IT-DienstleisterKompetenzen vereinen

Lennart Schaer und Stephan Brinkmann
(Bildquelle: Foto- und Bilderwerk Oldenburg / Privat)
Herr Schaer, Herr Brinkmann, welche konkreten Mehrwerte werden im Rahmen von Komm2IT geschaffen?
Lennart Schaer: Die Kommunen profitieren vor allem von den gestärkten Strukturen, die sich durch den Zusammenschluss ergeben. Zudem wird durch die Bündelung der Kompetenzen Raum für neue Lösungen geschaffen und die Innovationskraft noch weiter gestärkt. In unseren Häusern besteht schon jetzt eine hohe Bereitschaft, die Verwaltungsdigitalisierung aktiv voranzutreiben. Daraus ergeben sich wiederum Vorteile für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen, indem wir beispielsweise noch mehr digitale Services anbieten und unsere Lösungen durch die hausübergreifende Expertise und Erfahrungswerte noch benutzerfreundlicher gestalten können.
Wie gestaltet sich der Zusammenschluss über so viele beteiligte Häuser und Organisationseinheiten?
Stephan Brinkmann: Ein Zusammenschluss in dieser Größenordnung kann nur funktionieren, wenn es verlässliche Leitlinien gibt. Dafür wurden bereits zu Beginn des Programms Eckpunkte festgelegt, die Verbindlichkeiten sicherstellen und an denen wir uns bei der gemeinschaftlichen Arbeit immer orientieren. Zudem unterstützen uns unsere Gremien und Träger sowie die kommunalen Spitzenverbände und das Land Niedersachsen in regelmäßigen Austauschformaten dabei, die bestmögliche Strategie für die niedersächsische kommunale IT zu entwickeln.
Inwiefern ändern sich mit der Zusammenführung auch die Serviceportfolios der einzelnen Häuser?
Schaer: Ein zentraler Aspekt von Komm2IT ist, bestehende Kompetenzen bestmöglich zu vereinen. Alle zentralen Entscheidungen, die in Bezug auf die Serviceportfolios der Häuser getroffen werden, werden deshalb perspektivisch mit Blick auf den Zusammenschluss getroffen. Es wird dabei genau geprüft, wo bereits Lösungen und Kompetenzbereiche existieren und welche Gebiete noch ausgebaut werden sollen. Insgesamt wird auch nach Standardlösungen gesucht. Das kann auch positive Effekte bei Vertragsverhandlungen haben und wird alleine schon durch das Wegfallen zigfacher Vergaben ein wichtiger Effizienztreiber sein. Von Bedeutung sind aber nicht nur bestehende Produkte, sondern auch das, was wir von Beginn an als gemeinsame Lösung gedacht haben. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Security Operations Center (SOC), an dem schon jetzt großes Interesse vonseiten der Kommunen besteht.
Welche nächsten Schritte sind im Programm Komm2IT geplant?
Brinkmann: Die nächsten Schritte umfassen ganz klar alle Bestrebungen, um den Zusammenschluss bis Ende des Jahres strukturiert und zielführend zu gestalten. Die laufenden Projekte bleiben zudem ein zentrales Thema und werden ebenso intensiv weiterverfolgt, da sie ein zentraler Bestandteil unserer strategischen Planung sind. Zwischen all den unternehmerischen Entscheidungen verlieren wir die Anliegen unserer Mitarbeitenden, Kunden sowie unsere Gremien und Träger nicht aus den Augen und stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung.
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