Mittwoch, 27. Mai 2026

eGo-SaarErfolgreiche SaarSecurity Roadshow

[27.05.2026] In einer gemeinsamer Veranstaltungsreihe haben der Zweckverband eGo-Saar und das saarländische Wirtschaftsministerium über NIS2, IT-Notfallmanagement und digitale Resilienz informiert. Bei den Kommunen stieß die SaarSecurity Roadshow 2026 auf großes Interesse. 

Blick in einen Vortragssaal auf der SaarSecurity Roadshow

Reges Interesse an den Vorträgen auf der SaarSecurity Roadshow.

(Bildquelle: Zweckverband eGo-Saar)

Mit großem Interesse und über 120 Teilnehmenden ist die gemeinsame SaarSecurity Roadshow 2026 des Zweckverbands eGo-Saar und des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie (MWIDE) des Saarlands erfolgreich zu Ende gegangen. Von Ende März bis Mitte Mai machte die Veranstaltungsreihe in allen saarländischen Landkreisen sowie im Regionalverband Saarbrücken Station und brachte kommunale Entscheidungsträger, Informationssicherheitsbeauftragte sowie Fachverantwortliche aus der Verwaltung zusammen.

Im Mittelpunkt der Roadshow standen nach Angaben des eGo-Saar aktuelle Herausforderungen der Informationssicherheit sowie konkrete Lösungsansätze für Kommunen und Verwaltungen.

Handlungsfähigkeit auch im Krisenfall sicherstellen

Zum Auftakt stellte Thorsten Sokoll, Landesbeauftragter für Informationssicherheit (CISO) des MWIDE, die Wichtigkeit einer systematischen Prozesserfassung und -bewertung als Basis für die Informationssicherheit sowie das IT-Notfallmanagement samt den Chancen der europäischen NIS2-Richtlinie in den Mittelpunkt. Prozessmanagement kann dabei unterstützen, Sicherheitsstandards zu verbessern und Verwaltungsprozesse resilienter zu gestalten.

Anne Prinz aus dem MWIDE erläuterte anschließend die Bedeutung von Business Continuity Management (BCM) für die öffentliche Verwaltung und zeigte auf, wie Kommunen ihre Handlungsfähigkeit auch im Krisenfall sicherstellen können.

Einen Einblick in die Arbeit der digitalen Forensik gab Daniel Anslinger von der Landespolizeidirektion. Der Vortrag verdeutlichte, wie digitale Spuren ausgewertet werden und welche Rolle IT-Forensik bei der Aufklärung von Cyber-Angriffen spielt.
Praxisnahe Erfahrungen aus IT-Notfallübungen präsentierte William Dube, Informationssicherheitsbeauftragter des Zweckverbands eGo-Saar. Anhand einer sogenannten Tabletop-Exercise zeigte er deutlich, wie wichtig regelmäßige Übungen für ein wirksames IT-Notfallmanagement sind.

Plattform für den fachlichen Austausch

Über die Vorträge hinaus bot die Roadshow eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Kommunen, Fachbehörden und Praktikern. Vor allem die hohe Beteiligung und die offenen, regen Diskussionen verdeutlichten laut eGo-Saar den wachsenden Handlungsbedarf im Bereich Cybersicherheit auf kommunaler Ebene.

Daniel Breyer, Geschäftsführer des Zweckverbands eGo-Saar, zieht ein positives Fazit: „Informationssicherheit und IT-Notfallmanagement gehören heute zu den größten Herausforderungen für Kommunen. Die zunehmenden Cyber-Bedrohungen und die steigenden regulatorischen Anforderungen machen deutlich, wie wichtig eine gute Vorbereitung und belastbare Prozesse sind. Mit unseren Veranstaltungen – wie jetzt die SaarSecurity Roadshow – möchten wir unsere Mitglieder praxisnah unterstützen, für das Thema sensibilisieren und den Austausch fördern. Das große Interesse zeigt, dass dieses Thema in den Kommunen angekommen ist.“

Elena Yorgova-Ramanauskas, Staatssekretärin für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, betonte: „Die digitale Verwaltung muss auch in Krisensituationen zuverlässig funktionieren. Dafür brauchen Kommunen nicht nur sichere IT-Systeme, sondern vor allem klare Strukturen, funktionierende Abläufe und gut vorbereitete Verantwortliche. Die SaarSecurity Roadshow hat hierfür entscheidende Impulse gesetzt und gezeigt, wie wichtig diese praktischen Grundlagen sind.“





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