Sonntag, 28. Juni 2026

BSIFrühwarnsystem für Cyber-Sicherheitsvorfälle

[30.03.2026] Angesichts der angespannten Cyber-Sicherheitslage stärkt das BSI die Reaktionsfähigkeit gegen IT-Sicherheitsvorfälle. Mit den öffentlichen IT-Dienstleistern von Ländern und Kommunen soll der Einsatz von Datensensorik ausgebaut werden – als Grundlage für Echtzeitanalysen und erster Schritt Richtung Cyberdome.

Das BSI kooperiert künftig enger mit öffentlichen IT-Dienstleistern.

(Bildquelle: vectorfusionart/123rf.com)

Sensorik bezeichnet im Kontext der Cyber-Sicherheit den Einsatz technischer Komponenten, um IT-Systeme kontinuierlich zu überwachen und Anomalien aufzuspüren – so können Sicherheitsvorfälle in Echtzeit erkannt werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) will den Einsatz von Datensensorik und die Möglichkeiten für Echtzeitanalysen zusammen mit öffentlichen IT-Dienstleistern von Ländern und Kommunen erweitern. So soll der angespannten Cyber-Sicherheitslage Rechnung getragen und die Reaktionsfähigkeit und Resilienz Deutschlands gegen IT-Sicherheitsvorfälle weiter ausgebaut werden. „Für den Schutz und die Resilienz von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft – also für unsere zivile Verteidigung im digitalen Raum – müssen wir es schaffen, Cyber-Sicherheit zu industrialisieren. Dank dieser Kooperation über föderale Ebenen hinweg können wir Länder und Kommunen einbeziehen und gemeinsam an der automatisierten Abwehr von Cyber-Angriffen arbeiten“, so die BSI-Präsidentin Claudia Plattner.

Bedrohungsinformationen gemeinsam auswerten

Das Projekt gilt als eine der ersten Maßnahmen zum Aufbau des Cyberdomes für Deutschland. Die Kooperation haben das BSI und die Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister, govdigital, geschlossen, um mit den öffentlichen IT-Dienstleistern aus zehn Bundesländern die Cyber-Sicherheit in Deutschland zu erhöhen. Welche IT-Dienstleister aus dem Kreis der govdigital-Mitglieder beteiligt sind, gab das BSI nicht bekannt. Die Kooperation soll zu einer Vernetzung des BSI und sogenannter Security Operations Center (SOC) führen, die auf kommunaler sowie auf Länderebene die IT-Infrastrukturen überwachen und schützen. Gemeinsam sollen so Bedrohungsinformationen ausgewertet werden. Als Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister organisiert govdigital die operative Zusammenarbeit der IT-Dienstleister von Ländern und Kommunen, auch auf dem Feld der Cyber-Sicherheit.





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