Echte Glasfaser-KommuneVorreiter Borken

Mechtild Schulze Hessing ist Bürgermeisterin der vom BREKO als Echte Glasfaser-Kommune ausgezeichneten Stadt Borken.
(Bildquelle: Stadt Borken/mediamieze)
Frau Schulze Hessing, im Juli hat der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) Borken als Echte Glasfaser-Kommune ausgezeichnet (wir berichteten). Was bedeutet diese Auszeichnung für die Stadt?
Die Auszeichnung als Echte Glasfaser-Kommune durch den BREKO ist eine große Anerkennung für die jahrelangen Anstrengungen und Investitionen der Stadt in den flächendeckenden Glasfaserausbau. Sie bestätigt, dass wir nicht nur bei der Planung und Umsetzung Vorreiter sind, sondern auch bei der Qualität der Infrastruktur. Für Borken bedeutet dies, dass wir als moderner und zukunftsorientierter Standort wahrgenommen werden.
Mit einer Glasfaserquote von 95,8 Prozent liegt Borken weit über dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Welche Strategien haben zu diesem Erfolg geführt?
Eine der wichtigsten Strategien war die frühzeitige Planung und Umsetzung des Glasfaserausbaus. Die Stadt Borken hat schnell erkannt, dass eine leistungsfähige digitale Infrastruktur entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Kommune ist. Auch die enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Unternehmen, darunter die Deutsche Glasfaser mit einer eigenen Ausbaustrategie und einer eigens gegründeten Netzausbaugesellschaft, trug zum Erfolg bei. Ein weiterer wichtiger Schlüsselfaktor war die Förderkulisse, welche die Stadt voll ausgeschöpft hat. Verschiedene Programme auf Landes- und Bundesebene wurden hier optimal genutzt, um auch in den weniger dicht besiedelten Gebieten voranzukommen.
Welche Herausforderungen gab es auf dem Weg zur heutigen Glasfaserinfrastruktur und wie wurden sie überwunden?
Eine große Herausforderung war die Anbindung der Höfe und Haushalte in den Außenbereichen. Die Erschließung dieser Gebiete ist aufwendig und erfordert hohe Investitionen. Um auch diese abgelegenen Haushalte mit Glasfaser versorgen zu können, haben wir – wie bereits erwähnt – gezielt Fördermittel eingesetzt und innovative Lösungen entwickelt. Technologische Herausforderungen, wie die Planung und Koordination der Tiefbauarbeiten, konnten durch die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern und Unternehmen effizient gemeistert werden. Darüber hinaus war es wichtig, die Bevölkerung über die Vorteile der Glasfaser zu informieren, um eine hohe Akzeptanz zu schaffen. Dies ist in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren sehr gut gelungen.
Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern während des Ausbauprozesses?
Die Bürgerinnen und Bürger sind für den Erfolg des Glasfaserausbaus sehr wichtig. Ihre Bereitschaft, sich im Rahmen der Nachfragebündelung aktiv zu beteiligen, war unter anderem ausschlaggebend dafür, dass der Ausbau in vielen Bereichen wirtschaftlich darstellbar war. Wir haben zudem stets großen Wert auf eine transparente Kommunikation gelegt. Die Bürgerinnen und Bürger wurden über jeden Schritt des Ausbauprozesses informiert und konnten so Vertrauen in das Projekt gewinnen. Regelmäßige Informationsveranstaltungen und eine enge Zusammenarbeit mit den Anwohnerinnen und Anwohnern haben dazu beigetragen, mögliche Bedenken frühzeitig auszuräumen und das weitere Vorgehen offen darzulegen.
„Wir werden als moderner und zukunftsorientierter Standort wahrgenommen.“
Wie hat die Kooperation mit Partnern wie der Deutschen Glasfaser, epcan und Muenet zum Erfolg des Glasfaserausbaus beigetragen?
Die Zusammenarbeit mit den genannten Partnern war entscheidend für den erfolgreichen Ausbau. Sie verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich der Glasfasertechnologie und konnten so eine professionelle und effiziente Umsetzung gewährleisten. Durch ihre Expertise in der Planung und dem Bau von Glasfasernetzen konnten Herausforderungen schnell und zielgerichtet gelöst werden.
Welche Maßnahmen hat die Stadt Borken geplant, um auch die letzten „grauen Flecken“ mit Glasfaser auszustatten und somit die Vollversorgung zu erreichen?
Unmittelbar nach Inkrafttreten der so genannten Graue-Flecken-Förderung des Bundes hat sich der Kreis Borken mit insgesamt 14 Kommunen auf den Weg gemacht, die wenigen verbliebenen förderfähigen Gebiete mithilfe der Mittel zu erschließen. Der interkommunale Förderantrag hatte Erfolg, es liegt eine Förderzusage für den Ausbau der grauen Flecken vor. Gemeinsam mit dem Kreis, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, Vertreterinnen und Vertretern der Fördermittelgeber, weiteren kreisangehörigen Kommunen sowie der Telekommunikationsbranche haben wir dann im September 2024 den symbolischen Baustart für den Ausbau besiegelt. Dieser markiert einen wichtigen Meilenstein im fortlaufenden Glasfaserausbau der Region. Denn mit den Mitteln können die letzten noch nicht erschlossenen Gebiete in Borken ausgebaut und eine flächendeckende digitale Anbindung sichergestellt werden. Der Ausbau soll voraussichtlich Ende 2024 beginnen.
Welche Auswirkungen erwarten Sie durch den flächendeckenden Glasfaserausbau für den Standort Borken?
Der flächendeckende Glasfaserausbau hat Borken als Wirtschafts- und Lebensstandort noch attraktiver gemacht. Für Unternehmen bedeutet die Glasfasertechnologie eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Auch für die Bürgerinnen und Bürger ist der Glasfaserausbau eine wichtige Grundlage, etwa für Homeoffice oder digitale Bildung.
Gotha: Pilot für schnelleren Glasfaserausbau
[12.06.2026] In einem gemeinsamen Pilotprojekt setzen die Stadt Gotha und die Telekom auf weniger Bürokratie und mehr Zusammenarbeit beim Glasfaserausbau. Dafür hat die Stadt eigens ein Projektbüro eingerichtet, das Genehmigungen bündelt und den Ausbau koordiniert. mehr...
Telekom: Erweiterung des Glasfaserangebots durch Kooperation
[01.06.2026] Die Telekom öffnet ihre Glasfaserangebote für die Netze von e.discom und WEMACOM in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Rund 220.000 Haushalte sollen dadurch mehr Anbieterauswahl erhalten, während die Branche die Kooperation als Signal gegen kostspieligen Doppelausbau wertet. mehr...
Münster: Digitaler Begegnungsort am Hafen
[29.05.2026] Der Stadthafen am Dortmund-Ems-Kanal in Münster wandelt sich vom gewerblich genutzten Gebiet hin zu einem Ausgeh- und Dienstleistungsviertel. Das dortige kostenfreie WLAN steht nun ab sofort in weiteren Bereichen zur Verfügung. mehr...
Glasfaserausbau: Regional erfolgreich
[27.05.2026] Die Glasfaseranbieter lünecom und sewikom versorgen im Norden Deutschlands insbesondere ländliche Regionen mit schnellem Internet. Dabei sind die Präsenz vor Ort, lokales Know-how sowie die Kommunikation mit den Kommunen erfolgsentscheidend. mehr...
Berlin: Eine Million Glasfaseranschlüsse
[21.05.2026] Beim Gigabitausbau in Berlin hat die Deutsche Telekom vorzeitig einen wichtigen Meilenstein erreicht: Eine Million Haushalte kann jetzt Glasfaser bis ins Haus oder die Wohnung erhalten. mehr...
Ilsenburg: Land fördert freies WLAN
[19.05.2026] Im Kloster Ilsenburg können Besucher künftig zuverlässig auf multimediale Angebote zugreifen. Mit Förderung des Landes Sachsen-Anhalt wurde ein öffentliches WLAN installiert. mehr...
Lichtenau: Baustart für Giganetz
[15.05.2026] Über ein stabiles Internet mit Gigabit-Geschwindigkeit können sich in Zukunft Bürger und Unternehmen in Lichtenau freuen. Die Gemeinde ist die erste, die vom geförderten Glasfaserausbau im Landkreis Mittelsachsen profitiert. mehr...
ANGA COM: Lösungen finden
[13.05.2026] Auf der ANGA COM, Europas führender Kongressmesse für Breitband, Medien und Konnektivität, treffen sich auch in diesem Jahr in Köln Netzbetreiber, Ausrüster und Inhalteanbieter zu allen Fragen der Breitband- und Mediendistribution. mehr...
Osnabrück: Noch mehr OSNA Hot Spots
[08.05.2026] Die Stadt Osnabrück weitet ihr WLAN-Angebot aus und stellt 25 weitere OSNA Hot Spots zur Verfügung. mehr...
sewikom: Glasfaser für Digitale Dörfer
[15.04.2026] Was im Dorf digital läuft, braucht Glasfaser. Der Anbieter sewikom hat fast 40 Prozent der geförderten Digitalen Dörfer in Nordrhein-Westfalen an sein Netz angeschlossen. mehr...
Baden-Württemberg: 231 Millionen Euro für Breitbandausbau
[22.01.2026] Baden-Württemberg unterstützt mit insgesamt über 231 Millionen Euro weitere 29 Projekte des kommunalen Breitbandausbaus. Mit den Ende des vergangenen Jahres zugestellten Förderbescheiden konnten die landesseitig für das Haushaltsjahr 2025 zur Verfügung gestellten Mittel vollständig gebunden werden. mehr...
Kreis Gießen: Breitbandausbau auf der Zielgeraden
[21.01.2026] Dank der Gigabitförderung 2.0 des Bundes kann der Landkreis Gießen die finale Phase des Breitbandausbaus einleiten. Die Förderung soll Lücken des eigenwirtschaftlichen Glasfasernetzausbaus durch Telekommunikationsunternehmen schließen. Dadurch könnten im Kreis Gießen in den kommenden Jahren 8.200 Anschlüsse hergestellt werden. mehr...
Saarland: Breitband-Portal in jeder zweiten Kommune
[14.01.2026] Das Saarland war eines der ersten Bundesländer, die das Breitband-Portal eingeführt hatten. Damit soll die Bearbeitung von Anträgen zur Leitungsverlegung erheblich vereinfacht und beschleunigt werden. Kommunen, die das Portal einführen wollen, erhalten Unterstützung vom Land. mehr...
ANGA COM: Erweitertes Programm
[08.12.2025] Die Messe ANGA COM kündigt für 2026 ein erweitertes Programm mit neuen Formaten und prominenter politischer Beteiligung an. Bundesminister Karsten Wildberger hält die Eröffnungskeynote und nimmt am traditionellen Gigabitgipfel teil. mehr...
Kalletal: Campen mit fünf Gbit/s
[21.11.2025] Mit glasfaserschnellem Internet hat das Unternehmen sewikom den Campingpark in Kalletal ausgestattet. Die bereits bestehenden 2.000 Mbit/s wurden auf 5.000 Mbit/s erhöht. Zudem können nun mehr als 2.000 Kalletaler Haushalte ebenfalls mit Glasfaser versorgt werden. mehr...



















