Uslar/Katlenburg-LindauDigitale Beteiligungsplattform zur Artenvielfalt

Citizen Scientists können einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Artenschutz-Monitoring leisten.
(Bildquelle: petrunia/123rf.com)
Wo finden sich besonders artenreiche Lebensräume in der Agrarlandschaft? Welche Flächen bieten noch Potenzial für mehr Biodiversität? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt CoBi in den niedersächsischen Kommunen Uslar und Katlenburg-Lindau. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern werden dort derzeit sogenannte Bright Spots mit hoher biologischer Vielfalt sowie Dark Spots mit Entwicklungspotenzial identifiziert und untersucht. Ziel des Forschungsprojekts ist es, lokales Wissen aus der Bevölkerung systematisch zu erfassen und mit wissenschaftlichen Biodiversitätsdaten zu verknüpfen. Das Forschungsprojekt CoBi wird von der Georg-August-Universtität Göttingen durchgeführt. Der Spezialist für digitale Bürgerbeteiligung wer denkt was unterstützt das Projekt mit einer digitalen Beteiligungsplattform und mehreren Crowdmappings.
Im Juni und Juli 2026 besuchen die Teilnehmenden zuvor festgelegte Orte und dokumentieren die vorkommenden Tier- und Pflanzenarten. Fotos, Tonaufnahmen und weitere Beobachtungen können ebenfalls hochgeladen werden. So entsteht eine umfangreiche Datengrundlage, die lokale Erfahrungen und wissenschaftliche Untersuchungen miteinander verbindet.
Eingabewizards helfen bei der Erfassung
Um die Erfassung vor Ort möglichst einfach zu gestalten, wurde die Beteiligungssoftware für das Projekt gezielt erweitert. Beiträge können nun mithilfe eines flexibel konfigurierbaren Eingabewizards Schritt für Schritt erfasst werden. Darüber hinaus lassen sich Tonaufnahmen direkt über das Smartphone oder Tablet erstellen, anhören und anschließend hochladen. So können Teilnehmende ihre Beobachtungen unmittelbar vor Ort dokumentieren und in die wissenschaftliche Auswertung einbringen.
Die Weiterentwicklung digitaler Werkzeuge zur Biodiversitätserfassung ist vorgesehen – die Erkenntnisse aus dem Projekt in Uslar und Katlenburg-Lindau sollen dabei einfließen. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag dazu, Naturbeobachtungen künftig einfacher zu dokumentieren und auszuwerten.
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