Mittwoch, 28. Oktober 2026

Low CodeMODUL-F im Testeinsatz erfolgreich

[08.09.2022] Ziel des Kooperationsprojekts MODUL-F ist es, mithilfe einer Low-Code-Plattform vorgefertigte Bausteine einfach zu kompletten Antragsstrecken zusammenzusetzen. So sollen auch kleinere Fachverfahren zügig digitalisiert werden. Nun liegen erste Module in einer Anfangsversion vor.

Das Hamburger Software-Projekt MODUL-F – kurz für „Modulare Lösung für Fachverfahren“ – will Verwaltungen aller Ebenen bei der durchgängigen Digitalisierung ihrer Prozesse unterstützen. Dazu entwickelten das Amt für IT und Digitalisierung in der Hamburger Senatskanzlei gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Dataport und dem Low-Code-Anbieter mgm technology partners einen Modulbaukasten für die Erstellung von Fachverfahren (wir berichteten). Über eine Low-Code-Plattform werden Software-Module als Bausteine bereitgestellt, welche die wichtigsten Prozessschritte der internen Sachbearbeitung abdecken. Damit ist die vereinfachte Entwicklung von Anwendungen möglich: IT-affine Verwaltungsmitarbeiter ohne spezifische Coding-Kenntnisse sollen so mit MODUL-F ein Fachverfahren erstellen können.

Erste Module als Minimal Viable Product

Nun berichtet Dataport, dass eine Startversion von MODUL-F mit ersten Modulen fertig entwickelt wurde. Im Rahmen eines Minimal Viable Product seien zwei prototypische Fachverfahren auf Landes- und Bundesebene erstellt worden („Denkmalrechtliche Genehmigung“ und „Handelsbezeichnung für Erzeugnisse der Fischerei und Aquakultur“). Damit sei das zugrunde liegende Konzept bestätigt worden, Fachverfahren schnell und einfach mit vorgefertigten digitalen Bausteinen zu erstellen. In einem nächsten Schritt soll die erste betriebstaugliche Version aufgebaut werden.
Erfolgsgekrönt zeigte sich das Projekt zuletzt auch beim E-Government-Wettbewerb. Am 6. September 2022 wurde es in Berlin mit dem ersten Platz in der Kategorie „Bestes Kooperationsprojekt 2022“ ausgezeichnet (wir berichteten).

Unterstützung für kleinere Fachverfahren

MODUL-F könnte eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) spielen, da das Konzept die rasche und medienbruchfreie Bereitstellung von OZG-Diensten unterstützt. Insbesondere kleinere Fachverfahren, für die sich bislang keine standardisierten Lösungen durchsetzen konnten, stehen im Fokus des Projekts. Mit einer Grundausstattung von unterschiedlichen Verwaltungsmodulen soll MODUL-F ab 2023 für alle Verwaltungen aus Bund, Ländern und Kommunen zur Verfügung stehen. Das Projekt wird noch bis Ende 2022 vom Bundesinnenministerium mit Konjunkturmitteln des Bundes in Höhe von 11,6 Millionen Euro finanziert.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
bericht

Darmstadt: Leuchtturmpolitik ist beendet

[26.10.2026] Ein massiver Ausfall des E-Mail-Systems hat in Darmstadt die Schwachstellen einer über Jahre gewachsenen IT-Infrastruktur offengelegt. Im Interview mit Kommune21 sprechen Oberbürgermeister Hanno Benz und Digitalisierungsdezernent Holger Klötzner über die Konsequenzen, welche die Stadt aus dem Vorfall zieht. mehr...

Handshake zu viert

Registermodernisierung: Gemeinsam zum cloudbasierten Register

[22.10.2026] AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport wollen eine gemeinsame Plattform für Register-as-a-Service entwickeln und betreiben. Cloudbasierte Dienste und standardisierte Adapter sollen den Anschluss von Registern an die Infrastruktur der Registermodernisierung vereinfachen. mehr...

Modernes Konzept für technischen Support mit Touchscreen-Oberfläche, die verschiedene Kommunikationssymbole anzeigt, sowie einem Headset für Kundenservice-Lösungen.

Böblingen: IT-Support teilweise ausgelagert

[13.10.2026] Die Stadt Böblingen hat die Erstannahme von IT-Störungen und Anwenderanfragen an den IT-Dienstleister enthus vergeben. Damit will die Verwaltung ihre IT-Abteilung entlasten und Kosten sparen. Die Bearbeitung der Störungen und die Verantwortung für die Fachverfahren bleiben bei der Stadt. mehr...

bericht

Cloud-Infrastruktur: Souveräne Smart City

[07.10.2026] Smarter, vernetzter, bürgerfreundlicher und trotzdem digital souverän. Städte und Gemeinden müssen sich modernisieren und gleichzeitig die Herrschaft über ihre digitale Zukunft behalten. Eine standardisierte und interoperable Cloud-Architektur hilft dabei. mehr...

Grünlich ausgeleuchteter Gang in einem Rechenzentrum, Mann mit Arbeitsweste und Tablet aus Untersicht aufgenommen
bericht

RPM Technical Solutions: Rechenzentren modernisieren – bei laufendem Betrieb

[06.10.2026] Rechenzentren müssen technisch up to date sein, um Performance und Sicherheit zu gewährleisten. Sie im Live-Betrieb ohne Ausfälle umzubauen, ist anspruchsvoll. Der Rechenzentrumsspezialist RPM Technical Solutions erläutert in einem Fachbeitrag, wie worauf es dabei ankommt. mehr...

Hand mit Holzsteinchen, auf denen Icons für Aktenordner und Pfeile aufgedruckt sind

KDN sozial: Registermodernisierung einfach erklärt

[01.10.2026] Die Registermodernisierung gilt als Basis für eine effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung. Doch was ändert sich dadurch eigentlich für die Hersteller und Anwender von Fachverfahren? Ein Informationsangebot von KDN.sozial erläutert die wichtigen Basics. mehr...

Ausschnitt eines Computer-Keyboards, bei dem die Return-Taste die Aufschrift "Open Source" trägt.

ZenDiS: openDesk-Partnerprogramm startet

[24.09.2026] Die Nachfrage nach der digital souveränen Office- und Kollaborationssuite openDesk ist hoch. Das ZenDiS, das die Lösung seit 2024 weiterentwickelt, reagiert darauf mit neuen Bezugswegen: Erstmals können neben öffentlichen IT-Dienstleistern auch privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister eigene openDesk-Enterprise-Angebote aufbauen. mehr...

Das passende Vorgehensmodell zu wählen

Hessen: Land fördert Low Code für Kommunen

[17.09.2026] Der Main-Kinzig-Kreis will die Open-Source-Plattform Limbas für den Einsatz in Kommunalverwaltungen weiterentwickeln. Das Land Hessen unterstützt das Projekt OSLOCO-Hessen mit rund 1,3 Millionen Euro. Verwaltungen sollen damit eigene Anwendungen ohne spezielle Programmierkenntnisse erstellen können. mehr...

Abgedunkelter Saal mit Holzvertäfelung, Blick über Zushcauerköpfe aufs Podium, wo man eine grüße Projektion und verschiedene Flaggen sieht.

Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau

[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...

Luftbild der Gemeinde Eichenzell
bericht

Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe

[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.
bericht

IT-Dienstleister: Next Level IT

[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...

Lennart_Schaer_Stephan_Brinkmann
interview

IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen

[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...

drei Personen durchtrennen vor einem Gebäude ein rotes Band

regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum

[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...

Zwie Personen in einem Meetingraum, auf einem Monitor sind weitere Teilnehmer per Videokonferenz zugeschaltet

ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone

[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. 
 mehr...