RIWA/RealityMapsMehr Datentiefe für Planung und Klima
Die Unternehmen RIWA und RealityMaps sind eine strategische Kooperation eingegangen, um hochauflösende 3D-Geodaten und KI-gestützte Analysen stärker in bestehende kommunale Arbeitsprozesse zu integrieren. RIWA ist nach eigenen Angaben einer der führende Anbieter von Geoinformationssystemen (GIS) für Kommunen in Deutschland und betreut mehr als 1.500 Städte und Gemeinden. RealityMaps entwickelt Technologien für 3D-Geodatenerfassung, digitale Photogrammetrie und KI-gestützte Geodatenanalysen.„Mit der Bereitstellung der RealityMaps-Technologie erweitern wir unser Portfolio um eine neue Dimension der Datentiefe und -qualität. Kommunen können damit fundierte Entscheidungen schneller und auf einer deutlich verbesserten Datenbasis treffen“, so der RIWA-Geschäftsführer Reinhard Kofler.
Schnell zum Urban Twin
Im Zentrum der Zusammenarbeit steht eine neuartige Sensortechnologie für die luftgestützte Datenerfassung. Sie ermöglicht die gleichzeitige Aufnahme von Senkrecht- und Schrägluftbildern sowie multispektralen und thermalen Informationen innerhalb eines einzigen Befliegungsprozesses. Kommunen können diese Befliegungen beauftragen und erhalten daraus eine umfassende Datengrundlage – von Orthofotos und Schrägluftbildern bis hin zu 3D-Meshes und KI-basierten Ableitungen. Diese Daten bilden die Grundlage für hochdetaillierte 3D-Stadtmodelle, die RealityMaps erzeugt und die als Basis für Digitale Zwillinge dienen. Analysieren lassen sich neben der baulichen Situation auch Vegetationszustand, Flächenversiegelung oder Wärmeverteilung.
Konkrete Anwendungen sind bereits umgesetzt: So wurden unter anderem der Markt Burgheim, der Markt Weisendorf, die Stadt Forchheim sowie der Landkreis Hof entsprechend beflogen. In Forchheim kommt dabei erstmals das vollständige Portfolio aus Datenerfassung und KI-gestützter Auswertung produktiv zum Einsatz.
KI-gestützte Analysen für zentrale kommunale Aufgaben
Die Auswertung der Geodaten erfolgt mithilfe KI-basierter Verfahren, die zusätzliche Erkenntnisse für unterschiedliche Anwendungsfelder liefern, etwa in der Bauleitplanung, bei der Identifikation von Flächenpotenzialen für erneuerbare Energien, im Grünflächenmanagement oder bei Maßnahmen zur Klimaanpassung. Ein zentraler Vorteil der Kooperation liegt in der nahtlosen Einbindung der aufbereiteten Daten in bestehende GIS-Umgebungen. Über die Systeme von RIWA stehen die Informationen direkt in den gewohnten Fachanwendungen zur Verfügung und können ohne Medienbrüche genutzt werden. Der Ansatz kombiniert einmalige Befliegung, präzise Datenerfassung und automatisierte Auswertung. Dadurch lassen sich mehrere Fachkataster parallel aufbauen und mit deutlich geringerem Aufwand fortschreiben als bei manuellen Verfahren.
Gerade im Kontext von Smart-City-Strategien, kommunaler Wärmeplanung und Klimaanpassung eröffnen die gewonnen Daten neue Möglichkeiten für fundierte, datenbasierte Entscheidungen.
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