Freitag, 11. September 2026

Nutzerklima-Test 2026Bürger bewerten digitale Services

[12.03.2026] Wie nutzerfreundlich ist die digitale Verwaltung wirklich? Bürgerinnen und Bürger können es jetzt bewerten. Ziel ist es, ein systematisches, vergleichbares Stimmungsbild zu erhalten – und damit konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen.
Werbung für den Nutzerklimatest 2026

Teilnehmende Kommunen erhalten durch den Nutzerklima-Test ein Stimmungsbild zu ihren digitalen Angeboten und Hinweise auf konkreten Verbesserungsbedarf.

(Bildquelle: UIG e.V.)

Ob Online-Terminvergabe, Müllkalender oder Kita-Anmeldung – digitale Services der Städte sind längst Alltag. Doch wie gut funktionieren sie wirklich? Und wer fragt eigentlich die Menschen, die sie täglich nutzen? Hier setzt der erste bundesweite Nutzerklima-Test 2026 an. Der gemeinnützige Verein UIG führt noch bis zum 30. April 2026 eine Umfrage durch, bei der Bürgerinnen und Bürger die digitalen Services ihrer Stadt bewerten können (wir berichteten).

Sieben Minuten für bessere digitale Verwaltung

Die Teilnahme dauert laut UIG nur etwa sieben Minuten, alle Antworten werden anonym ausgewertet. Mitmachen können alle Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren, die in einer deutschen Stadt mit mindestens 5.000 Einwohnern leben und dort digitale Services nutzen. Städte, die eine Mindestteilnehmerzahl erreichen – je nach Einwohnerzahl zwischen 50 und 100 Teilnehmenden – werden dann Anfang Juli 2026 in einem öffentlichen bundesweiten Ranking gelistet, das zeigt, wie gut die digitalen Angebote aus Sicht der Bevölkerung aufgestellt sind, und Transparenz über den Stand der nutzerfreundlichen Digitalisierung in den Kommunen schaffen soll.

Den teilnehmenden Kommunen biete der Test einen echten Mehrwert, so das UIG weiter: Sie erhalten ein zuverlässiges Stimmungsbild zu ihren digitalen Angeboten, erkennen Stärken und konkreten Verbesserungsbedarf – und können sich so im deutschlandweiten Vergleich einordnen. Den zugrunde liegenden Fragebogen hat das UIG gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wissenschaftlich entwickelt.

Augsburg macht es vor

Als erste Stadt konnte Augsburg die Mindestteilnehmerzahl im Nutzerklima-Test erreichen – unter anderem, weil sie den Test direkt nach Abschluss oder Abbruch eines Online-Dienstes verlinkt und über städtische Kanäle sichtbar gemacht hat. Augsburgs Digitalisierungsreferent Frank Pintsch erklärte dazu, ein nutzerfreundlicher digitaler Service gelinge nur im Zusammenspiel von Bürgerinnen, Bürgern und Verwaltung – und die hohe Beteiligung sei Ausdruck eines gemeinsamen Gestaltungswillens. Den Nutzerklima-Test verstehe Augsburg zudem nicht als einmalige Aktion, sondern als Grundlage für eine kontinuierliche, nutzerzentrierte Weiterentwicklung digitaler Verwaltungsleistungen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Bürgerservice

Smart Country Convention: Lösungen für den Bürgerbesuch

[10.09.2026] Auf der Smart Country Convention präsentiert JCC Software Lösungen für Terminvereinbarung, Besuchersteuerung, Personalplanung und Zahlungsabwicklung. Kommunen sollen damit Bürgerbesuche durchgängig organisieren und ihre Beschäftigten bei der Bearbeitung entlasten können. mehr...

Blick über den belebten Augsburger Rathausplatz mit Außengastronomie auf das historische Rathaus und den Perlachturm vor blauem Himmel.
bericht

Augsburg: Vom Formular zum Service

[09.09.2026] Augsburg zählt mit rund 600 Online-Diensten und mehr als 2.100 einzelnen Verwaltungsleistungen zu den digital führenden Kommunen Deutschlands. Ausgehend von digitalen Formularen auf Basis von cit intelliForm ist dort ein integriertes Serviceangebot für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen entstanden. mehr...

Mann und Frau halten der Kamera ein Laptop entgegen, darauf Formular

Gütersloh: Bauanträge nur noch online

[04.09.2026] Gütersloh macht das Bauportal.NRW ab September zum alleinigen Einreichungsweg für Bauanträge. Auch die weitere Kommunikation im Genehmigungsverfahren erfolgt digital. Daneben erweitert die Stadt ihr Bürgerportal um Online-Anträge und Terminvereinbarungen des Jugendamts. mehr...

Ein Mann und eine Frau stehen für ein gemeinsames Foto vor einer blauen Wand und schauen in die Kamera.

Niedersachsen: Wie können Kommunen digitaler werden?

[03.09.2026] Dataport und das Land Niedersachsen haben rund 250 Kommunen bei der digitalen Transformation begleitet. Ihr Abschlussbericht stellt vor allem organisatorischen Handlungsbedarf fest und empfiehlt gemeinsame Standards, zentrale Dienste sowie mehr Qualifizierung. mehr...

Drei Menschen mit Monitoren in einem Büro

NOLIS/public.consulting: Kommunale Datenpflege

[01.09.2026] NOLIS und public.consulting bieten Kommunen einen gemeinsamen Service für die Datenpflege kommunaler Online-Portale an. Das Angebot verbindet die NOLIS-Software mit externer Datenpflege und soll Verwaltungen bei der laufenden Aktualisierung ihrer Inhalte entlasten. mehr...

Junger Mann sitzt mit Laptop, Taschenrechner und einigen Papieren in sorgenvoller Haltung am Schreibtisch.

Stadtwerke Lübeck Solutions/ITV.SH: Hohe Erwartungen an digitale Verwaltung

[27.08.2026] Viele Menschen in Schleswig-Holstein erwarten nutzerfreundliche digitale Verwaltungsleistungen. Für Kommunen ist deren Umsetzung aber mitunter aufwendig. Stadtwerke Lübeck Solutions und ITV.SH wollen deshalb die Nachnutzung bewährter Lösungen erleichtern. mehr...

Landkreis Augsburg: Integreat-App erweitert

[26.08.2026] Neuzugewanderte im Landkreis Augsburg können Informationen in der Integreat-App künftig über einen Chat-Assistenten suchen. „Frag Integreat“ beantwortet frei formulierte Fragen auf Basis der vom Landkreis bereitgestellten Inhalte. mehr...

Dinslaken: Digitales Serviceangebot erweitert

[21.08.2026] Die Stadt Dinslaken erweitert ihr digitales Serviceangebot um neue Online-Dienste im Bürgerbüro und in der Ausländerbehörde. Erstmals prüft dabei auch eine KI hochgeladene Unterlagen, während eine Dokumentenbox die Abholung von Aufenthaltstiteln vereinfacht. mehr...

Gemeinde Jork: App für Verwaltungsinformationen und digitale Dienste eingeführt

[19.08.2026] Die Gemeinde Jork bündelt Verwaltungsinformationen und digitale Dienste in einer eigenen Smartphone-App. Grundlage ist die NOLIS | CityApp, die Inhalte direkt aus dem bestehenden Content Management System übernimmt und so den Bürgerservice auf einem weiteren Kanal verfügbar macht. mehr...

Rathaus Schöneberg, Außenansicht im Sommer

Berlin: New Work im Bürgeramt

[11.08.2026] Berlin erprobt, wie Frontoffice, Backoffice und Ausbildung in einem Großraumbüro organisiert werden können. Das Pilotprojekt soll zugleich moderne Arbeitsformen testen und einen Gestaltungs- und Organisationsrahmen für weitere Bürgerämter entwickeln. mehr...

Rheinufer Düsseldorf mit Rheinturm

Studie: Diese Bürgerämter sind digital spitze

[06.08.2026] Auch in diesem Jahr hat die Gisma University of Applied Sciences untersucht, wie weit die Bürgerämter in den 20 größten deutschen Städten digitalisiert sind. Den Spitzenplatz konnte Düsseldorf erobern, gefolgt von München, Frankfurt, Berlin und Essen. mehr...

Stuttgart: Bürgerbüros setzen auf digitale Services

[04.08.2026] Die Bürgerbüros in Stuttgart wollen künftig Online-Services und die Online-Terminvergabe noch stärker in den Mittelpunkt rücken. mehr...

In Nordrhein-Westfalen soll der digitale Gang aufs Rathaus künftig zur Regel werden.

Leverkusen: Neue digitale Dienste

[03.08.2026] Leverkusen baut seinen digitalen Bürgerservice aus. Den neuen Online-Antrag auf Grundsicherung begleitet die Stadt mit gezielten Informationen für Betroffene und rechtliche Betreuende. Auch Feinstaubplakette und Fischereiabgabe lassen sich nun digital erledigen. mehr...

eine Reihe von Personen steht in einem Büro

Bad Berleburg: Entspannter Start für digitalen Bürgerservice

[30.07.2026] Die Einführung der neuen digitalen Lösungen für die Terminvereinbarung und die Besuchersteuerung wurde in der Stadt Bad Berleburg detailliert vorbereitet. Das machte sich bezahlt: Beim Go-Live im April dieses Jahres lief das neue System von Beginn an stabil. mehr...

Mann im Rollstuhl bedient ein Self-Service-System in einem Rathaus

Richtlinie: Interaktive Systeme barrierefrei gestalten

[29.07.2026] Eine aktuelle Richtlinie des Unternehmens Werkstation unterstützt unter anderem öffentliche Auftraggeber, Kommunen und Verkehrsbetriebe dabei, Kioskterminals, Informationsstelen und Self-Service-Systemen barrierefrei zu gestalten. mehr...