Samstag, 7. November 2026

FrankfurtKassen- und Steueramt setzt auf E-Akte

[14.12.2021] Das Kassen- und Steueramt in Frankfurt am Main mit seinem hohen Aufkommen an Akten und Schriftverkehr zeigt, welche Vorteile eine umfassende Digitalisierung für die internen Arbeitsabläufe und die Bürger mit sich bringt.
Leere Aktenregale beim digitalen Kassen- und Steueramt in Frankfurt am Main.

Leere Aktenregale beim digitalen Kassen- und Steueramt in Frankfurt am Main.

(Bildquelle: Stadt Frankfurt, Ben Kilb)

Im Kassen- und Steueramt der Stadt Frankfurt am Main ist die Digitalisierung mit elektronischen Akten, digitalem Datenaustausch und QR-Codes anstelle von Zahlscheinen weit fortgeschritten. Nun berichtet die Pressestelle der Stadt ausführlich über einen Ortstermin mit Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff und Digitalisierungsdezernentin Eileen O’Sullivan, die sich über die Schritte des Amtes zur papierarmen, digital vernetzten Verwaltung informieren wollten. Besonders sichtbar werde die Digitalisierung im Aktenraum des Amts. Einst musste wegen des Gewichts der dort gelagerten Akten der Fußboden verstärkt werden. Heute stehen die Regale fast leer und die freiwerdende Fläche werde für Büros genutzt. Insgesamt hat das Kassen- und Steueramt mit Unterstützung des Amtes für Informations- und Kommunikationstechnik rund 70.000 Gewerbesteuerakten mit mehr als 350.000 Dokumenten in die elektronische Akte überführt. Davon profitieren die Sachbearbeitenden im Amt. Sie müssen nicht mehr die betreffende Akte aus dem Archiv holen, sondern erhalten benötigte Informationen per Klick – auch vom Homeoffice aus. Darüber hinaus sei die Arbeit durch die Digitalisierung auch weniger fehleranfällig und es ergäben sich damit auch neue Möglichkeiten zur Auswertung der Daten, so Stadtkämmerer Bergerhoff. Geplant sei eine Ausweitung der elektronischen Aktenführung auf weitere Steuerarten sowie die Vollstreckung, die Buchhaltung und den Zahlungsverkehr. Am Ende werde das Amt mit rund 800.000 elektronischen Akten arbeiten. Das Kassen- und Steueramt sei Vorreiter bei der Einführung der E-Akte innerhalb der Stadtverwaltung, betont Stadträtin O’Sullivan. Es sollten jedoch noch viele weitere Ämter ihre Prozesse komplett digitalisieren.
Doch nicht nur wegen der Einführung der E-Akte sinke im Kassen- und Steueramt die Zahl der analogen Vorgänge. Papierlos funktioniere auch der Datenaustausch mit anderen Behörden. So würden zum Beispiel jährlich rund 20.000 Messbescheide für die Grundsteuer und 85.000 Messbescheide für die Gewerbesteuer von den Finanzämtern elektronisch übermittelt. Neben diesen beiden aufkommensstarken Steuerarten sei auch bei anderen Steuern eine Digitalisierung geplant. So sei etwa für Hundesteuer, Tourismusbeitrag und Zweitwohnungssteuer der Online-Zugang geplant. Vorteile bringe dies nicht nur für die Abläufe innerhalb der Verwaltung, sondern auch für die Bürger: So befinde sich seit Oktober 2021 auf der Zahlungsaufforderung anstelle des gedruckten Zahlscheins ein QR-Code, der mit dem Smartphone gescannt werden könne, um die Überweisungsdaten in eine Banking-App zu übertragen. Auch E-Payment ist bei der Stadtverwaltung fest etabliert: monatlich rund 7.000 Transaktionen würden über Anbieter wie Payone, Paypal, Giropay oder Paydirekt abgewickelt.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Dokumenten-Management
Symbolfoto: Auf einem Tisch liegt ein iPad, darauf eine Zeichnung einer Akte mit Schloss, rechts eine Hand, die einen Stift hält und zur Unterschrift ansetzt
bericht

eNoVA-Gesetz: Tool schließt Software-Lücke

[05.11.2026] Ab Januar 2027 gelten neue Vorgaben für den elektronischen Datenaustausch zwischen Kommunen und Notariaten. Da bislang eine geeignete Software fehlt, hat die Stadt München selbst eine Lösung entwickelt, die bundesweit als Open Source zur Verfügung steht. mehr...

Zwei Männer halten eine Torte mit der Aufschrift "20 Jahre komxwork"

komXwork: Mehr als eine Dokumentenablage

[23.10.2026] Das Dokumentenmanagementsystem komXwork der AKDB-Tochter digitalfabriX verbindet zentrale Ablage und elektronische Aktenführung. Fachverfahrensanbindung, Volltextsuche und webbasierter Zugriff ergänzen die Software, deren Entwicklung vor 20 Jahren begann. mehr...

Christoph Schnaudigel, Landrat Kreis Karlsruhe sitzt vor einem Rechner, ihm schauen über Schulter ein Dezernat des LRA Karlsruhe und regisafe Geschäftsführer Frank Schellmann

Kreis Karlsruhe: Beschlüsse digital freigeben

[08.10.2026] Das Landratsamt Karlsruhe digitalisiert seine Zeichnungs- und Freigabeprozesse. Mit einer neuen Workflow-Lösung von regisafe sollen Beschlüsse künftig automatisiert die vorgesehenen Freigabestufen durchlaufen und anschließend digital unterzeichnet werden. mehr...

Rathaus Siegburg, Außenansicht
bericht

Siegburg: Papierlos glücklich

[30.09.2026] Die Kreisstadt Siegburg hat die Kernsanierung ihres Rathauses genutzt, um die Verwaltungsdigitalisierung weiter voranzutreiben. Diese umfasst nicht nur die Digitalisierung von Prozessen, sondern eine grundlegende Veränderung der Verwaltungskultur. mehr...

Illustration, um eine Papierakte sind viele kleine digitale Akten platziert
bericht

E-Akte: Schrittweise zur Umsetzung

[24.09.2026] Mit kleinen, pragmatischen Lösungen die Digitalisierung Schritt für Schritt voranzutreiben, funktioniert besser, als alles auf einmal umsetzen zu wollen. Das verschafft Kommunen schnelle Erfolgserlebnisse. Etwa bei der Einführung der E-Akte. mehr...

zwei Personen stehen vor Kartons voller Akten

Vlotho: Bauaktenarchiv vollständig digitalisiert

[11.09.2026] Die Stadt Vlotho hat die Digitalisierung ihres Bauaktenarchivs abgeschlossen. Rund 6.500 Bauakten stehen nun digital zur Verfügung. Unterstützt wurde die Kommune dabei vom kommunalen IT-Dienstleister OWL-IT. mehr...

Die E-Akte ist eine der drei strategischen Säulen der Verwaltungsdigitalisierung.

Kreis Minden-Lübbecke: E-Akte eingeführt

[30.07.2026] Das Jugendamt des Kreises Minden-Lübbecke hat die E-Akte eingeführt und wurde dabei vom Dienstleister OWL-IT unterstützt. mehr...

d.velop: Europäische Kontrolle als Argument

[27.05.2026] Die Firma d.velop gehört zu den 16 weltweit agierenden Anbietern im aktuellen „Gartner Magic Quadrant for Document Management“. Als einziger Anbieter steht d.velop vollständig unter europäischer Eigentümerschaft und ist damit frei von US-Jurisdiktionsrisiken wie beispielsweise dem Cloud Act. mehr...

Papenburg_Neues_Rathaus
bericht

Papenburg: Verwaltung neu gedacht

[22.05.2026] Die Stadt Papenburg hat ihre Verwaltung in den vergangenen Jahren räumlich und digital modernisiert und so die Basis für effiziente, medienbruchfreie Prozesse geschaffen. Durch die konsequente Digitalisierung wurde der Arbeitsalltag nachhaltig verbessert. mehr...

Regale mit und ohne Akten_E-Akte-Projekt_Stadt Kassel

Kassel: Akten werden digitalisiert

[02.04.2026] Im Amt Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz der Stadt Kassel werden Akten gescannt und digitale Prozesse eingeführt. Zur Halbzeit sind bereits 1,5 Kilometer Akten digitalisiert und zwei große Archivräume komplett geleert worden. mehr...

Abstrakte Abbildung einer Hand, die Zahnräder in Bewegung setzt.

PDV: Digital souverän mit neuer VIS-Suite

[19.02.2026] Die VIS-Suite, die Enterprise-Content-Management-Plattform (ECM) aus dem Hause PDV, steht in einer neuen Version zur Verfügung. Mit einem modernen Sicherheitskonzept, der Integration Künstlicher Intelligenz, der Prozessautomation und einem neuen Release-Modell soll VIS 7.1 insbesondere die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung stärken. mehr...

Kreis Kassel: E-Akte für’s Sozialamt

[06.02.2026] Der Kreis Kassel führt im Fachbereich Soziales die elektronische Aktenführung ein. Während der Umstellung können Unterlagen unter anderem über digitale Briefkästen eingereicht werden. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur, über der Symbole für Dokumente und digitale Ordner schweben.

Frankfurt am Main: Sovero scannt für ekom21

[06.02.2026] Als gesetzter Partner des kommunalen IT-Dienstleisters ekom21 übernimmt sovero die Leitung und Durchführung von Scanprojekten im Rahmen der Aktendigitalisierung – so geschehen in einem Projekt der Bauaufsichtsbehörde in Frankfurt am Main. mehr...

Vektorgrafik die ein Tablet zeigt, auf dessen Bildschirm die Benutzeroberfläche der Software enaio zu sehen ist.

Geseke / Lippetal: Allgemeine Schriftgutverwaltung in enaio

[09.12.2025] Mit der allgemeinen Schriftgutverwaltung im Dokumentenmanagementsystem (DMS) enaio sollen Geseke und Lippetal künftig digital, effizient und medienbruchfrei arbeiten können. Dienstleister Südwestfalen-IT berichtet von einem erfolgreichen Roll-out der Optimal-Systems-Lösung. mehr...

Rathaus Stadt Wiesbaden

Wiesbaden: Ordnungsamt führt E-Akte ein

[07.11.2025] Im Wiesbadener Ordnungsamt arbeiten künftig die Waffen-, Jagd- und Fischereibehörde mit elektronischen Akten. mehr...