VismaStart im deutschen Markt
Visma bietet Cloud-Software für den Mittelstand und die öffentliche Verwaltung sowie ERP-Lösungen für Bereiche wie Rechnungswesen, Lohn- und Gehaltsabrechnung und HRM. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Oslo ist nach eigenen Angaben einer der führenden Anbieter derartiger Lösungen in Europa. Nun beteiligt sich Visma an den Berliner Software-Unternehmen H&H und BuchhaltungsButler und tritt damit erstmals auch in den deutschen Markt ein. Visma plant, in Deutschland durch gezielte Akquisitionen, die zur strategischen Positionierung des Unternehmens passen, weiter zu wachsen.
Da Digitalisierung und IT-Sicherheit ganz oben auf der europäischen Agenda stehen, wenden sich Unternehmen und Organisationen nach Einschätzung von Visma zunehmend von herkömmlichen On-Premises-Lösungen ab. Stattdessen seien sicherere, effiziente Cloud-Lösungen gefragt. So auch in Deutschland, wo beispielsweise das OZG eine verstärkte Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung erfordere. Zudem werde erwartet, dass der Übergang in die Cloud in Deutschland durch eine wachsende Zahl von KMUs, welche die Vorteile von ERP-Systemen zur Automatisierung manueller und zeitaufwendiger Prozesse entdecken, weiter vorangetrieben wird.
Einstieg in zwei Segmente
Das Software-Unternehmen H&H, an dem sich Visma nun beteiligt, bietet mit seinem Hauptprodukt proDoppik eine umfassende Lösung für das Finanzwesen in Kommunen. Rund 800 Verwaltungen gehören laut Visma zu seinen Kunden. BuchhaltungsButler ist ein 2015 gegründetes SaaS-Unternehmen (Software as a Service), dessen Kernklientel Kleinst- und Kleinunternehmen sind.
Das Governance-Modell von Visma beruht laut Unternehmensangaben auf Autonomie, Vertrauen in lokales Wissen und Unternehmergeist. Die meisten von Visma erworbenen Unternehmen werden unter ihrer eigenen Marke und unter ihrem eigenen Management weitergeführt – dies soll auch bei H&H und BuchhaltungsButler so gehandhabt werden.
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