Freitag, 7. August 2026

DresdenStraßenzustand smart erfasst

[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen.
Messfahrzeug zum Erfassen des Straßenzustands

Ein Spezialfahrzeug mit hochpräziser Mess- und Abbildungstechnik erfasst den Zustand von rund 1.830 Kilometern des Dresdner Straßennetzes.

(Bildquelle: LEHMANN + PARTNER GmbH)

Noch bis September 2026 erfasst die sächsische Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit der Firma Lehmann + Partner systematisch und digital den Zustand von rund 1.830 Kilometer des Straßennetzes. Eingesetzt wird dazu ein Spezialfahrzeug mit hochpräziser Mess- und Abbildungstechnik. Es ist ausgestattet mit einem Laserscanner, Mess-Sensoren und hochauflösenden Kameras. Neben Straßenschäden wie Schlaglöchern, Spurrinnen oder Erhebungen können damit Rissbildungen ab einer Breite von 0,5 Millimeter erfasst und bewertet werden.

Wie die Stadt mitteilt, werden die mit den Messfahrzeugen gewonnenen Informationen mit Sensordaten von fünf Messstellen im Stadtgebiet ergänzt. Diese seien systematisch so im Stadtgebiet verteilt, dass sich der Verkehrszufluss in die Stadt gut abbilden lasse, was auch für das restliche Stadtgebiet Ableitungen ermögliche. Die Messstellen besitzen jeweils mehrere Sensoren. Gemessen wird das Gewicht der Fahrzeuge, welche über die Messstellen fahren, sowie die Temperaturen der Oberfläche und in der Tiefe der Straße. So lässt sich erkennen, wie sich Hitze, Kälte und das Fahrzeuggewicht im Jahresverlauf auf die Fahrbahn auswirken und wie stark die Fahrbahn beansprucht wird und altert.

Die Auswertung der Sensordaten und der Daten aus der Befahrung soll dem Straßen- und Tiefbauamt künftig eine softwaregestützte Prognose ermöglichen, welche Straßen in welcher Priorität ertüchtigt werden müssen, um diese langfristig zu erhalten. So sollen finanzielle Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen eingesetzt werden.

Der Gesamtumfang des Projekts „Strategisches Erhaltungsmanagement“ beträgt laut der Stadt Dresden rund 1,3 Millionen Euro und wird mit Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen des Smart City Förderprogramms des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zu 65 Prozent gefördert. Der verbleibende Eigenanteil wird von der Landeshauptstadt Dresden getragen. Mit der Förderung werde neben dem Einbau der Straßensensoren auch die systematische Erfassung des Straßennetzzustands mittels Befahrung mit Messfahrzeug sowie die Auswertung der erfassten Daten finanziert.





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