkom ausgewertet. Demnach holen Behörden in der Umsetzung der internen Digitalisierung extrem auf, dies sei auf die E-Government-Ziele der Bundesregierung zurückzuführen. Als Kernthemen der öffentlichen Verwaltung nennt Ceyoniq unter Berufung auf die Bitkom-Studie die E-Rechnung und die E-Akte. So sollen insgesamt bereits 96 Prozent der öffentlichen Verwaltung E-Rechnungen empfangen. Einen ähnlich hohen Wert haben nur große Unternehmen, bei kleineren Unternehmen sei die Digitalisierung weniger fortgeschritten. So empfingen etwa 48 Prozent der Kleinunternehmen Papier- und digitale Rechnungen zu gleichen Teilen. Dieser Wert habe sich seit 2016 nur marginal geändert (2016: 50 Prozent). Ähnlich sehe es beim Rechnungsaustausch aus. Hier erstellten kleine Unternehmen immer noch 37 Prozent ihrer Rechnungen im Papierformat, obwohl E-Rechnungen in verschiedenen Formattypen (ZUGFeRD oder XRechnung) seit mehreren Jahren möglich sind. Bei großen Unternehmen liege der papierbasierte Anteil lediglich bei neun Prozent, jede zweite Rechnung werde bereits digital verschickt.

Hemmnisse und Erfolgsfaktoren

Als Grund für diesen Befund nennt Ceyoniq die Abhängigkeit der Unternehmen von ihrem jeweiligen ERP-System. Bietet dieses keine digitale Rechnungserstellung an, können keine digitalen Rechnungen bereitgestellt werden. Dies beträfe insbesondere kleinere Unternehmen. Obwohl Unternehmen und öffentliche Verwaltung gemäß der Bitkom-Studie wissen, dass sich die Digitalisierung positiv auf Kundenzufriedenheit und die Verwaltungs- und Büroprozesse auswirke, zögerten sie mit Investitionen. Genannte Gründe sind ein zu hoher Investitionsbedarf, der Fachkräftemangel, Bedenken hinsichtlich unberechtigter Zugriffe und Datenverluste sowie regulatorische Bestimmungen. Dafür, so Ceyoniq, gäbe es jedoch Abhilfe wie beispielsweise detaillierte Rechtekonzepte oder einfach implementierbare Standardlösungen. Zudem rät das Unternehmen zum Einsatz von Enterprise-Information-Management-Systemen (EIM), um die Bildung von proprietären Datensilos zu verhindern und die Kosten für Schnittstellenanpassungen und weitere wichtige Extras klein zu halten. Der Einstieg in die Digitalisierung sollte kleinschrittig erfolgen, so Ceyoniq.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Grafik, die den Ablauf des Kölner IT-Planungsprozesses erläutert.

Köln: Erster IT-Planungsprozess

[22.12.2025] Um die IT- und Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung schneller bewerten und priorisieren zu können, hat Köln erstmals einen gesamtstädtischen IT-Planungsprozess umgesetzt. Er orientiert sich an Industriestandards für die IT-Planung in Unternehmen und sorgt für einen optimalen Ressourceneinsatz sowie eine nachhaltig gesteuerte digitale Transformation. mehr...

Vier Personen stellen das Aachener Baumkataster vor

Aachen: Straßenbäume exakt dokumentiert

[19.12.2025] In Aachen wurden in den vergangenen Jahren alle Stadtbäume mit Stamm- und Zustandsdaten in ein Kataster eingepflegt. Das soll der Stadtverwaltung künftig alle Prozesse rund um Baumkontrolle und -pflege erleichtern. mehr...

Cuxhaven: Schnell informiert im Notfall

[19.12.2025] Seit 2005 informiert die Stadt Cuxhaven ihre Bürgerinnen und Bürger über regionale Gefahrenlagen oder Schadensereignisse per App. Nun erhielt die mobile Anwendung ein umfassendes Update. mehr...

Junger Mann sitzt mit Laptop, Taschenrechner und einigen Papieren in sorgenvoller Haltung am Schreibtisch.

Fraunhofer FOKUS: Zwischen Medienbrüchen und Bürokratiearbeit

[03.12.2025] Was macht einen Verwaltungsprozess wahrhaft nutzerfreundlich? Dieser Frage geht – anhand des Wohngeldantrags – eine Studie von Fraunhofer FOKUS nach. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, ein handlungsleitendes Gesamtbild der Verwaltungsmodernisierung zu entwickeln. mehr...

Fragestellung er Umfrage mit einem Störer "Deine Meinung zählt"

NeXT: Breite Umfrage zur Nachnutzung

[27.11.2025] Wie steht es um die Nachnutzung digitaler Lösungen in der öffentlichen Verwaltung? Das Netzwerk NeXT hat dazu eine Umfrage aufgesetzt Alle Verwaltungsbeschäftigten – ungeachtet der Ebene oder Rolle – können noch bis Ende November ihre Praxiserfahrungen teilen. mehr...

Gruppenfoto der Teilnehmenden am „Kooperationsraum für Verwaltungsmodernisierung in föderalen Strukturen“

Metropolregion Rhein-Neckar: Kooperationsraum für moderne Verwaltung

[25.11.2025] Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Metropolregion Rhein-Neckar bauen ihre seit 2010 bestehende Kooperation aus und richten einen föderalen Kooperationsraum ein, der digitale Lösungen länder- und ebenenübergreifend entwickelt und erprobt. mehr...

Frau schreibt auf einem Notizblock, im Hintergrund weihnachtliche Deko
bericht

Studie: Intern besser integrieren

[20.11.2025] Wie erleben Behördenmitarbeitende die Digitalisierungsbemühungen in ihrem Alltag? Dies wollte das Unternehmen d.velop herausfinden. Ein Ergebnis der Umfrage: Eine vollständige Digitalisierung bis 2030 halten 75 Prozent der Befragten für unrealistisch. mehr...

Porträtaufnahme von Ilona Nickel.
interview

Lohr a.Main: Neue Perspektiven eröffnet

[19.11.2025] Ilona Nickel aus der IT-Abteilung der Stadt Lohr a.Main zählt zu den ersten Absolventen des Weiterbildungslehrgangs Digitalwirt. Im Interview erklärt sie, was den Lehrgang besonders macht und wie ihr dieser hilft, die Digitalisierung in Lohr voranzutreiben. mehr...

Szene aus einem Handballspiel.

Mainz: Mit Sportstättenverzeichnis online

[14.11.2025] In Mainz können jetzt die Belegungspläne von zunächst 20 Sporthallen online eingesehen werden. Weitere Hallen sollen sukzessive folgen. mehr...

Initiative Ehrenbehörde: Michelin-Stern für Behörden

[28.10.2025] Zwölf Behörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden jetzt für neue Standards in Kommunikation, Digitalisierung und Führung als „Ehrenbehörden 2026“ ausgezeichnet. mehr...

dbb akademie: Digitalisierung im öffentlichen Dienst bleibt große Baustelle

[24.10.2025] Die dbb akademie hat jetzt das Fach- und Führungskräfte-Barometer 2025 vorgelegt. Demnach fühlen sich jüngere Generationen digital fitter, aber unzureichend vorbereitet. mehr...

Screenshot des 360-Grad-Rundgangs im Innern des Augsburger Doms

Augsburg: Dom in 4D erkunden

[17.10.2025] Der Augsburger Dom kann künftig auch in 4D erkundet werden. Der virtuelle Rundgang führt durch verschiedene Epochen und macht Geschichte auf besondere Art greifbar. mehr...

Drohne vor blauem Himmel

Katastrophenschutz: 5G-Drohne hilft Rettungskräften

[14.10.2025] Inwiefern Drohnen durch Live-Luftaufnahmen bei Rettungseinsätzen unterstützen können, testet aktuell die Berufsfeuerwehr Rostock. Koordiniert wird das Projekt ADELE vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.

Leitfaden: Wegweiser für Digitalisierungsbeauftragte

[07.10.2025] Studierende der Hochschule Ludwigsburg haben unter fachlicher Beratung von Axians-Infoma-Consultants einen Leitfaden entwickelt, der Digitalisierungsverantwortliche in Kommunen auf ihre vielfältigen Aufgaben vorbereiten soll. mehr...

Journalist und Podcast-Host Martin Brüning (l.) mit Oberbürgermeister Belit Onay im Maschpark.

Hannover: Podcast mit dem OB

[25.09.2025] Ein neues Kommunikationsformat startet Niedersachsens Landeshauptstadt: „Hannover macht das!“ lautet der Podcast mit dem Oberbürgermeister, der einen Beitrag zum demokratischen Diskurs leisten möchte. mehr...