Merseburger Erklärung 2025Verwaltung gemeinsam gestalten

Torsten Ringling, Bürgermeister der Gemeinde Schkopau, hat die Merseburger Erklärung im Rahmen der Merseburger Digitaltage vorgestellt.
(Bildquelle: Vincent Grätsch)
Verwaltung gemeinsam gestalten – für ein digitales und leistungsfähiges Sachsen-Anhalt: Unter diesem Titel steht die Merseburger Erklärung 2025, die im Rahmen der Merseburger Digitaltage (26. bis 27. August 2025, wir berichteten) vorgestellt worden ist. Mit ihr wollen die Teilnehmenden der Digitaltage „ein starkes Zeichen für die konkrete Umsetzung notwendiger Maßnahmen“ setzen, das über Ankündigungen hinaus reicht. Auch wird das Land Sachsen-Anhalt aufgefordert, die Mittel aus dem Sondervermögen (Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz – LuKIFG) maßgeblich für Digitalisierungsvorhaben einzusetzen, die dem Rückbau von Bürokratie und der Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung dienen. Digitalisierung müsse als das primäre Lösungs- und Umsetzungsvehikel politischer Themen gesehen werden, heißt es in dem Papier.
Die Merseburger Erklärung umfasst insgesamt sieben Forderungen. Punkt eins betrifft die BundID. Sie soll zügig bei allen Verwaltungsleistungen der Kommunen im Land Sachsen-Anhalt eingesetzt werden können. „Das Land Sachsen-Anhalt sollte dazu gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden einen Maßnahmenplan aufsetzen und zusätzlich auf den Bund einwirken, mit einer breiten Kampagne Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zur Verwaltung mittels digitaler Identitäten aktiv zu vermitteln“, heißt es in der Merseburger Erklärung. Als zweites fordern die Verfasser, dass Sachsen-Anhalt zum Pilotland für die Einführung der EUDI-Wallet in Deutschland wird und dazu die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Damit werde ein Zeichen gesetzt, dass Bürgerinnen und Bürger elektronische Dienstleistungen einfach, schnell und unbürokratisch abwickeln können. Des Weiteren sollte das Land Sachsen-Anhalt zeitnah eine souveräne Cloudinfrastruktur für Land, Kommunen und weitere öffentliche-rechtliche Bedarfsträger bereitstellen.
Die vierte Forderung betrifft den Aufbau einer digitalen Plattform für alle Verwaltungsprozesse in Kommunen und im Land Sachsen-Anhalt. „Modellhaft sollte mit einem Teilprojekt Schneller Bauen in Sachsen-Anhalt begonnen werden“, heißt es in der Erklärung. „Dort werden alle Bauverfahren und alle digitalen Werkzeuge wie BIM in einem Vorgangsraum zusammengeführt, um eine ganzheitliche Nutzung von Daten zu ermöglichen.“
Im nächsten Punkt fordern die Verfasser die Übernahme von Lizenzkosten durch das Land Sachsen-Anhalt bei KI-Anwendungen wie beispielsweise LLMoin in Kommunalverwaltungen. Als sechstes wird die Bildung einer Einrichtung des Landes angeregt, die zentrale Serviceangebote für starke Kommunen (ZSA) bündelt und als Shared-Service-Center Verfahren für Kommunen vollständig abwickelt. Der letzte Punkt schließlich adressiert eine zukunftsweisende Zusammenarbeit der Fachverfahrenshersteller etwa über die VOIS-Plattform, um das Once-Only-Prinzip, die Registermodernisierung und Cloudifizierung schnell umsetzen zu können.
Schleswig-Holstein: Konsequent digital
[28.01.2026] Von Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld: Schleswig-Holstein setzt den Roll-out von Onlinediensten und die Digitalisierung der Verwaltung weiter konsequent um. Ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard soll die Fortschritte künftig visualisieren. mehr...
OZG-Leistungen: Schub für die digitale Verwaltung
[26.01.2026] Der Bund sowie Bayern und Hessen als Pilotländer erproben einen neuen Weg, um digitale Verwaltungsdienste überall anbieten zu können. Dabei finanziert der Bund Roll-in-Teams für die Kommunen, während sich die Länder verpflichten, bis Ende 2026 fünf Online-Dienste landesweit einzuführen. Das Verfahren soll auf andere Länder übertragen werden. mehr...
Deutscher Städtetag: Lüneburgs OB ist neue Vizepräsidentin
[26.01.2026] Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch ist die neue Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages. Sie folgt auf Katja Dörner, die im Herbst 2025 nicht erneut zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde und somit auch aus dem Präsidium des DST ausgeschieden ist. mehr...
Potsdam: Neuer Digitalisierungsrat
[19.01.2026] In Potsdam hat sich der zweite Digitalisierungsrat der Stadt konstituiert. Er soll in den kommenden drei Jahren den digitalen Wandel der brandenburgischen Landeshauptstadt begleiten und bringt dafür Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein. mehr...
Saarland: Dritte Auflage des E-Government-Pakts
[08.01.2026] Das Saarland und die Kommunen haben die dritte Auflage ihres E-Government-Pakts unterzeichnet. Das Land wird demnach die Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und beim Ausbau digitaler Angebote unterstützen. Ein gemeinsames IT-Steuerungsgremium wird die vereinbarten Maßnahmen begleiten. mehr...
GovTech Kommunal: Kommunen digital handlungsfähig machen
[18.12.2025] Die Initiative GovTech Deutschland hat ihr Angebot um den Verein GovTech Kommunal erweitert. Es soll damit eine bundesweite Einheit geschaffen werden, welche die kommunale Digitalisierung systematisch bündelt und konsequent an den Bedarfen der Städte, Gemeinden und Landkreise ausrichtet. Die Mitgliedschaft steht mit gestaffeltem Beitragsmodell allen Kommunen offen. mehr...
Hanau: Stadtweite IT neu ausgerichtet
[18.12.2025] Hanau hat sich das Ziel gesteckt, bis 2030 die Digitalisierung der gesamten „Unternehmung Stadt“ abzuschließen. Dazu werden Entscheidungs-, Verantwortungs- und Budgetstrukturen künftig an einer Stelle gebündelt, zudem soll die Stelle des CDO geschaffen werden. mehr...
Deutscher Landkreistag: Kommunen in Modernisierungsagenda einbinden
[11.12.2025] Die von Bund und Ländern vereinbarte föderale Modernisierungsagenda bewertet der Deutsche Landkreistag (DLT) als positiv. Damit Bürger, Unternehmen und Kommunen jedoch tatsächlich entlastet werden, ist ein enger Schulterschluss mit Landkreisen, Städten und Gemeinden bei der Umsetzung erforderlich. mehr...
Sachsen-Anhalt: Zentrale Serviceagentur für Kommunen
[08.12.2025] Eine Machbarkeitsstudie aus Sachsen-Anhalt zeigt, dass eine zentrale Serviceagentur für Kommunen Verwaltungsabläufe beschleunigen und verbessern kann. Digitalministerin Lydia Hüskens kündigte an, dass ab 2026 sukzessive eine Unterstützungseinheit für Kommunen umgesetzt werden soll. mehr...
IT-Planungsrat: Kommunalbeirat NOOTS
[08.12.2025] Das Kommunalgremium des IT-Planungsrats übernimmt im Zuge der Neuaufstellung des Nationalen Once-Only-Technical-Systems (NOOTS) zusätzlich die Rolle des Kommunalbeirats NOOTS. Es hat dabei keine Entscheidungsbefugnis, sondern erfüllt eine Resonanz- und Feedbackfunktion. mehr...
4. Digitalministerkonferenz: Bessere Zusammenarbeit aller Ebenen
[27.11.2025] Bei der 4. Digitalministerkonferenz in Berlin setzte Niedersachsens Digitalministerin Daniela Behrens den Schwerpunkt auf föderale Zusammenarbeit: Sie forderte eine engere, effektivere Zusammenarbeit aller föderaler Ebenen und den Zugang zu Services des ITZBund auch für Länder und Kommunen. mehr...
Oldenburg: Mit neuem Amt in die digitale Zukunft
[27.11.2025] Alle Aufgaben rund um digitale Verwaltungsprozesse und die IT-Infrastruktur bündelt die Stadt Oldenburg ab Anfang kommenden Jahres in einem eigenen Amt für digitale Transformation. Das soll Abstimmungsaufwände reduzieren, Prozesse beschleunigen und dauerhaft zu innovativen, bürgernahen Angeboten beitragen. mehr...
Föderale Modernisierungsagenda: Jetzt muss gehandelt werden
[27.11.2025] Der Nationale Normenkontrollrat mahnt die in der Föderalen Modernisierungsagenda vorgesehene bessere Aufgabenbündelung mit Nachdruck an. Die Ministerien müssten dieses Projekt konsequent weiterverfolgen, um Effizienz und Entlastung der Kommunen zu sichern. mehr...
Vitako: 20 Jahre Austausch und Innovation
[11.11.2025] Seit zwei Jahrzehnten vertritt Vitako die Interessen der kommunalen IT-Dienstleister. Bei der Jubiläumsfeier würdigte Digitalminister Karsten Wildberger in klaren Worten die Rolle der Kommunen als Ausgangspunkt digitaler Verwaltung und rief zu enger Zusammenarbeit mit Bund und Ländern auf. mehr...
Hamburg: Annika Busse ist die neue CIO
[11.11.2025] Annika Busse ist die neue CIO der Freien und Hansestadt Hamburg. Die bisherige stellvertretende Hamburg-CIO hat zum 1. November die Nachfolge von Jörn Riedel angetreten, der nach langjährigem Wirken in den Ruhestand verabschiedet wurde. mehr...



















