Mittwoch, 14. Januar 2026

SaarlandBreitband-Portal in jeder zweiten Kommune

[14.01.2026] Das Saarland war eines der ersten Bundesländer, die das Breitband-Portal eingeführt hatten. Damit soll die Bearbeitung von Anträgen zur Leitungsverlegung erheblich vereinfacht und beschleunigt werden. Kommunen, die das Portal einführen wollen, erhalten Unterstützung vom Land.
Glasfaserkabel schauen aus der Erde

Vor dem Tiefbau steht die Antragstellung – das Breitband-Portal soll diese erheblich beschleunigen.

(Bildquelle: Christian Schwier/stock.adobe.com)

Immer mehr saarländische Städte und Gemeinden setzen auf das Breitband-Portal, um die Verlegung von Glasfaserleitungen zu genehmigen. Mittlerweile sind laut Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie 28 – und damit mehr als die Hälfte – der saarländischen Kommunen an das Portal angebunden. Das Breitband-Portal als Bestandteil der Gigabitstrategie des Bundes erlaubt es, die Verlegung von Leitungen zum Breitbandausbau digital zu beantragen und zu genehmigen – ganz ohne Medienbrüche. Das durchgängig digitale Verfahren beschleunigt Antrags- und Genehmigungsprozesse deutlich.

Das Saarland hatte das Breitband-Portal im Frühjahr 2024 als eines der ersten Bundesländer eingeführt (wir berichteten). „Wir hatten uns das Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres 2025 mindestens die Hälfte aller Kommunen an das Portal anzubinden. Das ist uns gelungen: Mittlerweile nutzt jedes zweite Rathaus die Software, um den Glasfaserausbau schneller und effizienter zu gestalten. Jetzt steht die Branche in der Pflicht, das digitale Angebot zu nutzen. Zukünftig wird kein Weg daran vorbeiführen“, sagt die saarländische Digitalisierungsstaatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas.

Unterstützung bei der Anbindung

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Einführung des Portals mit insgesamt 200.000 Euro über drei Jahre. Die Mittel decken sämtliche Kosten für die Kommunen in diesem Zeitraum ab. Nach dieser Anschubfinanzierung werden die Nachnutzungskosten im Rahmen des E-Government-Pakts berücksichtigt.

Für die technische Umsetzung ist der Zweckverband eGo-Saar verantwortlich. Er begleitet die Anbindung der Kommunen und bietet Schulungen zur Anwendung der Software an. Derzeit bereitet der Zweckverband den weiteren Roll-out vor. Bis Ende des Jahres 2026 sollen mindestens 80 Prozent aller saarländischen Städte und Gemeinden das Portal einsetzen.





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