MünchenKI-Software unterstützt die Feuerwehr

Die Feuerwehr München testet während der Fußballeuropameisterschaft eine KI-Lösung zur schnelleren Erkennung von Gefahrenlagen.
(Bildquelle: Anette Göttlicher)
Gedränge und Unmut beim Zugang zum Fanfest, ein starkes Unwetter beim Public Viewing oder Überlastung im öffentlichen Nahverkehr nach Spielende. Um Szenarien wie diese künftig früher zu erkennen und mögliche Maßnahmen einzuleiten, testet das Virtual Operations Support Team (VOST) der Feuerwehr München an Spieltagen der UEFA EURO 2024 eine neuartige Software-Lösung. Diese ergänzt das aktuelle Lagebild der Einsatzkräfte um die Perspektive der Situation in der digitalen Welt.
„Kommt es bei einem Großereignis zu einer Gefahrensituation, laufen die ersten Meldungen meist über Social Media. Für eine präzise Einschätzung der Lage ist es daher unverzichtbar, die digitale Welt im Blick zu behalten“, kommentiert Bayerns Digitalminister Fabian Mehring. „Die neue Software-Lösung fungiert dabei als Digital-Radarsystem, das aufkommenden Gefahrenlagen oder Hotspots frühzeitig erkennt und alarmiert. Unseren Rettungskräften ermöglicht das einen wertvollen Informations- und Zeitvorsprung, um einen sicheren Ablauf von Großevents wie der EM zu gewährleisten.“
Wie das bayerische Digitalministerium weiter mitteilt, wurde die Software-Plattform „INspectre – Crowd Information Platform“ der Firma Munich Innovation Labs (MIL) gemeinsam mit dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw) ursprünglich für verschiedene Szenarien im Rahmen von Auslandseinsätzen entwickelt. Die Plattform nutze dabei ausschließlich öffentlich verfügbare Daten aus Social-Media-Plattformen wie X, Facebook, Instagram oder TikTok und werte diese dann zum Beispiel anhand bestimmter Keywords oder Ortsmarken aus. Eine Bild-zu-Text Erkennung mittels Künstlicher Intelligenz ermögliche darüber hinaus eine gezielte Analyse von Bildmaterial etwa von Usern an Hotspots vor Ort.
Digitalminister Mehring will nunmehr prüfen, ob die Software auch im Rahmen der neuen Bayern-Allianz gegen Desinformation genutzt werden kann. „Was uns bei der Analyse des Cyber-Raums bei Großereignissen hilft, kann uns vielleicht auch wertvolle Hinweise auf sich rasch verbreitende Falschinformationen geben. Nicht nur unsere Einsatzkräfte müssen wissen, was gerade in Social Media gepostet und geteilt wird – auch für die Sicherheit im demokratischen Diskurs ist es entscheidend, Desinformation zu erkennen, bevor Menschen getäuscht werden“, so Mehring.
Katastrophenschutz: Per Drohne Brände frühzeitig erkennen
[06.11.2026] Die Unternehmen NeuralDrones und Arcanus Aerial Systems haben eine Partnerschaft zur KI-gestützten Waldbrandüberwachung vereinbart. Autonome Drohnen sollen Brände frühzeitig erkennen und Einsatzkräfte bei der Brandnachwache entlasten. Erste Praxistests in Bayern verliefen nach Angaben der Projektpartner erfolgreich. mehr...
KielRegion: Pegeldaten für die Klimaanpassung
[05.11.2026] Mit digitalen Sensoren werden in der Region Kiel Wasserstände und Durchflussmengen in Gewässern und Rückhaltebecken überwacht. Die Messdaten stehen ab sofort auf der regionalen Datenplattform DatenDock zur Verfügung und sollen Kommunen bei der Klimaanpassung unterstützen. mehr...
Sachsen: Zwei Millionen für smarte Regionen
[04.11.2026] Das Land Sachsen fördert digitale Lösungen für kommunale Aufgaben mit insgesamt bis zu zwei Millionen Euro. Kommunen, kleine und mittlere Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen können vom 10. November bis zum 8. Dezember 2026 Projektskizzen einreichen. mehr...
Kaiserslautern: KI optimiert Verkehrsmanagement
[29.10.2026] Kaiserslautern setzt auf Künstliche Intelligenz und vernetzte Verkehrstechnik, um den Verkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Bei einem bundesweiten Netzwerktreffen stellte die Stadt ihre Projekte KIMONO I und AORTA vor. mehr...
Hamburg: Digitale Zwillinge gezielt fördern
[28.10.2026] Hamburg hat ein Zentrum Digitaler Zwilling gegründet und fördert erste Vorhaben über einen Zwillingsfonds. Die neuen Strukturen sollen Fachwissen in der Verwaltung bündeln und den Einsatz der digitalen Stadtmodelle über Ressortgrenzen hinweg voranbringen. mehr...
Dortmund: Smarte Mülltonnen für saubere Parks
[28.10.2026] In Grünanlagen und im Zoo der Stadt Dortmund melden smarte Abfallbehälter jetzt automatisch den Füllstand und ermöglichen so eine bedarfsgerechte Leerung. Das soll Fahrwege reduzieren, Ressourcen schonen und die Parks sauber halten. mehr...
Kirchheim b. München: Digitales Herz von Smartheim
[27.10.2026] Die Gemeinde Kirchheim bei München zeigt, dass auch kleinere Kommunen groß denken und die digitale Stadtentwicklung strategisch sowie mit konkretem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger gestalten können. Herzstück hierfür ist ein Digitaler Zwilling. mehr...
Wetzlar: Sensordaten für die Stadtentwicklung
[26.10.2026] Mithilfe von Lasertechnologie und der Verknüpfung verschiedener Datenquellen will die Stadt Wetzlar Verkehrs- und Besucherströme besser analysieren und steuern. Das Land Hessen fördert das Smart-City-Modellprojekt mit rund 515.000 Euro. mehr...
Freiburg: Beim Datenspaziergang die Smart City erleben
[21.10.2026] Wie werden Daten in einer Smart City erhoben und genutzt? Ein neuer Datenspaziergang in Freiburg zeigt an fünf Stationen, welche Technologien dahinterstecken und wie die gewonnenen Informationen zur Stadtentwicklung beitragen. mehr...
Pforzheim: Ideen für die Smart City
[15.10.2026] Wie können offene Daten und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, kommunale Herausforderungen zu lösen? Beim Smart City Hackathon in Pforzheim entwickeln die Teilnehmenden Anfang November praxisnahe Lösungen – vom Landschaftsschutz bis zum Winterdienst. mehr...
Apps: Smart City kann klein starten
[13.10.2026] Auch kleinere und mittlere Kommunen können Smart-City-Angebote mit überschaubarem Aufwand umsetzen. Ein möglicher Einstieg sind kommunale Apps: Sie bündeln Informationen, vernetzen lokale Akteure und eröffnen neue Wege für den Austausch mit der Bürgerschaft. mehr...
Smart City Summer School Dresden: Wissenstransfer für die Stadt der Zukunft
[12.10.2026] Wie lassen sich erfolgreiche Smart-City-Lösungen dauerhaft in Kommunen etablieren und auf andere Städte und Gemeinden übertragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Smart City Summer School 2026 in Dresden. Forschende aus rund 50 wissenschaftlichen Einrichtungen diskutierten über Wissenstransfer, Resilienz und die Wirkung digitaler Stadtentwicklung. mehr...
Smart City: Digitale Grundversorgung dauerhaft sichern
[08.10.2026] Smarte Städte und Regionen brauchen mehr als befristete Modellprojekte. Sechs Verbände fordern dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen für die digitale Daseinsvorsorge. Erprobte Lösungen sollen weiterbetrieben werden und allen Kommunen zugutekommen. mehr...
Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen
[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...
Hamm: Digitaler Erfolgskurs
[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...



















