WolfsburgSmarte Pionierarbeit

Wolfsburg hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Smart-City-Projekte realisiert.
(Bildquelle: Stadt Wolfsburg)
Was als abstraktes Konzept startete, ist heute gelebte Realität: Die niedersächsische Stadt Wolfsburg hat in den vergangenen sieben Jahren im Rahmen des Programms Modellprojekte Smart Cities des Bundes insgesamt zwölf Projekte initiiert und damit nach eigenen Angaben Pionierarbeit als bundesweites Testfeld für eine smarte Stadt geleistet. Viele Ideen, wie die Wolfsburg-App (wir berichteten) oder Smart Parking (wir berichteten), seien heute fester Bestandteil der städtischen Infrastruktur. Den Weg hin zur digitalen Modellstadt werde man auch nach dem Auslaufen des Förderzeitraums zum 31. März 2026 weiter verfolgen.
Digitale Vereinfachungen im Alltag spürbar machen
Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, wurden im Förderzeitraum vor allem solche Projekte umgesetzt und entwickelt, die einen klaren Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger besitzen und digitale Vereinfachungen im Alltag spürbar machen. Dazu zählten – neben der Wolfsburg-App mit zahlreichen Features zu Verkehr, Parken und Freizeitgestaltung – vor allem auch Verbesserungen bei Verwaltungsservices. Das OpenRathaus bündle digitale Angebote, über die Plattform mein.wolfsburg.de gestalte sich Bürgerbeteiligung und demokratische Teilhabe digital, und das digitale Parkleitsystem vereinfacht die Parkplatzsuche erheblich.
Daneben erleichtere der Digitale Zwilling (wir berichteten) durch zahlreiche Datensätze und Echtzeit-Analysen die Stadtentwicklung, beispielsweise in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Stadtplanung, Verkehrsentwicklung oder Grünflächenmanagement. Der Open City Manager, ein in Pilotbereichen der Verwaltung genutztes Netzwerk, bringe zusätzliche Vorteile für die kommunale Objektpflege und erleichtere die Kontrolle, Ausbesserung und Erneuerung von beispielsweise Spielplätzen, Bäumen oder Sporthallen.
Außerdem stünden die Themen Nachhaltigkeit und Resilienz im Fokus der smarten Stadt Wolfsburg. Hier sei es zuerst notwendig gewesen, die Infrastruktur zur Datenerhebung herzustellen. Mittlerweile sammeln Wetterstationen mit Wasser-, Temperatur- und Bodensensorik wichtige Daten, um frühzeitig Veränderungen sehen und darauf reagieren zu können. Langfristig werde so das resiliente Wolfsburg fester Bestandteil der Stadtentwicklung.
Verstetigung und Weiterentwicklung
„Im Rahmen des Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities haben wir bereits viele Projekte und Ideen umsetzen können – wir sind aber noch lange nicht am Ziel“, so Oberbürgermeister Dennis Weilmann. „Deswegen gehen wir den Weg zur Smart City Wolfsburg konsequent weiter und haben dies zu einem unserer zentralen Zukunftsthemen gemacht.“
Mit dem Förderprogramm habe man Grundlagen für die digitale Stadt gelegt, ergänzt Jens Hofschröer, Stadtrat für Digitales und Wirtschaft: „Wir haben Anwendungen umgesetzt und zugleich die Strukturen und Kompetenzen geschaffen, auf denen wir jetzt weiter aufbauen.“
Mit dem Abschluss des Modellprojekts werden die entwickelten Lösungen laut der Stadt Wolfsburg dauerhaft in den Regelbetrieb der Verwaltung überführt. Viele Projekte stünden am Anfang ihrer Wirkung und gingen vor allem auch in der verwaltungsinternen Nutzung die nächsten Schritte. Der Fokus liege nun darauf, historische Daten zu sammeln, aus denen dann in Zukunft fundierte Maßnahmen abgeleitet werden könnten.
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