Rheinland-PfalzLeitfaden zum Mobilfunkausbau

Für die flächendeckende Mobilfunkversorgung spielen Kommunen eine wichtige Rolle.
(Bildquelle: Antonio Guillem / 123rf.com)
Im März 2020 hat die Clearingstelle Mobilfunk im Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz ihre Arbeit aufgenommen und unterstützt seitdem Kommunalvertreter in den Bereichen Standortfindung, Genehmigungsverfahren und Interessenausgleich vor Ort. Für die Erschließung aktuell unterversorgter Gebiete sowie den weiteren qualitativ höherwertigen Ausbau neuer Mobilfunkgenerationen müssen neue Standorte errichtet oder bestehende aufgerüstet werden. Gerade den Kommunen kommt hierbei eine große Bedeutung zu. Sie sind gefragt, wenn es darum geht, gemeinsam mit den ausbauenden Unternehmen passende Standorte zu finden, auch liegen die erforderlichen baurechtlichen Genehmigungsverfahren in ihrer Hand. Und es sind die Kommunen, die für einen Ausgleich zwischen dem Wunsch nach einer verbesserten Mobilfunkversorgung vor Ort sowie möglichen Bedenken der Anwohner vermitteln müssen.
Prozess aktiv mitgestalten
Ein neuer Leitfaden der Clearingstelle Mobilfunk Rheinland-Pfalz soll kommunale Entscheidungsträger darin unterstützen, diesen Prozess aktiv mitzugestalten. Die „Handreichung Mobilfunk – Kommunale Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung“ umfasst eine Einführung in das Thema mit allen relevanten Fragestellungen sowie umfangreichen Links zu weiterführenden Detailinformationen der entsprechenden Institutionen. Thematisiert wird etwa, wo die Zuständigen verlässliche Daten zur aktuellen Versorgung ihrer Kommune erhalten, warum sie sich in diesem Bereich einbringen sollten oder über welche Instrumente eine Stadt oder Gemeinde verfügt, um die Mobilfunkversorgung zu verbessern. Objektiv und praxisnah bietet der Leitfaden einen schnellen Überblick über die wichtigsten Fragen, schafft damit eine gute Informationsbasis und ermöglicht einen strukturierten Einstieg in die weiterführende Befassung.
Unterstützen, vermitteln, vorantreiben
Das Land Rheinland-Pfalz hat den dringenden Bedarf bei der Unterstützung des Mobilfunkausbaus erkannt und daraufhin die Clearingstelle Mobilfunk eingerichtet. Sie steht den Kommunen und Mobilfunkunternehmen als direkte Anlaufstelle bei allen Themen rund um den Mobilfunk informierend und koordinierend zur Seite. Allein im Zeitraum bis Dezember 2020 wurden der Clearingstelle circa 70 Fälle gemeldet, in denen es beim Ausbau oder der Erneuerung von Standorten hakte. Zwei Drittel der Fälle konnten mit Unterstützung der Clearingstelle mittlerweile abgeschlossen werden oder aber es wurde eine Lösung angestoßen. Diese Zahlen zeigen, dass die Arbeit der Clearingstelle sowohl von Mobilfunkunternehmen als auch von den Kommunen angenommen wird und einen Beitrag zu einer verbesserten Mobilfunkversorgung in Rheinland-Pfalz leistet.
Persönlicher Kontakt ist wichtig
„Das erste Jahr war spannend, aber mit Corona natürlich auch eine Herausforderung“, sagt Klaus Eichler, der die Kommunen berät. „Die Termine vor Ort sind das Herzstück meiner Arbeit, den persönlichen Kontakt kann man nur schwer ersetzen und er ist besonders bei so sensiblen Themen wichtig. Ich bin aber froh, dass wir unsere Aktivitäten schnell auf Telefon oder Videokonferenzen umlegen und so mit den Kommunen arbeiten konnten. Den persönlichen Kontakt, gerade im ersten Schritt, kann das aber nur bedingt ersetzen.“ Die häufigsten Fragen und Diskussionen, zu denen die Clearingstelle kontaktiert wird, beziehen sich auf die Phase der strategischen Planung, dabei spielt insbesondere die Analyse von Funklöchern eine große Rolle. Aber auch die Akquise von neuen Standorten und die erforderlichen Genehmigungsverfahren stehen im Fokus. Zu diskutieren sind dann beispielsweise Fragen des Baurechts, der Landesbauordnung sowie des Landschafts- und Naturschutzes. Darüber hinaus gibt es einen großen allgemeinen Informationsbedarf sowie Bedenken zur elektromagnetischen Verträglichkeit. „Schön ist aber zu sehen, dass unsere Arbeit gerade bei schwierigen und konfliktreichen Themen sehr sachlich und positiv aufgenommen wird“, betont Eichler.
Abensberg: Schneller zum Glasfasernetz
[31.07.2026] Nach Gotha erprobt die Telekom auch im niederbayerischen Abensberg neue Wege beim Glasfaserausbau. Ziel ist es, unter anderem durch schlanke Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse den gesamten Ausbauprozess deutlich zu beschleunigen. mehr...
Bayern: Weitere Kommunen mit Gigabit-Siegel
[27.07.2026] Mit dem Siegel GigabitRegion ehrt der Freistaat Bayern Kreise, Städte und Gemeinden, die beim Ausbau moderner Gigabitnetze besonders erfolgreich sind. Nun dürfen sich 50 weitere Kommunen über die Auszeichnung freuen. mehr...
Glasfaser: So schnell wie möglich ans Netz
[08.07.2026] Hunderte Haushalte in Bad Bevensen, Lüneburg, Kaltenmoor, Moorfeld, Weststadt und Uelzen können vorzeitig ans Glasfasernetz gehen. Möglich macht dies Anbieter lünecom. mehr...
Dresden: Erste Haushalte surfen im Gigabitnetz
[03.07.2026] Beim Glasfaserausbau in Dresden hat das Unternehmen Vodafone einen wichtigen Meilenstein erreicht und die ersten von insgesamt rund 4.000 Haushalten und Unternehmen an das neue Gigabitnetz angeschlossen. mehr...
Gotha: Pilot für schnelleren Glasfaserausbau
[12.06.2026] In einem gemeinsamen Pilotprojekt setzen die Stadt Gotha und die Telekom auf weniger Bürokratie und mehr Zusammenarbeit beim Glasfaserausbau. Dafür hat die Stadt eigens ein Projektbüro eingerichtet, das Genehmigungen bündelt und den Ausbau koordiniert. mehr...
Telekom: Erweiterung des Glasfaserangebots durch Kooperation
[01.06.2026] Die Telekom öffnet ihre Glasfaserangebote für die Netze von e.discom und WEMACOM in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Rund 220.000 Haushalte sollen dadurch mehr Anbieterauswahl erhalten, während die Branche die Kooperation als Signal gegen kostspieligen Doppelausbau wertet. mehr...
Münster: Digitaler Begegnungsort am Hafen
[29.05.2026] Der Stadthafen am Dortmund-Ems-Kanal in Münster wandelt sich vom gewerblich genutzten Gebiet hin zu einem Ausgeh- und Dienstleistungsviertel. Das dortige kostenfreie WLAN steht nun ab sofort in weiteren Bereichen zur Verfügung. mehr...
Glasfaserausbau: Regional erfolgreich
[27.05.2026] Die Glasfaseranbieter lünecom und sewikom versorgen im Norden Deutschlands insbesondere ländliche Regionen mit schnellem Internet. Dabei sind die Präsenz vor Ort, lokales Know-how sowie die Kommunikation mit den Kommunen erfolgsentscheidend. mehr...
Berlin: Eine Million Glasfaseranschlüsse
[21.05.2026] Beim Gigabitausbau in Berlin hat die Deutsche Telekom vorzeitig einen wichtigen Meilenstein erreicht: Eine Million Haushalte kann jetzt Glasfaser bis ins Haus oder die Wohnung erhalten. mehr...
Ilsenburg: Land fördert freies WLAN
[19.05.2026] Im Kloster Ilsenburg können Besucher künftig zuverlässig auf multimediale Angebote zugreifen. Mit Förderung des Landes Sachsen-Anhalt wurde ein öffentliches WLAN installiert. mehr...
Lichtenau: Baustart für Giganetz
[15.05.2026] Über ein stabiles Internet mit Gigabit-Geschwindigkeit können sich in Zukunft Bürger und Unternehmen in Lichtenau freuen. Die Gemeinde ist die erste, die vom geförderten Glasfaserausbau im Landkreis Mittelsachsen profitiert. mehr...
ANGA COM: Lösungen finden
[13.05.2026] Auf der ANGA COM, Europas führender Kongressmesse für Breitband, Medien und Konnektivität, treffen sich auch in diesem Jahr in Köln Netzbetreiber, Ausrüster und Inhalteanbieter zu allen Fragen der Breitband- und Mediendistribution. mehr...
Osnabrück: Noch mehr OSNA Hot Spots
[08.05.2026] Die Stadt Osnabrück weitet ihr WLAN-Angebot aus und stellt 25 weitere OSNA Hot Spots zur Verfügung. mehr...
sewikom: Glasfaser für Digitale Dörfer
[15.04.2026] Was im Dorf digital läuft, braucht Glasfaser. Der Anbieter sewikom hat fast 40 Prozent der geförderten Digitalen Dörfer in Nordrhein-Westfalen an sein Netz angeschlossen. mehr...
Baden-Württemberg: 231 Millionen Euro für Breitbandausbau
[22.01.2026] Baden-Württemberg unterstützt mit insgesamt über 231 Millionen Euro weitere 29 Projekte des kommunalen Breitbandausbaus. Mit den Ende des vergangenen Jahres zugestellten Förderbescheiden konnten die landesseitig für das Haushaltsjahr 2025 zur Verfügung gestellten Mittel vollständig gebunden werden. mehr...


















