MünchenFachverfahren für Verkehrszählungen
Zählungen zur Verkehrsbelastung werden in München bereits seit 1989 digital erfasst. Jetzt wird die vorhandene Anwendung zur Verwaltung und Auswertung von dem Fachverfahren DAVe abgelöst, das vom Eigenbetrieb it@M agil entwickelt wurde. Im Auftrag der Stadt werden an über 2.000 Zählstellen vorbeifahrende Pkws, Motorräder, Busse, Lkws, Fahrräder und seit kurzem auch vermehrt der Fußverkehr gezählt. Bereits seit 1989 werden solche Zählungen zur Verkehrsbelastung digital erfasst. Die vor über 20 Jahren gekaufte Fachanwendung zur Auswertung der Erhebungsdaten wies inzwischen nicht nur grundlegende Defizite in der Darstellung und im Daten-Management auf, wie die Stadt berichtet. Eine Weiterentwicklung der Software sei nicht mehr zielführend gewesen, die Ablösung durch ein modernes Fachverfahren sei also dringend geboten gewesen. Zusammen mit den Fachbereichen des Planungs– und Mobilitätsreferates habe sich der Service- und Technologieprovider it@M für eine Eigenentwicklung entschieden. Im April 2020 sei das Projekt „Datenbank und Auswertung von Verkehrszählungen“ – kurz: DAVe – gestartet, die Produktivsetzung war für Juli 2021 geplant.
Entwicklung von DAVe in Sprints
Die Bearbeitung der Anforderungen und der darauf basierenden Entwicklung von DAVe habe unter dem Motto „weg vom Fachkonzept, hin zur agilen Entwicklung“ gestanden. Am Anfang der Projektphase hatte das it@M-Team einen Prototyp der Benutzeroberfläche erstellt, um dem Fachbereich zu veranschaulichen, was technisch möglich sei. Auf dieser Basis sei das weitere Aussehen geplant und an die Vorstellungen des Fachbereiches angepasst worden. Die Entwicklungsphase habe aus insgesamt 19 dreiwöchigen Arbeitsabschnitten – so genannten Sprints – bestanden. An deren Beginn und Ende standen jeweils Abstimmungen mit dem Fachbereich, Änderungswünsche seien sofort in die nächste Sprint-Planung mit aufgenommen worden. Während der Entwicklung sei es auch möglich gewesen, weitere Anforderungen aufzunehmen – zum Beispiel die Einführung eines Selfservice-Portals für den externen Zähldienstleister. Die agile Vorgehensweise hat sich bewährt: Das Mobilitätsreferat sei von Beginn an in die Entwicklung eingebunden gewesen und habe aktiv an der Gestaltung von DAVe mitgewirkt, erklärte Rita Besenthal vom Münchner Mobilitätsreferat, die in der Rolle als Product Owner an dem Projekt beteiligt war.
Portal mit vielen Funktionen
DAVe wurde Anfang Juli 2021 in der vorgegebenen Zeit und mit hoher Kundenzufriedenheit fertiggestellt. Dem Mobilitätsreferat steht somit ein Fachverfahren mit drei Modulen für die unterschiedlichen Zielgruppen zur Verfügung: DAVe fungiert als Datenportal zur Analyse und Visualisierung der Daten, Admins können mit seiner Hilfe Zählungen beauftragen und verwalten und als Selfservice-Portal ermöglicht DAVe externen Dienstleistungsunternehmen, die beauftragten Zählungen einzusehen und Verkehrsdaten hochzuladen. Ein wesentliches Element der Anwendung stelle für alle Nutzenden der so genannte Belastungsplan dar. Damit können unterschiedliche Verkehrsmengen an Kreuzungen, Einmündungen oder Kreisverkehren schematisch dargestellt werden – eine fachliche und technische Herausforderung, die aber von der Entwicklungsseite bestens gelöst worden sei. Von dem Projekt profitiere nicht nur die Stadtverwaltung: Viele Daten der Verkehrsauswertung fließen auch in die Verkehrsmengenkarte, auf der interessierte Bürger die Verkehrsbelastungen auf Münchner Straßen online einsehen können.
Wennigsen: Ferienbetreuung digital buchen
[21.09.2026] Die Gemeinde Wennigsen setzt für die Anmeldung zur Ganztagsbetreuung in den Herbstferien die Fachsoftware NOLIS | Schulkind ein. Nach Angaben des Anbieters lagen zwischen Bereitstellung und Produktivbetrieb lediglich zwei Wochen. mehr...
Märkischer Kreis: WiNOWiG im Echtbetrieb
[15.09.2026] Der Märkische Kreis hat die Umstellung auf die Software WiNOWiG abgeschlossen. Die Lösung für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten soll schrittweise das bislang eingesetzte Verfahren SC-OWi ablösen. Weitere Kreise und Kommunen sollen folgen. mehr...
Kreis Calw: Führerscheinwesen neu aufgestellt
[08.09.2026] Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mithilfe des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM-Fahrerlaubnis ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Verkehrswesen. mehr...
Gewerbewesen: Praxisbewährte Lösungen statt Schlagworte
[08.09.2026] Die Modernisierung und Vereinfachung von Gründungsverfahren ist aktuell ein großes Thema und wird im Rahmen des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ derzeit in neun Pilotkommunen erprobt. Dabei sind die Voraussetzungen zur schnellen Unternehmensgründung längst vorhanden und die digitalen Prozesse werden bereits intensiv genutzt. Darauf weist jetzt das Unternehmen EDV Ermtraud hin. mehr...
Kreis Dachau: Bilanz nach Systemwechsel
[07.09.2026] Seit Anfang 2025 arbeitet das Sozialamt des Landkreises Dachau mit dem Fachverfahren LÄMMkom LISSA. Nach mehr als einem Jahr im Echtbetrieb zieht der Landkreis Bilanz und berichtet von Verbesserungen bei Struktur, Auszahlungen und Auswertungen. mehr...
Nolis: Ganztagsbetreuung digital organisieren
[02.09.2026] Neben dem Ausbau der Betreuungsangebote für Grundschulkinder rückt auch deren Organisation zunehmend in den Fokus. Eine Lösung für die digitale Anmeldung und Platzvergabe bietet das Unternehmen Nolis mit seiner Software NOLIS | Schulkind, die jetzt bei den ersten Kommunen im Einsatz ist. mehr...
Mannheim: Gewerbemeldungen ohne Medienbruch
[01.09.2026] Mannheim bietet Gewerbean-, -ab- und -ummeldungen ab sofort vollständig online an. Die Anträge fließen ohne Medienbruch in das Fachverfahren der Gewerbebehörde und sollen dadurch schneller bearbeitet werden. mehr...
Vogelsbergkreis: Erfolgsfaktor Teamarbeit
[28.08.2026] Die Finanzsoftware des Vogelsbergkreises war fast drei Jahrzehnte lang im Einsatz. Nun wurde auf ein modernes Verfahren umgestellt. Trotz der Komplexität verlief die Einführung ohne ungeplante Ausfälle des Produktivsystems. mehr...
Benediktbeuern: Einwohnermeldewesen migriert ins Rechenzentrum
[25.08.2026] Die Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern lässt ihre Einwohnermeldesoftware OK.EWO seit Ende August 2025 im AKDB-Rechenzentrum betreiben. Das entlastet den EDV-Verantwortlichen vor Ort: Die Verantwortung für Datenbank, Updates und Wartung liegt jetzt bei der AKDB. mehr...
Konstanz: Kleine Lücken schließen
[17.08.2026] Die baden-württembergische Stadt Konstanz entwickelt digitale Anwendungen seit einigen Jahren selbst und setzt dabei auf Low Code. Der Schulterschluss mit anderen Kommunen ist der entscheidende Hebel. mehr...
Low Code: Schlanker und smarter
[14.08.2026] Mit der Low-Code-Plattform OutSystems kann Digitalisierung schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger umgesetzt werden. Diese Vorteile zeigen sich im Praxiseinsatz in zahlreichen Kommunen. mehr...
AKDB/Telecomputer: Verkehrs-IT hoch fünf
[12.08.2026] Das auf KfZ-Lösungen spezialisierte Unternehmen Telecomputer nimmt ekom21 und Komm.ONE als Gesellschafter auf und übernimmt zudem die Verkehrswesen-Bereiche von KDO und regio iT. Damit sollen die Fachverfahren und Online-Dienste der fünf beteiligten IT-Dienstleister für Kfz-Zulassung und Fahrerlaubnis gebündelt werden. mehr...
Wiesbaden: Sozialdezernat digitalisiert mit Augenmaß
[11.08.2026] Bundesweite Entwicklungen wie die Sozialstaatsreform, die Sozialplattform oder die Deutschland-App schaffen neue Rahmenbedingungen für digitale Verwaltungsprozesse im Sozialbereich. Wie eine praxisnahe Entwicklung digitaler Services gelingt, zeigt das Sozialdezernat der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. mehr...
Wiesbaden: Test von KI-Assistenz für digitalen Führerscheinantrag
[11.08.2026] Wiesbaden testet eine KI-Assistenz für den digitalen Führerscheinantrag. Bürgerinnen und Bürger können die Anwendung im Zukunftswerk erproben und dabei zeigen, wo sie den Antragsprozess bereits erleichtert und wo noch nachgebessert werden muss. mehr...
Essen: Einführung von Wero
[11.08.2026] Die Stadt Essen bietet Wero als weitere Bezahlmöglichkeit für digitale Verwaltungsleistungen an. Die europäische Lösung ergänzt unter anderem PayPal und Kreditkarte und soll Online-Zahlungen direkt vom Bankkonto erleichtern. mehr...

















