Freitag, 12. Juni 2026

BayernAuszeichnung für Geodatenlösung

[22.07.2025] Eine maßgeblich von bayerischen Behörden entwickelte und nachnutzbare Geodigitalisierungskomponente schafft einen schnellen Überblick bei Online-Anträgen. Nun wurde die digitale Lösung mit dem – erstmalig vergebenen – Bavarian Best Practice Award ausgezeichnet.
In Bayern soll nach dem Willen von Digitalminister Fabian Mehring der „Digitalisierungsturbo“ gezündet werden.

Die in Bayern entwickelte Geodigitalisierungskomponente wurde ausgezeichnet.

(Bildquelle: Juliane Liebermann/Unsplash)

Im Rahmen der OZG-Umsetzung haben mehrere Behörden aus Bayern in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen die so genannte Geodigitalisierungskomponente entwickelt, die inzwischen in zahlreichen Verwaltungsleistungen eingesetzt wird. Sie ermöglicht die Visualisierung eines beliebigen Antragsgegenstandes auf Grundlage digitaler Geodaten. Nun wurde die digitale Lösung vom Bayerischen Anwenderforum als eine „innovative, bundesweit mitnutzbare EfA-Leistung, die digitale Anträge smarter macht“ mit dem Bavarian Best Practice Award ausgezeichnet. Das bayerische Finanzministerium bezeichnet das Anwenderforum als führende Plattform für Digitalisierung, E-Government und Verwaltungsmodernisierung in Bayern. Die erstmals vergebene Auszeichnung soll herausragende Digitalisierungsprojekte der öffentlichen Verwaltung in Bayern würdigen. „Die Auszeichnung unterstreicht, wie neuartige digitale Lösungen die Verwaltungsmodernisierung in Bayern weiter vorantreiben und den Bürgerservice stetig verbessern. Die länderübergreifende Entwicklung der Geodigitalisierungskomponente nach dem Prinzip ‚Einer für Alle‘ sorgt zudem für Synergien und zeigt, wie moderne Verwaltung funktioniert“, so Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich der Preisverleihung.

Schneller räumlicher Überblick

Mithilfe der Geodigitalisierungskomponente kann direkt aus dem Antragsprozess heraus eine Karte angezeigt werden, die schnell, unkompliziert und präzise einen räumlichen Überblick schafft. Je nach Anforderungen des jeweiligen Antrags kann die Geodigitalisierungskomponente mit individuellen Karten- und Funktionssettings an einer definierten Lokalität – etwa Adresse, Flurstück oder Koordinate – aufgerufen werden. Zudem ist in der „Lageskizze“ die Erfassung geografischer Informationen durch Antragstellerinnen und Antragsteller möglich. Die erfassten Daten werden anschließend medienbruchfrei in standardisierten Schnittstellenformaten an den Antrag oder ein Fachverfahren übergeben. Entwickelt wurde die Lösung vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, dem Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sowie dem Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen.



Stichwörter: Geodaten-Management, Bayern, EfA, OZG


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geodaten-Management
Cyclomedia-Auto-vor Häusern-Cyclomedia-Befahrung_köln

Köln: Kamera-Autos unterwegs

[05.06.2026] Im Stadtgebiet Köln sind bis Anfang August Kamera-Autos unterwegs, um hochauflösende und georeferenzierte 3D-Panoramabilder aufzunehmen. Diese helfen der Verwaltung unter anderem in Planungsfragen. mehr...

Blick unter einer Baumkrone hervor auf einen sonnigen, gepflastertetn Platz, darauf sind einige Fußgänger unterwegs.

Klimaanpassung: Routing für schattige Wege

[03.06.2026] Auf schattigem Weg ans Ziel: Das Heidelberg Institute for Geoinformation Technology stellt eine Anwendung für hitzemeidendes Fußgänger-Routing in vielen deutschen Städten vor. Nun sucht das Institut Partnerstädte, die das Projekt mit eigenen Daten weiterentwickeln. mehr...

Blick von unten in eine Baumkrone

Aachen: Baumdaten im Geoportal

[01.06.2026] Über die Bäume in Aachen können sich die Bürgerinnen und Bürger jetzt im Geoportal der Stadt umfänglich informieren. Dafür wurden Daten aus dem städtischen Baumkataster aufbereitet. mehr...

Thermometer vor dem Karlsruher Schloss zeigt hohe Temperaturen

Karslruhe: Kühle Orte für heiße Tage

[29.05.2026] Die Stadt Karlsruhe hat ihren digitalen Stadtplan für heiße Tage ausgebaut: Dort sind nun auch aktuelle Daten von mehr als 100 lokalen Wettersensoren zu finden. mehr...

Screen geologischer Lehrpfad Bonn

Bonn: Lehrpfad als digitales Erlebnis

[22.05.2026] 
Die Stadt Bonn will den geologischen Lehr- und Wanderpfad in den Stadtbezirken Bad Godesberg und Bonn künftig als erweitertes digitales Informationsangebot fortführen.
 mehr...

Schwerin: Geoportal erneuert

[20.05.2026] Ihr Geoportal hat die Stadt Schwerin technisch komplett erneuert und auf das Open-Source-System Masterportal 3.0 umgestellt. Die Plattform bündelt Geodaten von Bebauungsplänen bis zu Luftbildern und soll Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern schnelleren mobilen Zugriff auf raumbezogene Informationen bieten. mehr...

Screenshot von RIWANEXIS

GIS: RIWA integriert KI-gestützte Suche

[20.05.2026] Kommunale Geodaten per natürlicher Sprache durchsuchen – ohne komplexe GIS-Abfragen oder spezielles Fachwissen: Mit RIWANEXIS stellt RIWA eine neue KI-Lösung vor, die den Zugang zu kommunalen Geo-Informationssystemen grundlegend vereinfacht. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die interaktive Denkmalkarte zu sehen ist vor Lübecks Altstadt

Lübeck: Denkmäler interaktiv erleben

[15.05.2026] Eine neue interaktive Denkmalkarte eröffnet neue Perspektiven auf Lübecks Baukultur. Dabei rücken neben weltbekannten Wahrzeichen auch Zeugnisse des 20. und 21. Jahrhunderts in den Fokus. mehr...

eine Zeichnung zeigt eine überflutete Straße bei Regen und viele menschen, die mit Schirm unterwegs sind

Berlin: Hochwasser im Blick

[13.05.2026] Zu Beginn der Starkregenzeit startet in Berlin jetzt ein neues digitales Informationstool zum Umgang mit Starkregen und Flusshochwasser. Es zeigt adressgenau, ob Orte potenziell betroffen sind. 
 mehr...

RIWA/RealityMaps: Mehr Datentiefe für Planung und Klima

[07.05.2026] Der GIS-Anbieter RIWA und der Geodatenspezialist RealityMaps kooperieren, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-Analysen stärker in kommunale Fachverfahren zu bringen. Spezielle Befliegungen liefern eine umfassende Datengrundlage für kommunale Prozesse und Entscheidungen. mehr...

Messfahrzeug mit Kameras und Laserscanner

Augsburg: Straßenraum in 3D

[07.04.2026] 
Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...

eine Reihe von Personen steht vor einer Wand

Mainz: WebGIS wird modernisiert

[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...

Screenshot des Sozial-Dashboards.

Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt

[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...

Screenshot digitaler Zwilling Rhein-kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt

[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...

Screenshot aus der WebGIS-Anwendung, in der Mitte eine in Gelb und Blau gehaltene Luftaufnahme eines Siedlungsgebiets, rechts und links Panels mit Eintellungen und Legende.

Niedersachsen: Entsiegelungskataster mit KI

[26.02.2026] Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hat ein digitales, KI-gestütztes Entsiegelungskataster freigeschaltet. So soll die kommunale Entsiegelungsplanung unterstützt werden. Kommunen werden beim Einstieg in das System begleitet. mehr...