Samstag, 31. Oktober 2026

AixConceptSchulen sind nicht vorbereitet

[22.01.2021] Trotz Vorlauf und Fördermöglichkeiten verlief der Start in den zweiten Schul-Lockdown holprig. Mittel aus dem DigitalPakt Schule flossen noch zu zögerlich, vor allem aber fehlt eine langfristige Strategie, die nur mit Spezialisten aus der Praxis erarbeitet werden könnte. So lautet die Kritik seitens des Unternehmens AixConcept.
COVID-19-Unterricht mit der MNSpro Cloud von AixConcept am Ritzefeld-Gymnasium Stolberg.

COVID-19-Unterricht mit der MNSpro Cloud von AixConcept am Ritzefeld-Gymnasium Stolberg.

(Bildquelle: AixConcept)

Chaotisch ging es in den zweiten Schul-Lockdown. So lautet das Resümee von Volker Jürgens, Gesellschafter-Geschäftsführer des Unternehmens AixConcept, mit Blick auf die bundesweiten Pannen in diesem Bereich. Denn: trotz eines langen Vorlaufs fehlten weiterhin Strategien und Lösungen. Basisprobleme seien weiterhin nicht gelöst, eine flächendeckende Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte fehle meist und obendrein haben – das kritisiert auch der Digitalverband Bitkom (wir berichteten) – die Landeslösungen für Schulen versagt. „Man fragt sich, wie das sein kann, wurden doch seit Mai 2019 fünf Milliarden Euro des Bundes für den DigitalPakt Schule zur Verfügung gestellt“, heißt es in der Pressemeldung von AixConcept. Bis Juli 2020 haben die Länder jedoch nur 15,7 Millionen Euro abgerufen, bis Ende 2020 seien gerade mal 18 Prozent der Mittel bewilligt. In manchen Ländern seien es sogar weniger als fünf Prozent. Ein selbst geschaffenes Bürokratiemonster stehe hier im Weg.

Strategie fehlt

Laut AixConcept fehlt außerdem eine technische, pädagogische und didaktische Strategie, die generell Unterricht ermögliche – unabhängig von Präsenz- oder Distanzlernen. Für eine solche Strategie, müssten einerseits Spezialisten aus der Praxis, – die Schulleiter und Lehrer – die potenziell beste Lösung gemeinsam erarbeiten. Für den technischen Teil brauche es andererseits einen Projektplan, der von und mit praxiserprobten Unternehmen wie zum Beispiel AixConcept entwickelt und konsequent überprüft wird. Dieser Plan müsse Schritt für Schritt vom WLAN bis zur Fortbildung der Lehrkräfte, vom Endgerät bis zum Service, vom Geräte-Management bis zum Lern-Management und von der Motivation und Bereitschaft bis hin zur professionellen Unterstützung durch Fachleute abgearbeitet werden. Er dürfe nicht davor Halt macht, ungeeignete oder nicht die Anforderungen erfüllende Teillösungen auszusondern, unabhängig von politischen Vorgaben. Bundesweite Entscheidungen werden laut AixConcept letztlich zum Datenschutz und in operativen Fragen benötigt.

Technisch ungeeignet

Problematisch sei außerdem, dass ein großer Teil der bisherigen Schullösungen serverbasiert läuft oder nicht schnell genug skaliert. Wenn sich hier zigtausend Schüler gleichzeitig anmelden und Video-Conferencing nutzen, entstehen erwartungsgemäß Engpässe. Stattdessen bräuchte es skalierbare Cloud-Lösungen wie die MNSpro Cloud von AixConcept, die den Bedarf per Knopfdruck binnen Minuten decken, indem sie fast beliebig viel Rechenpower bereitstellen. Schulen etwa, die diese Cloud-Lösung einsetzen, haben laut Anbieter keine stunden- oder tagelangen Ausfälle. Als unbrauchbar kritisiert werden in der Pressemitteilung von AixConcept „Dutzende unterschiedliche, schlecht skalierbare Lösungen und Herangehensweisen aus 16 Ländern, die situativ, nicht aber mit Blick auf Nachhaltigkeit, Operabilität und Rechtssicherheit vorgeschlagen werden.“





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